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Inhaltsverzeichnis

Für die Tonne[Bearbeiten]

In unsere Pflegeeinrichtung werden manchmal Patienten verlegt, bei denen im Krankenhaus ein Port eingesetzt wurde, um sie kontinuierlich z.B. über eine PCA-Pumpe mit Schmerzmitteln zu versorgen. In einigen Fällen wurde der Versorgungsauftrag schon im Vorfeld vom Krankenhaus an ein externes Unternehmen vergeben. Das ist sicher gut gemeint, schließlich wird uns dann noch am Aufnahmetag die nötige Pumpe und die passenden Cassetten mit der entsprechend dosierten Medikamentenlösung geliefert.

Doch die ohne vorherige Absprache bestellte Erstausstattung enthält noch vieles mehr, was wir in unserem Haus ohnehin vorhalten, z.B. Infusionsständer und -halterungen, steril verpackte 10-ml-Spritzen, Kanülen, Rückschlagventile, Filteraufsätze, Kompressen, etc. Die gelieferte Menge reicht mindestens für drei Monate, und ist dann noch aufwändig in verschiedenen Kartons verpackt. Das überflüssige Material und der Verpackungsmüll wird leider vom Lieferanten nicht wieder mitgenommen.
So quillt erst mal unsere Altpapiersammelstelle über, und irgendwann entsorgen wir auch das dann abgelaufene Sterilmaterial, da wir es in diesen Mengen gar nicht verbrauchen.

Das fühlt sich dann an wie Krankenkassenbeiträge-direkt-in-die-Tonne-werfen.

Zum heutigen Tag...[Bearbeiten]

An ihr sollen wir uns immer noch ein Beispiel nehmen?

...der Pflege: [1] Zwar schon über ein Jahr her, aber immer noch aktuell. Vor allem der im Interview zitierte Wunsch nach kostenlosen Leistungen „aus Nächstenliebe“. Opferbereitschaft ist eben immer noch sehr gefragt. Opfer zu sein ist dagegen nicht sehr attraktiv.

Der Tag der Pflege ist der Geburtstag von Florence Nightingale. Sie hat Ärger mit ihrer Familie bekommen, weil sie sich für die Krankenpflege entschied. Das kennen viele von uns: immer wieder Diskussionen wegen Wochenend-, Feiertags- und Nachtdiensten, vor allem aber das unplanbare Einspringen für kranke Kollegen erschwert Familienleben und soziale Kontakte. Heutige Eltern wissen, dass dankbares Patientenlächeln allein nicht für die Miete und einen gefüllten Kühlschrank reicht, und raten ihren Kindern dringend von einer Ausbildung in der Pflege ab.

Florence hat wenigstens noch ein Denkmal bekommen.

Luft-Rettung[Bearbeiten]

Ambobeutel.JPG

Die Adventszeit bringt nicht nur tolle Leucht- und Glitzerdeko mit sich, sondern auch rappelvolle Geschäfte und Einkaufspassagen. Dort halten sich gerade jetzt wieder eifrige Spendensammler auf, die für wichtige und gute Zwecke Geld einwerben möchten. Mit „‘nem Euro“, bar auf die Hand, wollen die sich aber nicht begnügen. Es soll einem gleich einen Vertrag aufgeschwatzt werden, der einen dazu verpflichtet, regelmäßig eine bestimmte Summe an die entsprechende Organisation zu überweisen. Ein solcher Vertrag soll gleich an Ort und Stelle unterschrieben werden; angeblich sei es aus rechtlichen Gründen nicht möglich, das Formular erst mal mit nach Hause zu nehmen (um dort in Ruhe zu überprüfen, ob die werbende Organisation auch eine seriöse ist).

Solch ein „Informations“-Stand war gestern beim Supermarkt meines Vertrauens aufgebaut, und Kunden wurden vorm Betreten des Ladens freundlich gefragt, ob sie kurz Zeit hätten für das wichtige Thema „Luftrettung“: Deutschland bräuchte dringend mehr Rettungshubschrauber.
Mal abgesehen davon, dass das vielleicht eine von diesen oben beschriebenen windigen Aktionen war – sollten nicht besser Spenden für mehr Boden- sprich: Pflegepersonal gesammelt werden?* Denn dem geht langsam die Luft aus.

*Schließlich benötigen die Geretteten neben ärztlicher Behandlung vor allem Pflege; manche sogar lebenslang.

Rückenprävention bevor die Pflegekraft zum Pflegefall wird[Bearbeiten]

" Der Anteil an pflegebedürftigen Deutschen im hohen Alter nimmt kontinuierlich zu. Gleichzeitig steigt der Anteil an Pflegekräften, die starken Belastungen ausgesetzt sind - Stress, geringe Entlohnung und körperlich schwere Arbeit." Weiterlesen: [2] Hier gibt es die Möglichkeit zur Diskussiom unter Kolleginnen und Kollegen. Warum ist die Pflege stumm? Was tun unsere Berufsverbände? Ist Pflege überhaupt noch attraktiv?

Intensivpflegekräfte schlagen Alarm[Bearbeiten]

„Unter den Intensivpflegekräften der Berliner Charité rumort es. So gingen im Klinikpersonalrat im Februar 2015 eine hohe Zahl an Überlastungsanzeigen von Mitarbeitern der Intensivstation am Charité Campus Benjamin Franklin (CBF) – das frühere Klinikum Steglitz – ein. Bereits im Januar dieses Jahres prangerten 547 Intensivpflegekräfte der Charité in einer Resolution die schlechten Arbeitsbedingungen an.“ Weiterlesen… [3]

Es geht im Grunde um die Qualitätssicherung in der direkten Patientenbetreuung, die gerade auch den Pflegekräften "am Herzen liegt". Ja, in der Marktwirtschaft ist die Kosteneffizienz "heilig". Sie würde zum Teufelswerk, wenn Patienten darunter leiden müssten! Eventuell wäre es sinvoll an anderer Stelle "umzuschichten", ohne die direkte Patientenversorgung zu gefährden. Zumal im Geschäftsjahr 2013 ein Plus von ca 7 Millionen gemacht wurde.

