Tinnitus
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Der Begriff Tinnitus bezeichnet Ohrgeräusche (Pfeifen, Rauschen, Klingeln, Heulen, Piepsen, Brummen). Nicht selten kommt ein Druckgefühl im Ohr hinzu. An Tinnitus leiden, nach Presseangaben, rund eine Million Menschen in Deutschland, daher spricht man in diesem Zusammenhang auch von einer Volkskrankheit. Es wird zwischen akuter und chronischer Form unterschieden.
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[Bearbeiten] Entstehung
- Der Tinnitus hat in 99% aller Fälle eine gutartige Ursache. Er kann als ein natürliches Risiko des modernen Lebens und Teil des Alterungsprozesses betrachtet werden.[1]
- Hörsturz
- Starke (plötzliche) Geräuscheinwirkung (lauter Knall = Knalltrauma).
- Stress
[Bearbeiten] Therapiemöglichkeiten
Die Therapiemöglichkeiten wurden betreffend ihrer Wirksamkeit unterschiedlich beurteilt. Glücklich waren die Betroffenen, die es gelernt hatten, über die Geräusche hinweg zu hören.
[Bearbeiten] Rausch-Therapie
Die Rausch-Therapie vertraut auf die Möglichkeit, dass das Gehirn durch diese Behandlung die bisherigen quälenden Töne vergisst [2]
[Bearbeiten] Das Heidelberger Verfahren
Der Tinnnitus-Ton des Patienten wird mithilfe eines sogenannten Sinusgenerators elektrophysiologisch untersucht in Bezug auf die Tonhöhe und die Lautstärke. Dabei wird ein Klang erzeugt, der als Basis dient für weitere Behandlungen.[3]
[Bearbeiten] Medikamentöse Therapie
Die Strategien richten sich nach der Diagnose akuter oder chronischer Tinnitus.
- Akute Phase: Auf der Grundlage der Verordnung durch den Facharzt werden eingestzt: Cortison, gefäßerweiterden Mittel, Mittel zur Verbesserung der Fließeigenschaft des Blutes (Atikoagulantien), Kalzium-Antagonisten oder Lidocain. Eine weitere Möglichkeit ist die Druckkammertherapie.
- Chronische Phase: Psychologische Diagnostik und Therapie, Atemtherapie, Hydrotherapie, Biofeedback. Entspannungstechniken (z. B. Yoga, Autogenes Training, progressive Muskelrelaxation , Hörgeräteanpassung.[4]