Zytostatika

Aus PflegeWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Zytostatika (griech. cytos = Zelle, statikos = stehend, zum Stehen bringen) werden vor allem zur Behandlung von Krebs eingesetzt. Es sind natürliche oder synthetische Substanzen, welche das Zellwachstum oder die Zellteilung hemmen und somit auch eine Schädigung oder Zerstörung von Tumorzellen bewirken. Die Protein-Synthese und damit auch die Bildung der Immunglobuline wird gestört, daher werden bestimmte Zytostatika auch nach Organtransplantationen zur Vermeidung der Abstoßungsreaktion eingesetzt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Wirkung

Durch Zytostatika werden die Stoffwechselvorgänge, welche im Zusammenhang mit Zellwachstum und Zellteilung stehen, zerstört. Besonders schnell wachsende Epithelzellen (wie die der Haarwurzeln oder der Schleimhaut) sind betroffen. Die Tumorzelle ist durch eingeschränkte Regeneration und erhöhte Zellteilung empfindlicher gegenüber Zytostatika. Dadurch ist die spezifische Therapie erst möglich. Allerdings wird eine Zytostatika-Behandlung überwiegend als palliative Therapie durchgeführt, es ist bei vielen Tumorerkrankungen dadurch nur eine Verzögerung des Krankheitsverlaufes zu erreichen; eine Heilung ist eher selten und meist nur bei bestimmten Tumorarten zu erwarten.

[Bearbeiten] Einteilung

Zytostatika werden in verschiedene Gruppen eingeteilt.


[Bearbeiten] Vorsichtsmaßnahmen im Umgang

[Bearbeiten] Nebenwirkungen

Die unerwünschten Wirkungen sind schwerwiegend und bei allen Substanzen durch die Hemmung oder Zerstörung funktionsfähiger Zellen charakterisiert. Am häufigsten sind Zellen mit hoher Teilungsrate (Knochenmark, Keimdrüsen, Schleimhaut und Haare) betroffen. Folgen:

Folge bei Schädigung der Schleimhäute:

Folge bei Schädigung der Haarzellen:


Weitere Folgen:

Bei der zytostatischen Therapie kann es zum Tumorlysesyndrom (TLS) kommen.

Die WHO-Einteilung der Nebenwirkungen in Schweregrade richtet sich nach den Maßnahmen, die im Einzelfall getroffen wurden:

Da nur bestimmte Tumorerkrankungen durch Zytostatika geheilt werden können (z.B. Hodenkrebs), die meisten aber das Fortschreiten nur vorübergehend aufhalten können, muß der Einsatz aufgrund der erheblichen Beeinträchtigungen gut überdacht werden. Voraussetzung ist u.a. ein relativ stabiler Allgemeinzustand des Patienten; ist dieser nicht gegeben, könnte eine Zytostatika-Gabe tödlich wirken.

Persönliche Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Werkzeuge