Boys’Day[Bearbeiten]

Unser ehemalige Mitstreiter G.P. schreibt: "Einmal im Jahr gibt's den Boys’Day. Dieser Zukunftstag für Jungs hilft, für die Zukunft nicht nur an Berufe mit Sport, Schraubenschlüsseln oder Schlipsen zu denken - viele Arbeitgeber aus der Sozialwirtschaft laden Jungs zu einem Schnuppertag ein." Weiterlesen: [4] (K)

Gesundheitskongress des Westens[Bearbeiten]

Muss gute Qualität teuer sein? Was nutzt ein Qualitätsinstitut? Ja, es geht auf dem Gesundheitskongress des Westens am 25. und 26. März in Köln vor allem um Qualität – aber auch um Themen wie betriebliches Gesundheitsmanagement, die Digitalisierung der Gesundheitsbranche, Personalführung und -management. Ein Interview mit Veranstalterin Ingrid Völker. Mehr dazu… [5]

Neujahrswunsch[Bearbeiten]

Allen aktiven Artikelschreibern (w/m) ein frohes und gesundes Neues Jahr und ein DANKESCHÖN für die bisherige Mitarbeit. Viel Glück und Freude in 2015 und auch etwas Zeit für Pflegewiki, denn unser Projekt lebt vom Mitmachern. (K)

Erste Pflegekammer[Bearbeiten]

Zitat: "Alle Landtagsfraktionen haben in Rheinland-Pfalz das neue Heilberufsgesetz verabschiedet und damit den Weg frei gemacht für die erste Pflegekammer in einem Bundesland. Das ist ein historischer Schritt, auf den die Pflegenden lange gewartet haben und der die Berufsgruppe enorm weiterbringt. Mit der Kammer wird die Institution geschaffen, die das Wissen und Können der Pflegenden gleichberechtigt mit den anderen Professionen im Gesundheitswesen einbringt.“ Weiterlesen [6]

Pflegereform – Das bedeutet sie für Deutschland[Bearbeiten]

„Mit zwei Gesetzespaketen will die Bundesregierung die Pflegeversicherung in Deutschland neu aufstellen. Der Bundestag hat nun mit den Stimmen der großen Koalition die erste Stufe dieser umfangreichen Pflegereform verabschiedet: Pflegebedürftige sollen höhere Leistungen, Angehörige mehr Entlastung bekommen. Das klingt gut. Doch Opposition und Sozialverbände üben deutliche Kritiko. Weiterlesen: [7]

Gib den Alten Zucker?[Bearbeiten]

Mit Zucker altert es sich angeblich besser. " Viele Erkrankungen korrelieren mit zuckerreicher Ernährung. Dabei verbessern große Zuckermengen mit zunehmendem Alter den Gesundheitszustand und verlängern das Leben, zumindest im Tierversuch. Ein Vorbild für ältere Menschen?" Weiterlesen: [8]

Pflege-Thermometer 2014[Bearbeiten]

Zitat: "Mit dem Pflege Thermometer 2014 konnte auf einer breiten Datenbasis von 1.844 Stationen in Deutschland eine Übersicht über die Versorgung von Menschen mit einer Demenz und/oder mit einem Delir hergestellt werden. Obwohl die Daten nicht als repräsentativ vor dem Hintergrund der Verteilung der Stationen im Bundesgebiet zu betrachten sind, geben sie wichtige Hinweise bezüglich der gestellten Fragen. Eine bundesweite Befragung von leitenden Pflegekräften zur Pflege und Patientenversorgung von Menschen mit Demenz im Krankenhaus:

Aussgen:

  • Zahl betreuter Menschen mit Demenz im Krankenhaus steigt.
  • Krankenhäuser bislang konzeptionell unzureichend vorbereitet
  • Strukturelle und finanzielle Barrieren dominieren
  • Personalausstattung in der Pflege nicht angemessen
  • Probleme in der pflegerischen Versorgungsqualität
  • Einbezug von Angehörigen erwünscht, aber nur begrenzt möglich." Weiterlesen: [9]

Erkältungen: Geduld statt Antibiotika[Bearbeiten]

"Die Forsa-Umfrage der DAK-Gesundheit spiegelt die hohe Erwartungshaltung vieler Patienten an ihre Ärzte. Das wird vor allem beim Thema Erkältungen deutlich. Erkältungen oder grippale Infekte werden durch Viren hervorgerufen. Die Umfrage zeigt aber, dass drei Viertel der Befragten ein Antibiotikum wünschen, wenn ihre Beschwerden nicht von selbst besser werden." Weiterlesen… [10] Aufklärung und Beratung sind dringend nötig. Oft vertrauen Patienten ihren direkten Partnern (Schwester und Pfleger) mehr als der Blitzviste. Wir sollten die Chance nutzen, denn Prophylaxe ist immer besser als Therapie! Schon zur Grippeschutzimpfung gewesen? (K)

Deutschland verschläft die Modernisierung der professionellen Pflege[Bearbeiten]

In der Eröffnungsveranstaltung des ersten Deutschen Pflegetags 2014 in Berlin wies Professor Frank Weidner darauf hin, dass sich Deutschland mit der „ Modernisierung der professionellen Pflege besonders schwer tut.“ Die Folgen: Fachkräftemangel!

Die öffentlichen Investitionen in die Pflege seien, im Vergleich zu anderen Ländern, deutlich geringer. Die Arbeitsbedingungen daher „vergleichsweise schlecht.“ und die Vergütungen zu gering. Weidner: „Mit jeder Pflegereform, die wir in den vergangenen Jahren erleben durften, hat sich die berufliche Situation für die Pflege eher verschlechtert“. Quelle: [11].

Weidner weist seit Jahren auf Problemstellungen in der Pflege hin, bisher leider auch erfolglos. Eine Entwicklung die so nicht hingenommem werden sollte. Eines Tages sind wir alle dran! Wann wird in diesem Lande endlich soziales Angagement entsprechend honoriert? Gewinnmaximierung und Kosteneffizienz sind hier die falschen Strategien, es geht um Menschenwürde! --Kurt (Diskussion) 10:53, 5. Nov. 2014 (CET)

Alter - Sucht - Pflege[Bearbeiten]

Umfassende Plattform zur Unterstützung der Fachkräfte in Sucht- und Altenhilfe jetzt online

„Greifen ältere Menschen zu oft zu Medikamenten oder Alkohol, wird das von ihrem Umfeld häufig erst spät oder gar nicht bemerkt. Werden die Suchtprobleme augenfällig, fehlt es in Einrichtungen der Altenhilfe oft an Praxis erprobten Handlungsempfehlungen.Auch in Einrichtungen der Suchthilfe sind Konzepte zur Behandlung dieser Zielgruppe noch wenig verbreitet. Unterstützung der Fachkräfte verspricht jetzt eine neue Plattform im Internet.“ Weiterlesen… http://www.patientenbeauftragter.de/

