Schamgefühl

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Scham ist ein Gefühl, das Menschen haben, wenn ein anderer in ihre Intimsphäre eindringt oder wenn wir unsere Gefühle oder Verhaltensweisen bewerten und zu dem Schluss kommen, dass wir etwas falsch gemacht haben - und vor allem, dass dieses vermeintliche oder tatsächliche Versagen bekannt werden könnte. Scham umfasst unser ganzes Selbst; sie weckt den Wunsch, uns zu verstecken, zu verschwinden, sogar zu sterben. Auftreten und Ausprägung sind außer von persönlichkeitsspezifischen Momenten vom Wertsystem und von Norm- und Rollenvorstellungen einer sozialen Gruppe abhängig.

Schamgefühle sind oft verwoben mit Schuld-, Angst -, Minderwertigkeits- oder Hassgefühlen und in diesem Gefühlswirrwarr nicht zu präzisieren. Peinlichkeit hängt als Wort ja mit der Pein, starken Schmerzen zusammen. Neben vegetativen Erscheinungen wie Erröten, Herzklopfen und Zittern sind jedoch Verhaltensweisen wie den Blick senken, den Kopf abwenden, hüsteln oder räuspern Hinweise auf den emotionalen Zustand eines Menschen.


Unterschieden werden kann Scham von Schuld: Bei der Scham messen wir ein Verhalten unseres ganzen Selbst an gesellschaftlichen Normen (z.B. meine Leistung war schlecht), bei der Schuld haben wir als ganzes Selbst versagt (z.B. Ich bin schlecht).


Scham gibt es in allen Kulturen, besonders Körperscham (peinliche Gefühle bei Nacktheit vor anderen) und sexuelle Scham. Entblößung (von Genitalien und Gesäß) wurde über viele Jahrhunderte hinweg als Mittel der Beleidigung eingesetzt. Vergewaltigungen und angedrohte Vergewaltigungen - besonders in Kriegszeiten und von US-Amerikanern genauso praktiziert wie von "Macho-Gesellschaften" des Mediterranen Raums oder des vorderen Orients - werden als Mittel der Demütigung angewandt.


Scham, positiv z. B. als Taktgefühl, Respekt, hütet ebenso die Selbst- und Intimitätsgrenzen, wie sie Ansporn für Leistung, Entwicklung und Autonomie darstellt.

Scham ist Auseinandersetzung mit Fremdem (in mir, bei anderen) und verursacht Anspannung und Neugier ebenso wie Angst und Furcht (z.B. ein Kind, das mit etwas Neuem konfrontiert wird versteckt sich, blinzelt aber neugierig aus sicherer Entfernung).

Scham begleitet uns unser ganzes Leben lang. Sie lässt uns unserer Selbst bewusst werden, wir sind uns selbst ganz nahe. Scham ist ansteckend.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Intimsphäre

Meine Intimsphäre oder: Was ich verbergen und behüten möchte:

Jeder Mensch ist - angeborenen Tendenzen und sozialen Normen folgend - in unterschiedlichem Maße bestrebt sich gegen Eingriffe anderer in seine Intimsphäre abzusichern.

Zu den Inhalten dieses höchst privaten Bereiches gehören:

[Bearbeiten] ich schäme mich (Beispiele)

Ich schäme mich dafür dass

[Bearbeiten] Scham verarbeiten

Ich versuche, die Scham zu verarbeiten, indem ich:

Ein Ausgleich eines mit der Beschämung empfundenen, sehr großen, identitätsschädigenden Gesichtsverlustes kann durch individuelle Entwicklungsprozesse geschehen, bedarf aber oft auch großer kollektiver und individueller Anstrengungen, die in Form von Ritualen (z.B. "kath. Beichte"; Duelle) oder Psychotherapien stattfinden können. Fehlen oder ein Übermaß an Scham wird psychoanalytisch als narzißtische Störungen betrachtet; sie können sich z.B. als Abwehr von Scham durch Hohn, Anmaßung, (Selbst)-Verachtung bzw. Überheblichkeit äußern.


Durch konstruktive Auseinandersetzung mit meiner Scham kann ich:

[Bearbeiten] Hilfsfragen zur konstruktiven Auseinandersetzung mit Scham?

[Bearbeiten] Pflege

Professionelle Verhalten von Pflegekräften zum Verhindern unnötiger Schamgefühle:

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Siehe auch

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