Puerperium

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Als Puerperium (Syn.: Wochenbett, Kindbett) bezeichnet man die Zeitspanne von Geburtsende bis zur Rückbildung aller Schwangerschaftsveränderungen. Diese dauert etwa 6 - 8 Wochen.

Vorgänge, die sich abspielen:

  • Involution (Rückbildung),
  • Wundheilung,
  • Laktation (Stillen),
  • Wiederaufnahme der Ovarfunktion

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Die Involution

Genitale Rückbildung:

Extragenitale Veränderungen:

[Bearbeiten] Die Wundheilung

Die Uterusinnenfläche stellt nach der Ablösung der Plazenta eine große Wunde dar. Blutstillung zunächst durch die starke Kontraktion des Uterus (Gefäßunterbindung) dann durch Thrombisierung. Jetzt wandern Leukozyten ein, reinigen die Wunde (Schutzwall vor Keimen). Die Lochien sind nicht infektös. Endometritis bzw. Sepsis puerperalis sind zum Glück heute sehr selten geworden.

Die Beschaffenheit des Wochenflusses unterliegt physiologischen Veränderungen (vgl. Lochien).

Nicht nur Gebärmutterwunde muss heilen, auch die Geburtsverletzungen klingen im Wochenbett rasch ab. In den ersten Tagen ist der Damm mit der Epistotomie- oder Dammrissnaht sehr schmerzhaft. (Sitzbäder, Abspülen der Vulva, Kühlung des Damms, kritische Gabe von Schmerzmitteln wie Diclofenac®).


[Bearbeiten] Wiedereinsetzen der Ovartätigkeit

Durch Wegfall der Plazentahormone wird Hemmung der Hypophysentätigkeit aufgehoben. Es kommt wieder zur Produktion von LH und FSH. Bei nicht stillenden Frauen setzt die erste Monatsblutung in der Regel nach 6 Wochen ein. Bei Stillenden fällt die Regelblutung oft aufgrund des hohen Prolaktinspiegels aus (natürliche Verhütungsmethode - LAM, deutsch Laktationsamenorrhö-Methode).


[Bearbeiten] Krankheiten und Komplikationen

[Bearbeiten] Stillschwierigkeiten und -hindernisse

[Bearbeiten] Wochenbettfieber

Puerperalfieber oder Kindbettfieber = alle Infektionen im Wochenbett, die von den Genitalorganen ausgehen.

Keime dringen von der Scheide durch den offenen Zervikalkanal in die Gebärmutterhöhle. Sie können auch durch größere und kleinere Verletzungen der Geburtswege (z.B. Scheidenschleimhaut) über den Lymphweg zur Gebärmutter vordringen. Eine lange Geburtsdauer mit häufigen Untersuchungen, eine schwere Geburt und ein vorzeitiger Blasensprung begünstigen eine Infektion ebenso wie Nachtastungen. Unterschieden werden:

Sonstige Infektionen im Wochenbett: Harnwegsinfekte und eine schlecht heilende Epistotomie- oder Dammrissnaht.

[Bearbeiten] Psychiatrische Störungen

[Bearbeiten] Tägliche Routinekontrollen im Wochenbett

[Bearbeiten] Besonderheiten bei der Körperpflege

[Bearbeiten] Pflegerische Schwerpunkte im Wochenbett

Instruktion zum Stillen ist eine wesentliche Aufgabe der Pflege

Achtung: Abstillen kann depressive Verstimmungen verstärken, durch die Hormonumstellungen

[Bearbeiten] Beratung bei der Entlassung

Treten keine Komplikationen auf, werden Mutter und Kind nach einer vaginalen Entbindung meist am 3. Tag p.p. und nach einer Sectio caesarea am 10. Tag p.p. entlassen. In einem abschließenden Beratungsgespräch werden besprochen:

[Bearbeiten] Siehe auch:

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