Attraktivitätssteigerungsgesetz[Bearbeiten]

Für die Bundeswehr soll jetzt ein "Attraktivitätssteigerungsgesetz " auf den Weg gebracht werden, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Es soll für bessere Bezahlung, höhere Rentenanwartschaften, bessere Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen, bessere Aufstiegsmöglichkeiten und für Vereinbarkeit von Familie und Beruf sorgen. Auch die Pflege klagt über Fachkräftemangel - ein Zukunftsthema! Die niedrigen Löhne und die Arbeitsbedingungen sind hier ebenfalls abschreckend. Brauchen wir nicht ebenso dringend oder sogar noch dringender ein solches Gesetz für die Pflege? --Würfel (Diskussion) 19:26, 29. Okt. 2014 (CET)

1. Die Bundeswehr kann ja nicht einfach, wie im Gesundheitswesen und anderen Branchen üblich, ausländische Arbeitskräfte importieren. 2. Die Gesellschaft möchte scheinbar lieber ein attraktives Sterbehilfegesetz. --Birgit (Diskussion) 23:02, 29. Okt. 2014 (CET)

Ein Signal für die Pflegenden[Bearbeiten]

Gerechtigkeit in der Pflege:

Der Bundestag hat am 17. Oktober 2014 das erste Pflegestärkungsgesetz beschlossen (Fünften Gesetzes zur Änderung des Elften Buches Sozialgesetzbuch - Leistungsausweitung für Pflegebedürftige, Pflegevorsorgefonds (Fünftes SGB XI-Änderungsgesetz - 5. SGB XI-ÄndG). Es soll am 1. Januar 2015 in Kraft treten. Das Versprechen dabei: „ Weitere Maßnahmen und Gesetzesinitiativem werden folgen.“ Unter anderem soll durch ein Zweites Pflegestärkungsgesetz - voraussichtlich 2017 - ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff eingeführt werden.

Das erste Pflegestärkungsgesetz führt zu Leistungsverbesserungen der Pflegeversicherung, deren Beitrag um 0,3 Beitragssatzpunkte leicht angehoben wird. Gleichzeitig werden die Leistungen neu ausgerichtet und gerechter zugeordnet. Geplant ist noch die Schaffung eines Rechtsanspruchs für Angehörige auf eine Entgeltersatzleistung während der Pflegezeit betont.

Begleitet wird das Vorhaben durch die Entbürokratisierung der Pflegedokumentation. Das neue Gesetz ist ein Signal vor allem für Demenzkranke und deren Familien. Das Versprechen Laumanns:“ Wir wollen das kleinteilige Kästchendenken in der Pflege beenden und statt dessen einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen, steht im Raum. Pflegende und Angehörige sollten es einfordern, denn Papier ist geduldig! --Kurt (Diskussion) 11:34, 29. Okt. 2014 (CET)

Pflegenoten in die Tonne[Bearbeiten]

„Karl-Josef Laumann ist für offene Worte bekannt. In Frankfurt sprach der Patientenbeauftragte der Bundesregierung über Reformen in der Pflegeversicherung. Er engagiert sich für weniger Bürokratie und will deshalb die Pflegenoten radikal anders vergeben sehen.“ Weiterlesen: [12] Mensch Leute, unterstützt endlich jene, die etwas verändern möchten!! Hier gäbe es die Möglichkeit dazu!!

Ob Laumann tatsächlich diese Wort gewählt hat, geht aus der Pressemitteilung des Frankfurter Forums für Altenpflege, auf deren Veranstaltung diese Worte angeblich gefallen sein sollen, nicht eindeutig hervor.--Schwarz (Diskussion) 20:55, 29. Sep. 2014 (CEST)

TK-Pflegestudie 2014[Bearbeiten]

Dass die Pflege eines Angehörigen kräftezehrend ist und die Gesundheit der Pflegenden gefährdet, ist bekannt und äußerst problematisch. Eine neue Studie bestätigt: „ Je höher die Pflegestufe, desto größer die Belastung der pflegenden Angehörigen.“ Die Aussage: Pflege von Angehörigen ist künftig in diesem Umfang nicht mehr leistbar und die Schwiegertochter als Pflegezentrum ist ein Auslaufmodell."

Daher sollen zahlreiche Verbesserungen im Bereich der häuslichen Pflege pflegende Angehörige ab 2015 entlasten. Die Grundlage bildet das erste Pflegestärkungsgesetz: Im Zuge dessen wird ein Pflegevorsorgefonds eingerichtet. Der Beitragssatz wird 2015 um 0,3 Prozentpunkte und 2017 un nochmals um 0,2 Prozentpunkte steigen. Die bisherige Unterscheidung zwischen Pflegebedürftigen mit körperlichen Einschränkungen und Demenzkranken entfällt dann. Weiterlesen ...[13] (K)

Ausgeschlafen[Bearbeiten]

„Drei Jahre lang erprobten drei Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz neue Wege in der Pflege. Das Stichwort hieß „Delegation“. Das Ergebnis: sinkende Verweildauern bei den Patienten, deutlich geringerer Krankenstand beim Personal und ein Rückgang bei den Fallkosten. Zwei der drei Krankenhäuser erprobten in diesem Modellprojekt die Delegation von ärztlichen Aufgaben an Pflegekräfte, etwa beim Blutzuckermanagement oder der Gabe von Schmerzmitteln.“ (Quelle: 11.08.2014 | Pflege im Krankenhaus, Abschlussbericht zu Modellvorhaben in rheinland-pfälzischen Krankenhäusern.)

