Maßnahmenplanung

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Dieser Schritt in der Pflegeplanung legt fest: Mit welchen Pflegehandlungen wollen wir das Pflegeziel erreichen?

Die Nennung bzw. Aufzählung von Pflegemaßnahmen orientiert sich an den vorangegangene Schritten Fähigkeit <-> Problem, Ziel (evtl. erst nach mehreren Teilzielen). Evtl. sind mehrere Maßnahmen zur Erreichung eines Ziels erforderlich. Evtl. gleiche Nummerierung bzw. gleiche Zeile.

Schließlich wird der Erfolg der Maßnahmen in der Evaluation/Erfolgskontrolle überprüft, um dann evtl. erneut zu planen.

Allgemeines[Bearbeiten]

  • Es wird konkret festgelegt, mit welchen Maßnahmen das festgelegte Ziel erreicht werden soll.
  • Die Maßnahmen entsprechen in ihrer Verbindlichkeit einer Dienstanweisung oder Verordnung. Sie sind für jeden Mitarbeiter verbindlich einzuhalten bzw. durchzuführen.
  • Veränderungen müssen pflegetheoretisch begründet sein und für jeden Mitarbeiter transparent sein (damit jeder was anderes macht).

Arten von Maßnahmen[Bearbeiten]

Pflegemaßnahmen können:

  • vollständig kompensatorisch (wird durch andere übernommen) sein
    • Beispiel:
      Patient wird komplett gewaschen
  • teilweise kompensatorisch sein
    • Beispiel:
      Patient wäscht Gesicht und Oberkörper allein, den Rest übernimmt die Pflegeperson
  • unterstützend wirken
    • Beispiel:
      Patient wird zur richtigen Mundpflege angeleitet

Formulierung[Bearbeiten]

  • In der Pflegemaßnahme muss immer stehen:
    wer, was, wann, wie und wie oft gemacht werden soll.
    • wer schließt die Anzahl und Qualifikation der Pflegeperson ein
    • was kann auch den Verweis auf einen Pflegestandard einschließen
    • wann schließt den Zeitpunkt ein. Sehr oft ist auch die Angabe eines ungefähren Zeitrahmens für die einmalige Durchführung sinnvoll. Der Wiederholungsrhythmus ist festzulegen.
  • Die Maßnahme muss so formuliert sein, dass genau erkennbar ist, wie die Maßnahme genau erfolgen soll.
    => soll z.B. die 30° oder 90° gelagert werden und in welchen Zeitabständen? (wenn kein Verweis auf einen Pflegestandard erfolgt)
  • Beispiel:
    • schlecht:„Dem Patient soll Heparin verabreicht werden“
      => man weiß nicht wie es verabreicht werden soll, wieviel verabreicht werden soll, wie oft usw.
    • gut: „Dem Patient werden morgens und abends jeweils um 8.00h und um 20.00h 5000 I.E. Heparin s.c. von exam. PP in den Oberschenkel injiziert.“