Acetylsalicylsäure

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Acetylsalicylsäure (Abkürzung: ASS) ist ein Arzneimittelwirkstoff. Bekanntester Handelsname ist Aspirin®, daneben gibt es viele weitere Generika mit diesem Wirkstoff, der vor allem wegen seiner schmerzstillenden, entzündungshemmenden und leicht fiebersenkenden Eigenschaften eingesetzt wird. Daneben hemmt ASS in niedriger Dosierung die Entstehung von Blutgerinnseln, was der Vorbeugung und Behandlung von Durchblutungsstörungen dient, die zu z.B. zum Schlaganfall oder Herzinfarkt führen können.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Anwendung

Am häufigsten wird ASS als Schmerzmittel in einer Dosierung von 500 mg verwendet. Die fiebersenkende Wirkung ist geringer als bei Metamizol oder Paracetamol, die deshalb bevorzugt eingesetzt werden sollten (wenn nur das Fieber gesenkt werden soll), da sie magenverträglicher sind. Als Thrombozytenaggregationshemmer wird ASS niedrig dosiert (100 mg pro Tag) angewandt.

[Bearbeiten] Anwendungsbeispiele

Im Alltag ist ASS ein beliebtes Medikament gegen leichte bis mittlere Schmerzen. Wegen seiner thrombozytenaggregationshemmenden Wirkung muss es vor Operationen jedoch oft abgesetzt werden, daher werden Patienten vor solchen Eingriffen u.a. nach Einnahme von ASS in den letzten fünf Tagen gefragt.

Klinisch bedeutend für die Langzeittherapie ist die Anwendung als Thrombozytenaggregationshemmer (fälschlicherweise "Blutverdünner" genannt) bei allen arteriellen Verschlusskrankheiten vor allem in der Rezidivprophylaxe:

Bei Apoplex und Herzinfarkt wird ASS oft initial intravenös verabreicht, die Therapie wird danach oral weitergeführt, bei Herzinfarkt in den ersten Wochen oft in Kombination mit Clopidogrel. Vor ASS-Therapie bei Apoplex wird per Computertomographie eine intracerebrale Blutung ausgeschlossen.

Manche Studien sagen ASS auch eine prophylaktische Wirkung gegen bestimmte Krebsarten nach.

[Bearbeiten] Darreichungsformen

[Bearbeiten] Nebenwirkungen

Auch in niedriger Dosierung kann ASS zu leichten Blutungen der Magenschleimhaut oder gar Magengeschwüren führen. Daher sollte bei Auftreten von Teerstuhl eine Gastroskopie durchgeführt werden.


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