Der Schnee von gestern! In großen Kliniken, vorwiegend Konzernklinken, ist dies Verfahrensweise seit Jahren Standard. Man sollte mal öfter über den eigenen Tellerand schauen! (K)

Gesundheitsfachkräfte für alle?[Bearbeiten]

"Wir sind der Überzeugung, dass jeder Mensch Zugang zu Gesundheitsfachkräften haben sollte, wo und wann immer der Bedarf besteht." Mit diesem Satz beginnt der Appell einer europäischen Initiative, die Gesundheitsfachkräfte für alle fordert. Es gibt nicht nur in Deutschland, sondern in fast jedem Land der Welt zu wenige Pflegeprofis. Es werden in Vietnam, China oder Bosnien-Herzegowina qualifizierte Pflegekräfte für Deutschland, England oder Schweden abgeworben. Weiterlesen… [14] Reden, reden usw. Es wäre ganz einfach: Bezahlt die deutschen Pflegefachkräfte gut und macht sie nicht zum " Mädchen für alles !!! "

Gesundheitsfachkräfte? Siehe hierzu: Unworte – mit bestem Gruß von der Frau für vieles (aber nicht alles) und Krankenschwester Birgit (Diskussion) 21:34, 16. Aug. 2014 (CEST)
Gut gebrüllt, Löwe! Verzeihung, Löwin natürlich! --Kurt (Diskussion) 10:21, 17. Aug. 2014 (CEST)

Übung macht den Meister[Bearbeiten]

Bloggen macht schlau:

  • EKG-Basics: Hier bekommen Sie alle Grundlagen vermittelt, die Sie zum Verständnis des EKG brauchen
  • EKG-Specials: Hier finden Sie spezielle Themen wie Herzinfarkt und Rhythmusstörungen. Und hier geht’s lang: http://www.grundkurs-ekg.de/

Smartphone-Nacken[Bearbeiten]

Die typische, nach vorne über das Smartphone gebeugte Haltung gehört zur Jugend. Man hat sich schon daran gewöhnt. SMS, What Apps und Emails sind eben "geil". So kommt die smartphone-Generation schon früh, in den Genuss der Nackenschmerzen. Nicht nur die, denn auch die Maushand und der SMS-Daumen der Alten tut weh. Also, so unterschiedlich sind wir gar nicht!

Kategorie:Kommunizieren[Bearbeiten]

Hallo Leute, hab mal die "Kategorie:Kommunizieren" ins Leben gerufen. Damit hat dieser Blog eine "Heimat". Blos, wenn sich nicht bald mehr Kolleginnen und Kollegen beteiligen, bleibt auch das wieder eine "Luftnummer".

Zeiträuber Pflegedokumentation[Bearbeiten]

Es gilt das geschriebene Wort, die Folge: sinnlose und überbordende Pflegedokumentation. Sehr zur Freude der Pflegebürokraten. Nun soll es (hoffentlich bald) anders werden. „Die Pflegedokumentation in ambulanten und stationären Einrichtungen wird endlich schlanker. Künftig sollen statt bislang 30 Formularen nur noch 10 zum Einsatz kommen. Die Vertragsparteien in der Pflege haben sich geeinigt und das Modellprojekt des Bundesgesundheitsministeriums kann jetzt flächendeckend umgesetzt werden. Weiterlesen… [15] Meine Forderung: Papiertiger ans Krankenbett!

"Die Worte hör ich wohl, allein, mir fehlt der Glaube"! Eigentlich müssten sich jetzt die ganzen Pflegepraktiker positionieren und die Umsetzung fordern. "Herummosern" allein, bringt nichts! Und was gechieht? NICHTS! Ein Kardinalsymptom unserer Berufsgruppe - LEIDER!

Pflege wird unbezahlbar![Bearbeiten]

Die Pflege von Menschen mit Demenz in Heimen in Deutschland ist doppelt so teuer wie zu Hause: Gesundheitsökonomen haben den Pflegeaufwand für Demenzpatienten in acht europäischen Ländern verglichen. Demnach ist deren Pflege im Durchschnitt in einem Heim nahezu doppelt so teuer wie die Pflege zu Hause. 4.491 Euro kostet im Durchschnitt der Länder die Pflege in stationären Einrichtungen der Langzeitpflege gegenüber 2.491 Euro, wenn die Demenzpatienten von Angehörigen und professionellen Pflegekräften versorgt werden. Also ab in die Häusliche Pflege, sie ist billiger - egal ob sie zu leisten ist, oder nicht? In Tschechien zahlen die Damen und Herren die Hälfte! Armes Deutschland! Es graust einem davor, in diesem Lande alt zu werden. Also: Husch in die Urne! [16].

Warum denn gleich in die Urne. Tschechien ist nicht weit und die Pflege dort ist nicht schlechter - im Gegenteil. Eine bekannte Familie hatte ihre Mutter dort. Mutter und Tochter waren begeistert und konnten die Zahlungen gemeinsam aufbringen. Manchmal genügt schon der Blick über den eigenen "Gartenzaun". Der Markt machts möglich!

Überraschend[Bearbeiten]

Keine Seltenheit, alt bekannt und immer wieder überraschend? "Wer unter chronischen Schmerzen leidet hat davon gehört: Fentanyl. Dieses Medikament wird bei stärksten, anhaltenden Schmerzen verwendet. Die Pharmaindustrie 'verbaut' Wirkstoff meist in speziellen Pflastern, die auf die Haut geklebt werden. Immer mal wieder wird berichtet, dass sich solche Pflaster ablösen und - selten - in Kinderhände oder auf Kinderhaut gelangen. Dann können die Folgen schwerwiegend sein." Weiterlesen: [17]

Pflegekunst[Bearbeiten]

Florence Nightingale: „ Krankenpflege ist keine Ferienarbeit. Sie ist eine Kunst und fordert, wenn sie zur Kunst werden soll, eine ebenso große Hingabe, eine ebenso große Vorbereitung wie das Werk eines Malers oder Bildhauers.“

104 Jahre später ist Pflege eine Dienstleistung, auf die der Kunde einen Anspruch hat, eine Dienstleistung die vom Teamwork im Krankenhaus lebt, ein eigenständiger Beruf mit eigener Aus- Fort- und Weiterbildung bis hin zum Hochschulabschluss. Pflege ist in der Marktwirtschaft zwangsläufig angekommen und unterliegt den Gesetzen des Marktes.

2014 wird der Begriff „Pflegekunst“ wieder bemüht, mit ganz anderem Hintergrund: In der Altenarbeit der Zukunft sind künstlerische Aktivitäten und kulturelle Teilhabe Demenzkranker obligat. So könnte man "Pflegekunst" auch verstehen. Mehr dazu - [18]

PreisWert[Bearbeiten]

An sich bin ich technologiefreundlich eingestellt (siehe unter Knopf-Druck). Vieles, was mir den Alltag bequemer (die Sitzheizung im Auto), leichter (der Patientenlifter) oder bunter macht (das Gerät, an dem ich gerade sitze), möchte ich nicht mehr missen. Dennoch blicke ich ein wenig skeptisch auf die neuen Entwicklungen, die die Pflege entlasten (= ersetzen) sollen. Sie sind notwendig geworden, weil es – nicht erst in ferner Zukunft – zu wenig Pflege(fach)personal gibt. Da sind schon ein paar wirklich sinnvolle und durchdachte Produktsysteme dabei, so wie der "intelligente Fußboden".
Ganz billig ist sowas natürlich nicht, aber welchen Spruch hört man in diesem Zusammenhang immer wieder? Richtig: "Was nichts kostet, ist auch nichts wert."

