Strahlenkrankheit

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Radioaktive Strahlen können im Prinzip jede Körperzelle zerstören und dadurch tödlich sein; der Vorgang heißt Strahlenkrankheit. Die Schäden hängen von der Dauer, Art und Stärke der Strahlung ab. Es wird zwischen akuten Strahlenschäden und Spätfolgen unterschieden. Beispiel für letzteres sind viele Todesfälle auch noch Jahre nach den Atombobmenabwürfen über Hiroshima und Nagasaki. Bereits niedrig dosierte Strahlen können das Erbgut verändern und damit langfristig Krebs auslösen[1], etwa Leukämie und Schilddrüsenkrebs. Die Strahlenkrankheit wird dabei von den Betroffenen subjektiv nicht wahrgenommen.

Dagegen führen hohe Strahlendosen zu den akuten Symptomen Fieber, Übelkeit, Verbrennungen von Haut und Mundschleimhaut, Haarausfall, inneren Blutungen bis zum Tod. Die getroffenen Zellen können sich nicht mehr teilen oder sterben ab. Der Schweregrad der Sofortwirkungen hängt von der Strahlendosis ab. Über den Verlauf und die Überlebenschancen bei einer Strahlenerkrankung entscheidet die Äquivalentdosis, der die Person ausgesetzt war. Sie wird in Sievert, als Einheit abgekürzt mit Sv, angegeben. Mit Hochdosisstrahlung (einer Hochdosisexposition)hat mensch es etwa ab 0,5 Sievert zu tun. 2 bis 3 Sv führen etwa in 30 Prozent der akut am gesamten Körper bestrahlten Personen zum Tode. Bei einer Hochdosisexposition treten akute Schäden schon nach Minuten oder Stunden auf. Subakute Schäden folgen nach Tagen oder Monaten. Dazu lassen sich die vielen Berichte der zunächst überlebenden Atombombenopfer von 1945 vergleichen. Ab zehn Sievert bestehen keine Überlebenschancen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Die verschiedenen Isotope

Auf die Frage, wie lange nach einem Reaktorunfall Nahrungsmittel, die im verseuchten Gebiet angebaut wurden, noch schädlich für den Menschen sein können, gibt es kaum eine sinnvolle Antwort. Es gibt keinen ungefährlichen Schwellenwert für den menschlichen Zellkern. Darin ist sich die Wissenschaft einig. Die Nahrungsmittel sollten auf radioaktive Kontamination überhaupt getestet werden, bevor sie zum Verzehr frei gegeben werden. Und man sollte in so einem Gebiet mit einen Unsicherheits-Zeitraum von mindestens 300 Jahren für Lebensmittel rechnen, vielleicht auch länger.

[Bearbeiten] Fußnoten

  1. "Es gibt keine ungefährlichen Niedrigwerte radioaktiver Strahlung", erklärte WHO-Generaldirektorin Margaret Chan laut taz vom 5.5.2011

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks


[Bearbeiten] Siehe auch



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