Gerontopsychiatrie

Aus PflegeWiki

(Weitergeleitet von Psychische Störung)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Wort Gerontopsychiatrie (oder Psychogeriatrie) leitet sich ab von Ger (griechisch: der Greis), Psycho (griechisch: der Geist). Sie ist etwa seit 1980 in Deutschland eine Unterdisziplin der (Erwachsenen-)Psychiatrie in der Medizin.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Diagnose und diagnostische Klassifikation

Die unterscheidende Erkennung psychischer Störungen im Alter ist besonders schwierig. Dies hat mehrere Gründe:

[Bearbeiten] Ursachen

Mögliche Mit-Ursachen können sein:

*Soziales (sozioökonomischer Status und soziales Umfeld)

*Personengebundenes (Lebensbiografie, Vorhandensein und Art von zwischenmenschlichen Beziehungen zu anderen, situative Belastungen)

*Körperliche (Gesundheit und Leistungsfähigkeit) Charistika

Sie stehen in enger Beziehung zu einem negativen Selbstbild.

Dabei betrachtet man in diesem Funktionskreis die häufig zu beobachtenden Wechselbeziehungen zur körperlichen Gebrechlichkeit als das erste Bewegende in einer Kausalkette.

Andere Vorstellungen gehen davon aus, dass sich soziale Isolation, Lebenszufriedenheit, psychische Distanz und soziale Bewertung gegenseitig beeinflussen und verstärken können. Darüber hinaus können stereotype Einstellungssysteme, die mit einer individuellen Disposition zusammentreffen, als krankheitsauslösende Faktoren Bedeutung gewinnen und auch den Krankheitsverlauf beeinflussen.

Das Ergebnis ist ein kompliziertes und vielgestaltetes Bild heterogener Entstehungsbedingungen. Deshalb spricht man von einer individualisierenden Diagnostik. An dieser Stelle von schematischen Diagnosen und einer strengen nososlogischen Vorgehensweise sollte die Beschreibung von unterschiedlichen Zustandsbildern, Krisentypen und Leitsymptomen treten.

Aus ihnen ergeben sich dann für die Praxis wechselnde therapeutische und rehabilitative Konsequenzen. Es geht um die schwierige, im Einzelfall zu entscheidende Aufgabe, möglichst alle relevanten pathogenen Faktoren zu gewichten und daraus alle erforderlichen therapeutischen Strategien abzuleiten.

Diese historisch auf Kretschmer zurückgehende Erkenntnis hat sich in der systematisierten Vorgehensweise des Assessments in allen Bereichen der Altersmedizin weitgehend durchgesetzt und hat die interdisziplinäre Arbeitsweise zur Voraussetzung.

[Bearbeiten] Häufigsten Krankheiten, Symptome und Verhalten

[Bearbeiten] Schwierige Verhaltensweisen

[Bearbeiten] Aufmerksamkeit bei

Gerade wegen der Ko- und Polymorbidität sollte man beim Vorkommen von Verhaltensweisen wie Agitiertheit, Unruhe, Erregung, Aggression u.ä. auch an folgende Ursachen denken:

Eine Erkrankung, die eine große Belastung für die Umgebung sein kann, ist das Diogenes-Syndrom (auch: w:Messie-Syndrom). Es handelt sich hierbei vielleicht um eine soziokulturelle Verweigerungshaltung bei einem älteren Menschen, der ein langes Leben mit sozialer Bewahrung hinter sich hat und der weder an einer schizophrenen Störung noch an einer Demenz leidet. Das Syndrom geht oft einher mit einer Vernachlässigung des persönlichen Lebensraums und der persönlichen Hygiene, Sammeltrieb, sozialen Rückzug und Abwehr.

[Bearbeiten] Psychische Störungen

Psychische Störungen können vorübergehend oder dauerhaft vorliegen. Sie treten natürlich nicht erst im Alter sondern in jeder Lebensphase auf. Wenn die Lebensführung durch sie eingeschränkt wird, sollte ein Facharzt befragt werden, ob eine Therapie oder Verhaltenstherapie sie heilen kann bzw. den Umgang mit ihr erleichtern.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Siehe auch

Persönliche Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Werkzeuge