Dumm nur, dass auch die ausgefeiltesten technischen Innovationen am Ende immer darauf hinauslaufen, dass menschliche Hilfe kommt, wenn der Notfall eingetreten ist; oder auch "nur" ein Techniker gebraucht wird, der das System reparieren muss (und solche Techniker sind womöglich auch nicht im Überfluss vorhanden, wenn so ein System, wie üblich am Freitagabend, ausfällt). Die Politik appelliert daher an das nachbarschaftliche und ehrenamtliche (= kostenlose) Engagement der Bürger, die dann einspringen und die – trotz aller Technik immer noch notwendigen – Tätigkeiten übernehmen sollen. Und wenn dann doch noch Pflege sein muss, dann soll sie aber bitte bezahlbar (= billig) sein.

Wie war noch gleich der Spruch?

Die WM steht an, dazu werden wieder viele einen neuen Fernseher (keinen billigen) anschaffen. Die nächste Smartphone- oder Sonstwas-Generation wird trotz hohem Preis schnell ihre Käufer finden. Riesige Geländewagen finden ihre Abnehmer unter Leuten, die vor allem im Großstadtdschungel das Gesetz des Stärkeren durchzusetzen bemüht sind und sich von den Benzinpreisen in keinster Weise beeindrucken lassen, schon gar nicht von irgendwelchen Spaßverderber-Umweltfragen.

Technik begeistert eben. Pflege kann damit nun mal nicht konkurrieren. (BB 21. Mai 2014)


Durchhalten[Bearbeiten]

Mein schon weiter unten erwähnter alter Kombi, an dem ich sehr hänge, hat vor kurzem die 300.000-Kilometer-Marke überschritten.
(An dieser Stelle sollte eigentlich das Beweisfoto der Kilometerstandsanzeige erscheinen, es gibt aber Probleme mit dem Hochladen der Datei.)
Inzwischen geht er auf Kurzstrecken zwar manchmal einfach aus, wenn ich aber etwa zehn Kilometer am Stück mindestens 80 km/h fahren kann/darf, passiert das nicht. Deutsches Fabrikat, was wohl eine gewisse Qualität mit einschließt. Damit habe ich jetzt die (zugegeben, eine etwas holperige) Überleitung zum eigentlichen Thema, denn ein Heiner-Geißler-Zitat auf dieser Seite, die eine Aktionsankündigung enthält, erwähnt die Fähigkeiten des deutschen Maschinenbaus und fragt nach dem Stellenwert der Pflege.
Antwort: Bei guter Pflege hält auch eine Maschine lange durch – wenn keine Sollbruchstelle eingebaut wurde. Leider enthält das Gesundheitssystem mittlerweile so manche Sollbruchstelle, deswegen halten Pflegende nicht mehr lange durch. Dem Aufruf zur Demo werde ich nach Möglichkeit nachkommen. Selbst wenn mein Kombi bis dahin endgültig stillstehen sollte, gibt's ja noch die Bahn, die direkt zum Ort des Geschehens fährt. (BB 24. April 2014)

Info: CareDate 2014[Bearbeiten]

Wer den Themen des CareDate noch einmal nachspüren möchte: Die Zusammenfassung der Vorträge gibt es hier: [19]

Eine kleine Auswahl der Themen:

Schluss mit den Pflegenoten / Schmerzhafte Schnittstellen / Wir sollten mal miteinander reden / Achtsam und zugewandt / Hydration oder Dehydration? / Lebensqualität bis zuletzt – Pflegeplanung in der Palliativpflege / Priorisierung in der Pflege / Transparenz von Pflegequalität / Skill mix in der Pflege / Kernelemente einer demenzsensiblen Versorgung im Krankenhaus und mehr ...

Ausbildungsreform[Bearbeiten]

Der Patienten- und Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), möchte mit einer Reform der Pflegeausbildung dem Fachkräftemangel entgegenwirken.

Er glaube, die "Attraktivität des Pflegeberufs steigern" zu können, indem "auf eine generalistische Ausbildung" umgestellt wird, sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Es gäbe dann nicht mehr die Dreiteilung Kinderpflege, Krankenpflege und Altenpflege, sondern eine gemeinsame Ausbildung für alle", sagte der CDU-Politiker. Im Anschluss könnten die Pflegekräfte ihren Beruf "flexibler an verschiedenen Orten, im Krankenhaus oder auch im Pflegeheim ausüben".

Laumann forderte zudem einen leichteren Zugang zum Medizinstudium. "Wenn zum Beispiel jemand eine Ausbildung im Pflegebereich gemacht hat, sollte man dies auch anerkennen, wenn er danach Medizin studieren will." Es sei nicht gut, "für das Medizinstudium vorwiegend den Numerus clausus als Auswahlkriterium zu nehmen". Quelle: [20] Sag deine Meinung dazu und klick ganz einfach auf "Bearbeiten".

Schon 2008 gab es die Forderung: "Der Gesetzgeber sollte eine Reform der Pflegeausbildung auf den Weg bringen mit dem Ziel der Verschmelzung von Altenpflegeausbildung einerseits und Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung und Gesundheits- und Kinderkrankenpflegeausbildung andererseits. Angestrebt werden sollte eine Pflegeausbildung, die im theoretischen Teil weitestgehend integriert ist und im praktischen Teil Schwerpunkte ::entsprechend einem angestrebten Arbeitsfeld vorsieht (Integration mit generalistischer Ausrichtung)." (Quelle: dip (2008): Pflegeausbildung in Bewegung. Schlussbericht der wissenschaft-lichen Begleitung. S.210).
Typisch: In 2014 reden wir wieder über das Thema - geschehen ist nichts! Soviel zur Akzeptanz und zum Stellenwert der Pflege in diesem Lande. Dabei sind wir aber in guter Gesellschaft, denn schon Goethe kannte diese Schwafelei, als er grimmig bemerkte: "Der Worte sind genug gewechselt, Laßt mich auch endlich Taten sehn!".

