Postnatale Fürsorge

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Noch vor hundert Jahren lag die mittlere Lebenserwartung bei 44 bis 48 Jahren. Heute werden wir 73 bis 79 Jahre alt!

Die Säuglingssterblichkeit ist drastisch gesunken: Während vor hundert Jahren 226 von 1000 Säuglingen starben, sind es heute ca. 8 Kinder.

Verdanken können wir dies vornehmlich den vielen Hygienemaßnahmen, die von Abwasserkanalisation und Müllbeseitigung bis zu verbesserter Ernährung und Arbeitsbedingungen reichen. Auch heute bietet der Staat seinen Schutz und viele Maßnahmen zur Gesunderhaltung der kleinen Wesen an

Neugeborenes

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Vorsorgeuntersuchungen

Vorsorgeuntersuchungen im Neugeborenen- und Säuglingsalter

[Bearbeiten] U1

[Bearbeiten] U2

Neugeborenen-Basisuntersuchung, Überprüfung der bereits in U1 durchgeführten Untersuchungen. Erste Beratung der Eltern, zum Beispiel Vorbeugung gegen Rachitis.

[Bearbeiten] U3

Das Kind hat sich in den ersten Wochen rasch entwickelt und nimmt Kontakt mit seiner Umwelt auf. In diesem Alter lassen sich bereits geringere Veränderungen des Nervensystems und des Bewegungsverhaltens feststellen. Auch orthopädische Erkrankungen, die direkt nach der Geburt verborgen bleiben, sind deutlicher zu erkennen. Möglicherweise werden zusätzliche Untersuchungen (z.B. eine Ultraschall-Untersuchung der Hüften) durchgeführt.


[Bearbeiten] U4

Das Kind kann jetzt gezielt greifen, es wendet den Blick den Gegenständen zu, die es besonders interessiert, es reagiert auf kleine Geräusche und dreht Kopf und Augen in diese Richtung. Mit der Differenzierung des Bewegungsverhaltens lassen sich jetzt auch minimale Veränderungen der Koordination und des Nervensystems leichter diagnostizieren. An der Wirbelsäule können Fehlhaltungen oder Deformierungen im Sitzen beurteilt werden.

[Bearbeiten] U5

Die meisten Kinder können auf Händen und Knien krabbeln, manche ziehen sich bereits an ihrem Kinderbettchen oder an Schränken bis auf die Knie hoch. Langsam werden sich die Kinder der Verschiedenartigkeit ihrer Umwelt bewusst: Während sie das Lächeln der Mutter freundlich erwidern, "fremdeln" sie bei Unbekannten, sie fangen an zu weinen. Sie beginnen zu plappern und sprechen: "da-da, rö-rö". Die ÄrztInnen erkundigen sich nach der Vitamin-D-Prophylaxe und den Schutzimpfungen (Diphtherie-Pertussis-Tetanus; Poliomyelitis; Hämophilus influenza).



[Bearbeiten] U6

Das Hochziehen am Bett oder an einem Möbelstück ist kein Problem mehr. Die Kinder machen die ersten Schritte. Sie halten sich anfänglich noch an den Fingern der Eltern fest, aber schon bald probieren sie es allein. Der Gang wird mit der Zeit sicherer. Sie sitzen frei mit geradem Rücken und gestreckten Beinen. Das Gehör hat sich entwickelt, die Kinder reagieren nun auch auf leise Geräusche. Die Bewegungen werden kontrollierter und zielgerichteter.



[Bearbeiten] U7

Mit fast zwei Jahren haben die Kinder einen eigenen Willen und möchten "mitbestimmen". Motorisch werden sie immer geschickter, sie hüpfen, laufen auf Zehenspitzen und beginnen zu turnen. Ihre Sprache wird differenzierter, sie fangen an, von sich selbst in der Ichform zu sprechen. Manchmal lassen sich Abweichungen der Beinachsen feststellen. Leichtere O- und X-Beine oder Knickfüße bedürfen meist keiner Therapie, sollten aber beobachtet werden.


[Bearbeiten] U8

Zum Ende des vierten Lebensjahres ist die kritischste Zeit der Entwicklung des Kleinkindes überwunden. Die Kinder gehen in den Kindergarten, sind kommunikativ und motorisch sicher. Die Kontrolle des orthopädischen Befundes nimmt bei der Untersuchung breiten Raum ein (Wirbelsäulenveränderungen, X-, O-Beine). ÄrztInnen sollten dabei ihr Augenmerk auch auf die Schuhe richten und darauf achten, dass zwischen Großzehe und Schuhkappe mindestens 1cm Abstand vorhanden ist und der Schuh eine biegsame Sohle hat.



[Bearbeiten] U9

Während bei den Fünfjährigen kaum unbekannte körperliche Befunde festgestellt werden, achten ÄrztInnen besonders auf die seelische und soziale Entwicklung. Sie erkundigen sich nach Verhaltensauffälligkeiten wie eingeschränkter Blasen- und Mastdarmkontrolle, Ein- und Durch-schlafstörungen, Aggressivität oder Freudlosigkeit. Daneben spielt die Untersuchung der Sinnesorgane und Feinmotorik eine besondere Rolle.

[Bearbeiten] Impfungen

Folgende Impfungen werden durchgeführt


[Bearbeiten] Ab 3tem Lebensmonat

[Bearbeiten] Ab 13ten Lebensmonat

[Bearbeiten] ab dem 15 ten Lebensmonat


[Bearbeiten] 6.-16. Lebensjahr

Nachholen versäumter Impfungen, besonders Masern, Röteln, Mumps



[Bearbeiten] siehe auch

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