Sterilisation

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In einer Zentralen Sterilgut-Versorgungsabteilung (ZVSA) einer Klinik wird sterilisiert. Früher war auch der Name "Zentral-Sterilisation" dafür üblich. Sie ist überwiegend Dienstleister für die Operations-Abteilung(-en) in der Chirurgie und versorgt alle anderen Stellen des Hauses mit Sterilgut. In diesem Artikel geht es um die dabei angewandten Verfahren.

Vorbereitungsbereich (Verpacken) einer ZSVA

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Definition

Der Vorgang der Sterilisation hat, im Gegensatz zur Desinfektion, das Ziel der Abtötung aller Mikroorganismen einschließlich Sporen. Es soll die Keimfreiheit erreicht werden. (vgl. aseptisch bzw. steril)

Heute wird Sterilisation mathematisch definiert, Das heißt: in einer Million sterilisierten Produkten dürfen max. 1 Keimbildende Einheit (KBE) verbleiben. Die Formel dafür ist 10-6 log (10 hoch minus 6) das heißt, bei einer Ausgangskeimzahl von 1.000.000 Keimen darf nach erfolgreicher Sterilisation maximal ein Rest von einer KBE verbleiben!

Das setzt zwingend voraus, dass die Produkte, die der Sterlisation zugeführt werden, auch wirklich gewissenhaft gereinigt wurden, da in den Anschmutzungen verborgene Keime den Sterlisationsparametern (Hitze, Druck, Strahlung, Gase usw.) nicht in dem Maß ausgeliefert sind, die eine sichere Sterlisation gewährleistet.

[Bearbeiten] Verfahren

[Bearbeiten] physikalische Verfahren

Keimtötende Wirkung geschieht durch die Einwirkung von Hitze und führt zu einer irreversiblen Veränderung (Denaturierung) der Eiweiße von Mikroorganismen


[Bearbeiten] Heißluftsterilisation

Findet in der Klinik kaum noch Anwendung



[Bearbeiten] Dampfsterilisation

Metallcontainer mit Lochung und Filtern, Folien), eine Kombination dieser Materialien mit Textilien ist möglich


  1. Materialien in Sterilverpackung geben (mit dem Indikator)
  2. Autoklaven mit verpacktem Material füllen
    • Der Autoklav darf nur so weit bestückt werden, dass der Wasserdampf überall ungehindert durchdringen kann
  3. Nach dem Sterilisationsvorgang:
    • Material entnehmen Ausdruck der Prozessparameter überprüfen und das Sterilgut freigeben oder erneut der Aufbereitung zuführen (Freigabeprozedur)

[Bearbeiten] Strahlensterilisation

Wirkung durch Beta oder Gammastrahlen, die ionisierenden Strahlen führen zu einer Zellzschädigung durch Zerstörung der Nukleinsäure Kommt nur in der industriellen Produktion von Sterilgut zur Anwendung (Einmalartikel)


[Bearbeiten] Plasmasterilisation

Findet Anwendung bei besonders temperaturempfindlichen Materialien. Das Sterilisationsgut muss in besondere Verpackungen eingebracht sein. Die Sterilisation findet in einem O2-Plasma statt. Die Prozessparameter werden vom Gerät selbsständig überwacht. Das Sterilgut ist nach kurzer Zeit wieder einsatzfähig, es muss nicht ausgelüftet werden.

[Bearbeiten] chemische Verfahren

[Bearbeiten] Gassterilisation

[Bearbeiten] Qualitätsanforderung

[Bearbeiten] Personal


[Bearbeiten] Verpackungsmaterial

Doppelt verpackt oder Container (DIN) bei geschützter Lagerung - 6 Monate Doppelt verpackt oder Container (DIN) bei ungeschützter Lagerung - 6 Wochen Einfachverpackte Produkte sind bei ungeschützter Lagerung zum raschen Verbrauch bestimmt. (Angaben nach DIN) Lagerung ausserhalb der Umverpackung - 24 h!

[Bearbeiten] Kontrolle

1.) Vor der ersten Sterilisation erfolgt ein automatischer Vakuumtest des Autoklaven
2.) "Bowie und Dick-Test"; Funktionskontrolle und Dampfdurchdringungstest
3.) Sporenkontrolle; nach einem halben Jahr oder alle 400 Chargen ist ein Sporentest durchzuführen. Dabei werden vitale apathogene Keime (St. thermophilis) an verschiedenen Punkten in der Sterlisationskammer eingebracht und anschliessend mikrobiologisch ausgewertet. Ziel ist es, alle eingebrachten Keime abzutöten.
4.) Farbindikatoren (an jeder Sterilgutverpackung) Farbumschlag erfolgt durch Hitze
5.) heute ersetzt die sogenannte Validierung die Sporenprobe und ergänzt die anderen Kontrollmöglichkeiten

[Bearbeiten] Siehe auch

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