Rufbereitschaft

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Rufbereitschaft ist eine Form des Bereitschaftsdienstes. Bei der Rufbereitschaft muss sich der Arbeitnehmer auf Anordnung des Arbeitgebers außerhalb der regelmäßigen Arbeitszeit bereit halten, um im Bedarfsfall die Arbeit aufzunehmen. Der Arbeitnehmer kann seinen Aufenthaltsort während der Rufbereitschaft selbst wählen, er muss aber gewährleisten, dass er auf Abruf die Arbeit innerhalb einer Zeitspanne aufnehmen kann, die den Einsatz nicht gefährdet. Der Abruf erfolgt heute in der Regel per Mobiltelefon.

Rufbereitschaft unterscheidet sich von dem Bereitschaftsdienst im Sinne der Anwesenheitsbereitschaft im Wesentlichen dadurch, dass nicht der Arbeitgeber den Aufenthaltsort bestimmt, sondern der Arbeitnehmer.

Rufbereitschaft gilt im Sinne des Arbeitsschutzes als Ruhezeit, solange der Arbeitnehmer nicht zur Arbeit gerufen wird. Die Rufbereitschaft ist also keine Arbeitszeit im Sinne des Arbeitsschutzes.

Die Rufbereitschaft ist dennoch zu vergüten. Die zu vergütende Leistung des Arbeitnehmers liegt in der Beeinträchtigung seiner Freizeitgestaltung. Das Nähere kann durch Tarifvertrag oder den Arbeitsvertrag geregelt sein.