Präoperative Rasur

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Während die Rasur der von einer Operation betroffenen Körperpartien früher zu den üblichen pflegerischen Vorbereitungen des Patienten vor der Operation gehörte, wird die präoperative Rasur nach heutigen Erkenntnissen nicht mehr uneingeschränkt befürwortet.

Nach der Empfehlung des Robert-Koch-Institutes: "Prävention postoperativer Infektionen im Operationsgebiet" vom März 2007 sollen Haare im Operationsgebiet nur noch im Ausnahmefall rasiert werden. Dort wird erläutert, dass die Rasur am Vortag zu einem signifikanten Anstieg des Infektionsrisikos führt. Bevorzugt sollte zu einer notwendigen Haarentfernung spezielle Enthaarungscreme benutzt werden. Wegen des Allergierisikos solcher Cremes sollte die Enthaarung am Vortag (nach einem entsprechenden Verträglichkeits-Test) stattfinden.

Hintergrund ist, dass durch die unsichtbaren Mikroläsionen, die eine Rasur verursacht, Nährböden für Keime geschaffen werden.

Literatur[Bearbeiten]

Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionprävention beim Robert Koch-Institut: Empfehlungen zur Prävention postoperativer Infektionen im Operationsgebiet. Springer Medizin Verlag, 2007

Weblinks[Bearbeiten]