Pflegehilfsmittel

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Pflegebedürftige Versicherte haben gemäß § 40 SGB XI Anspruch auf die Versorgung mit Pflegehilfsmitteln in der häuslichen Pflege, wenn ihr Pflegebedarf mindestens die Pflegestufe I erreicht hat. Pflegehilfsmittel sind Sachmittel oder technische Hilfen, die im Rahmen einer häuslichen pflegerischen Versorgung dem Versicherten eine weitgehend selbstständige Lebensführung ermöglichen (Beispiel: Hausnotrufsystem), seine Pflege erleichtern (Beispiel: Pflegebett) oder seine Beschwerden lindern (Beispiel: spezielle Lagerungsrollen).

Der Versicherte leistet eine Zuzahlung bis zu 25 % (höchstens aber 25 Euro), die übrigen Kosten übernimmt die Pflegekasse, der Träger der Pflegeversicherung. Hierin besteht der Unterschied zu Hilfsmitteln, deren Kosten ganz oder teilweise von der Krankenversicherung übernommen werden. Auch zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel (wie Schutzkleidung, Händedesinfektionsmittel, Einmalhandschuhe) sind in diesem Sinne verordnungsfähig, die Kosten dafür werden aber nur bis zu einem Betrag von maximal 31 Euro pro Monat übernommen.[1] Das erklärt das Problem vieler ambulanter Pflegedienste, die unter Umständen hygienische Vorgaben teilweise nur auf eigene Kosten umsetzen können, da der tatsächlich erforderliche Bedarf die Pauschale deutlich übersteigt.

Pflegehilfsmittel sind als solche im Hilfsmittelverzeichnis gesondert aufgeführt (Produktgruppen 50 bis 54).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. SGB XI §40 Absatz 2