Unhygienisch. Ungesund.[Bearbeiten]

„Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) schreibt, das Jahr für Jahr zehntausende Menschen sterben, weil sie im Krankenhaus infiziert werden. Ein Teil des Problems sei, dass die Hauswirtschaft vernachlässigt und - selbst auf Intensivstationen - zu wenig geputzt werde." Quelle: Pflegedtufe.info:[21]. Kaum zu glauben, oder, wird das in Deutschland ganz einfach so hingenommen?

Ein Textausschnitt: "Immer wieder schneiden deutsche Krankenhäuser im europäischen Vergleich, vor allem mit den Niederlanden, in Bezug auf Klinikinfektionen schlecht ab. Dafür gibt es viele Gründe. Zu den wesentlichen gehört, dass die Niederlande für die Bemessung von Pflegefachpersonal pro Patient einen deutlich günstigeren Schlüssel anwenden. Zudem werden dort infektiös erkrankte Patienten räumlich und auch personell konsequent isoliert, um das Übertragungsrisiko zu minimieren. Von einer solchen 1:1-Betreuung sind wir in deutschen Krankenhäusern weit entfernt."

Wenn Patienten Schaden nehmen, müsste doch eigentlich „Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH)" einschreiten und solche Häuser schließen? --Emiliano (Diskussion) 16:51, 7. Apr. 2014 (CEST)

Stattdessen werden neue Gesetze, Vorschriften und Empfehlungen verfasst. Das ist billiger als mehr Personal und erregt längst nicht so viel Aufsehen wie eine Klinikschließung. Wenn es bisher im Einzelfall öffentlich wurde, ist einfach jemand gefeuert worden (wie 2011 in Bremen). Was das nützen soll, will sich mir nicht erschließen. --Birgit (Diskussion) 18:48, 14. Apr. 2014 (CEST)

Der Patient als Ware?[Bearbeiten]

Was so harmlos klingt, könnte den Klinikmarkt in den nächsten Jahren kräftig durchschütteln. Helios, Rhön und Asklepios wollen gemeinsam umsetzen, wovon Rhön-Gründer Eugen Münch schon lange träumt: ein bundesweites flächendeckendes Kliniknetz, das durch indikationsgerechte Zuweisung, Zentralisierung der medizinischen Kompetenzen und die elektronische Patientenakte einen entscheidenden Sprung in der Qualität und Wirtschaftlichkeit schafft. Die Basis des Netzwerks soll neben einer Mitgliedschaft bei der Initiative Qualitätsmedizin (IQM) die Helios-Plus-Card bilden. Die teilnehmenden Krankenhäuser werden ihren Mitarbeitern diese private Zusatzversicherung anbieten. mehr ... [22] "Warm anziehen", kann man da nur sagen... Die Großen fressen die Kleinen, es soll finanziell günstiger sein, Arbeitsplatz am Wohnort fraglich? Vorteile des Öffentlichen Dienstes ade! Gewinnmaximierung garantiert! Lesenswert sind auch die Kommentare im Artikelanhang.

  • Eugen Münch: "Die Kunden beziehungsweise die Patienten werden entscheiden, ob sie in dem Netzwerk bleiben oder es wieder verlassen, weil’s nichts taugt. Die Leute werden mit den Füßen abstimmen. Und so ist es auch am besten." Also: "Holzauge sei wachsam"!
  • Rhön-Gründer und -Großaktionär Eugen Münch will bei Rhön-Klinikum auch nach dem Verkauf des Großteils der Kliniken an Fresenius die Zügel nicht aus der Hand geben, erklärt er im Wallstreet Journal.
  • Was wird in der Pflege bei "Rhöns" anders? Klick hier: Essay:Pflege neu denken?, Diversity Management, Essay:Kundenorientierung – Was will sie?
  • Der Patient als Kunde, die Medizin als Ware und der Arzt als Unternehmer – Lösungsweg aus ökonomischen Zwängen oder ethische Horrorvision? Klick hier: [23]
  • Kommentiert: 26.03.2014 14:21:17 von Wengermann:
  • "Was kann denn die Politik da machen? Mit der Einführung der DRGs gab es Verlierer und Gewinner. Und die Verlierer mussten und müssen sich überlegen, ob und wie sie am Markt überleben wollen. Es wurde von der Politik in Kauf genommen, dass einige Krankenhäuser dabei geschlossen, verkleinert oder im "besten Fall" privatisiert werden. Für die Trägervielfalt kein positiver Beitrag. In manchen Ballungsräumen mag es gut sein, wenn das ein oder andere Krankenhaus schließt, aber in der Fläche und auf dem Land sieht man unter dem Aspekt der demographischen Entwicklung jetzt immer mehr die Risiken. Was fehlt ist eine klare Aussage der Politik zur Daseinsfürsorge oder -vorsoge. Oder neue Ideen und Konzepte."[24]
  • "Nicht die ideologische Frage, ob Patienten Kunden oder Ärzte Unternehmer sein sollen, muss uns vorrangig bewegen, sondern vielmehr die Herausforderung, wie unser Gesundheitswesen in Zukunft noch so organisiert werden kann, dass alle kranken Menschen in jedem Lebensalter eine optimale ärztliche Behandlung erhalten, die ihre Würde zu wahren weiß und die sie nicht als pauschalierte „Fälle“ zu bloßen Objekten betriebswirtschaftlicher Gewinnmaximierung degradiert." Das kann auch ich unterschreiben: --Kurt (Diskussion) 14:26, 3. Apr. 2014 (CEST)

Männerpflege[Bearbeiten]

