Toleranz(Pharmazie)

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[Bearbeiten] Toleranz (Gewöhnung)

Toleranz und Gewöhnung sind in der Fachsprache Synonyme. Da aber Gewöhnung umgangssprachlich in zwei verschiedenen Bedeutungen benutzt wird (Gewohnheitsbildung oder Toleranz), sollte um der Klarheit willen nur der Begriff Toleranz benutzt werden. Toleranzentwicklung ist eine häufige Antwort des Organismus auf einen Fremdstoff, die nicht nur bei Exposition mit Suchtstoffen beobachtet wird. Auch gegenüber zahlreichen anderen Substanzen kann sich eine Toleranz ausbilden. Man unterscheidet eine metabolische und eine zelluläre Toleranz. Bei der metabolischen Toleranz wird der Fremdstoff beschleunigt abgebaut, bei der zellulären werden die Körperzellen unempfindlich.


In der Psychiatrie: die veränderte Stoffwechsellage, in die ein Organismus bei längerer Gewöhnung an einen Suchtstoff gerät und die zur körperlichen Abhängigkeit - physical dependence - führt.

In der Psychologie spricht man bei Toleranz über klassische und auch operante Konditionierung bei positiver und negativer Verstärkung.

Ohne diese Schutzreaktion Toleranz würde die Drogenwirkung stärker ausfallen. Dies hieße, dass bei einem anderen Setting dies wie eine Überdosierung wirken würde. Dieser Effekt tritt auf, weil das neue Setting mit seinen Reizen nicht vertraut ist. Es stehen keine konditionierten Hinweisreize zur Auslösung der erlernten Toleranzreaktion bereit.

[Bearbeiten] Literatur

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