Männer pflegen Autos, oder Werkzeuge, oder den Garten - so das Vorurteil und das Credo einiger (weniger) Damen. Viele Männer versorgen selbstverständlich Babys, übernehmen wichtige Aufgaben im Haushalt und kümmern sich um kranke Angehörige. In den Klassen der Pflegeschulen sitzen inzwischen ganz selbstverständlich Männer - oft mehr als 10 Prozent. Pflegebedürftige benötigen, um selbstbestimmt leben zu können, nicht nur Unterstützung beim Waschen, Besorgungen, Renovierungsarbeiten, Kontakte mit Gesundheitsprofis oder Ämtern, Bankgeschäfte, Handwerkern usw. denn auch diese Hilfen gehören zur Pflege und werden anstandslos von Männern übernommen. Besonders gerne tummeln sich „Kerle“ in den Fachgebieten Anästhesie, Intensivpflege, im Operationssaal, der Notaufnahme und im Rettungsdienst. Hier locken die täglichen Herausforderungen, die Weiterbildungsmöglichkeiten und die damit verbundene bessere Bezahlung. Die Familie beklagt nicht selten (und auch nicht grundlos) die Abwesenheit des Vaters - und das nicht unbegründet. Wenn dann "Muttern" auch noch in der Gesundheits- und Krankenpflege bzw.im Intensivbereich arbeitet, wird es kompliziert. "Hut ab" vor den Damen und Herren, die sich dieser Herausforderung täglich stellen! Sollte mich die Demenz erwischen, möchte ich in das "Haus der Pflege und der Hilfe" Baan Tschuai duu lää. Denn, täglich drei liebevolle Schwesten um mich zu haben - das wärs doch! Blos, wer bezahlt mir das? Vorerst mache ich mir heute mal die Wärmflasche heiß... (siehe unten). (K)

Pflegestudium[Bearbeiten]

Im Bereich Gesundheit und Pflege machen Pflegehochschulen Fortschritte. Die gegenwärtige Akademisierung der Gesundheitsfachberufe findet "überregional Beachtung" - wird aber nicht unkritisch gesehen: Pflege studieren, wenn eigentlich nur „Arschwischen“ gedacht wird?

Ein Trugschluss? Vorurteile und altes Denken? Mehr als das! Fraglich bleibt allerdings, ob man mit solchen Studienangeboten den Fachkräftemangel in der Pflegepraxis (also am Patientenbett) wirkungsvoll bekämpfen kann?

Die „Hochgeschulten“ verschwinden in der Pflegebürokratie. Die Pflegepraxis (und damit der Patient) profitiert in der Regel nicht davon, denn in diesem System nehmen Dokumentationsaufgaben und Qualitätssicherungspflichten zu – „wer schreibt der bleibt“, um ein altes Sprichwort zu bemühen. Leider ja! Hauptsache es wurde dokumentiert – dann ist man unangreifbar. Wird nicht dokumentiert, wird’s problematisch, für die Pflegekraft und die Patienten! Wie umfangreich Pflege wirklich ist und wie viele alles für ihre Patienten tun, erfährt man auf der Seiten Pflegeportale und Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V..

Ahoi[Bearbeiten]

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Eine ehemalige Kollegin hat im vergangenen Jahr als Schiffskrankenschwester (oder SchiffsGuKP?) auf einem Kreuzfahrer angeheuert und schippert nun über die zahlreichen Weltmeere. In ihrem Blog ist zu lesen, dass auch sie richtig schaffen muss, gemeinsam mit einem fleißigen Team und den dazugehörigen Schwierigkeiten und Ärgernissen, aber auch 'ner Menge Spaß. Selbst stressige Probealarme und Prüfungen finden statt, zwar nicht vom MDK, dem Gesundheitsamt oder dem Qualitäts-Audit, aber von den jeweiligen Behörden des Landes, in dessen Gewässern sich der Luxuspott gerade befindet. Mit dem – meiner Meinung nach – entscheidenden Unterschied, dass dabei die Sonne warm vom Himmel scheint.
Es sei ihr gegönnt.

Und ich mache mir mal wieder die Wärmflasche heiß (siehe noch weiter unten). (BB 11. Februar 2014)

Und schon kam es wieder das große Gefühl: "nach überstandenem Dienst ins eigene Bett zu krabbeln"? (K)
Ein bekanntes Problen, welches schon von Eugen Roth beschrieben wurde:
Ein Mensch möchte sich im Bette strecken, doch hindern ihn die zu kurzen Decken.
Es friert zuerst ihn an den Füßen, Abhilfe muß die Schulter büßen.
Er rollt nach rechts und meint, nun gings, doch kommt die Kälte prompt von links.
Er rollt nach links herum, jedoch ensteht dadurch von rechts ein Loch.
Indem der Mensch nun dies bedenkt, hat Schlaf sich mild auf ihn gesenkt.
Und schlummernd ist es ihm geglückt: Er hat sich warm zurechtgerückt.
Natur vollbringt oft wunderbar, was eigentlich nicht möglich war. (K)

Viele bunte Smarts ...[Bearbeiten]

oder: "Wir bilden aus ..."

Bunt? Na ja. Buntfarben-metallic-lackiert, so rollten die vielen kleinen Flitzer des Pflegedienstes Schreier & Partner (Name geändert) mit ihrer sehr speziellen Außenwerbung eines Ausbildungsangebots eine Zeitlang durch die Stadt.

Gut zu wissen, dass der demente Hochbetagte mit Nachdruck das mehr als Zweieinhalbfache der Höchstdosis eines verschreibungspflichtigen Schlafmittels erfolgreich einfordern durfte. Die Folgekosten für die Allgemeinheit mag sich wer will ausmalen. Versuch des sozialverträglichen Ablebenlassens? Nicht ganz erfolgreich.

Bildeten beteiligter rezeptierender Arzt und die liefernde Apotheke auch aus?

P.S.: 360 stilnox in 3 Monaten, s.a. Betäubungsmittelgesetz und Nebenstrafrecht.

Frauenpower[Bearbeiten]

Erstaunen und Skepsis allerseits: Eine Frau als Verteidigungsministerin? Warum eigentlich nicht? Schnell erfand man den liebevollen Namen „Truppen Ursel.“ Nichts Neues, denn die „Renten Uschi“ hatte sie bereits kühl lächelnd weggesteckt. Glückwunsch Frau von der Leyen!

Nun will das Mutterherz den "Jungs von der Truppe" ein wenig Nestwärme bieten. Es wird Zeit, denn die Truppe hat Nachwuchsprobleme. Zitat: „Mein Ziel ist es, die Bundeswehr zu einem der attraktivsten Arbeitgeber in Deutschland zu machen. Das wichtigste Thema ist dabei die Vereinbarkeit von Dienst und Familie.“ Die Führung der Bundeswehr reagierte bisher positiv. Scheinbar ist die "Weicheierphobie" überwunden?

Es wäre doch toll, gehörten auch Krankenhäuser zu den attraktivsten Arbeitgebern in Deutschland. Oder müssen wir erst auf die "Gesundheits Ursel" warten?

Glückwunsch[Bearbeiten]

Birthday cake-01.jpg

Seit zehn Jahren ist jetzt das "neue" Krankenpflegegesetz in Kraft. Damit wurde damals unter anderem die neue Berufsbezeichnung Gesundheits- und Krankenpfleger/in eingeführt. Die hat sich aber bisher nicht durchgesetzt. Der allgemeine Sprachgebrauch hat die Neuerung vollständig ignoriert, in den Medien taucht immer noch die völlig undifferenzierte Schwester auf, wenn es um Pflege geht. Höchstens in Fachzeitschriften und -artikeln wird die neue Bezeichnung verwendet (wobei eine Fachzeitschrift die Schwester sogar weiterhin im Titel führt).
Selbst diejenigen, die nach dem neuen Gesetz ausgebildet wurden und werden, benutzen den Begriff ausgeschrieben nur da, wo's sein muss (in Bewerbungen), ansonsten wird abgekürzt (was ich gut verstehen kann, kostet alles Lebenszeit, weshalb ich selbst die neue Bezeichnung meide und auch keinen Doppelnamen tragen wollte). Weibliche GuKP stellen sich meistens als Krankenschwester vor, damit sie nicht lang und breit erklären müssen, was sie nun denn überhaupt sind.
Alles in allem zwar eine gute Idee (die durchaus hinter der Namensänderung steckte), aber völlig unpraktikabel.

Abgesehen davon wurden mit dem neuen Gesetz hohe Ansprüche formuliert, denen immer weniger auf Dauer nachkommen – ja, wollen oder können? Die Klagerufe sind durchaus "oben" angekommen: Die niedersächsische Sozialministerin Cornelia Rundt macht publik, dass es kaum noch Pflegefachpersonal gibt, das länger als fünf Jahre im Beruf bleibt (sie spricht immerhin von Pflegefachkräften). Aber wird so ein Zwischenruf entsprechend hilfreiche Konsequenzen nach sich ziehen?

Daher wünsche ich uns, die wir uns das immer noch antun, viel Glück im neuen Jahr und bei der weiteren, täglichen Umsetzung des KrpflG (das in seinem Titel un-gesund geblieben ist). Ohne ein Wunder wird es sonst wohl nichts. (BB 3. Januar 2014)

Auch dir sehr herzliche Gruße und die besten Wünsche für 2014 und darüber hinaus. Glaubt man den Texten so mancher Schlager, sollen Wunder immer wieder geschehen - für Pflegende sind diese offensichtlich nicht vorgesehen. Trotzdem dürfen wir uns uneingeschränkt wundern, kostet ja nichts. Ich freue mich weiter auf deine Beiträge, das entschädigt ein wenig. (K)

Nacht(in)Sicht[Bearbeiten]

Gleich geht's wieder los: Ich werde erneut meine mutmaßliche Lebenserwartung auf's Spiel setzen, in dem ich mich zum Nachtdienst begebe. Die dritte Nacht liegt vor mir, und wie immer bin ich ein wenig angespannt. Was heute wohl los sein wird? Einen Plan zu haben erweist sich oft als sinnlos, es kann heute völlig anders laufen als die Nächte vorher. Super Voraussetzungen: aus dem normalen Rhythmus gerissen, unausgeschlafen und planlos. Dafür geht's meistens überraschend gut; und die Frühschicht kommt immer pünktlich zur ErAblösung.

Immer wieder sind Patienten erstaunt, wenn sie erfahren, dass ich durchgehend wach bleibe: Heißt ja eben darum Nachtwache und nicht Nachtschlafe. Ja, das ist manchmal ganz schön hart, weil das mit dem Tagesschlaf nicht immer so klappt. Weil das soziale/(sub)kulturelle/sonstige Leben dann hintenan steht.
In meinem Umfeld fragen viele, warum ich mir das immer noch "antue". Auf Nachfrage hin möchten sie sich selbst aber auch zu jeder Zeit gut versorgt wissen. Vielleicht, so als nette Geste, könnten sich Regelarbeitszeitdienstler dafür einsetzen, dass für Nachtdienstler (auch aus anderen gemeinnützigen Berufsgruppen) das Renteneintrittsalter eher abgesenkt statt erhöht wird. Wo wir Nachtschattengewächse doch ohnehin schon nicht lange leben. (BB 11. Dezember 2013)

P.S.: Großartig ist aber das Gefühl, nach überstandenem Dienst ins eigene Bett zu krabbeln, das ich zu dieser Jahreszeit mit einer unvorschriftsmäßig heißen Wärmflasche angenehm temperiert vorfinde (die mir mein Liebster fürsorglich hineingelegt hat).

Ein Schelm ist, der böses dabei denkt. Anders gesagt: So sind wir Männer (übrigens: am ganzen Körper). LG (K)

Abschied[Bearbeiten]

Deutschland im Dezember 2013: Nach knapp vier Jahren Amtszeit tritt Familienministerin Kristina Schröder zum Jahresende zurück. Der Abschied wird ihr leicht gemacht: Nach 4 Arbeits-Jahren erhält die Dame 3 Monate lang weiterhin ihr volles Gehalt in Höhe von 14 000 Euro monatlich, danach 21 Monate die Hälfte. Wenn Frau Schröder in 31 Jahren in Rente geht, werden monatlich 4000 Euro Ruhegelder fällig. Man darf nicht darüber nachdenken, was eine Krankenschwester nach 30 Jahren Dienstzeit im Dreischichtsystem mit Wochenend- und Feiertagsdiensten bekommt. Die hat in jedem Falle mehr für unsere Gesellschaft getan!

An der Quelle saß die Dame. Den Seinen gibt’s der Staat im Schlaf? Nein, nicht allen. Es sind auch nicht alle gleich, doch manche sind eben gleicher. Führungsschwäche nennt man das! Am Krankenbett zählt die Leistung - so unterschiedlich ist das. Emiliano
Es ist verwunderlich wie lange Frau Ministerin noch schalten und Walten dufte, nachdem sie den Einsatz von „Männern aus bildungsfernen Schichten“ in der Altenpflege vorgeschlagen hatte. Zur Erinnerung: [25]
Völlig zu Unrecht hat die Äußerung Schröders bei Pflegekräften, die gleich die Pflege als Dummenberuf abqualifiziert sahen, einen irrationalen Abwehrreflex ausgelöst. Renovierungsbedürftig erscheint eher ein Menschenbild, das so genannte bildungsferne Menschen für ungeeignet hält, sich für die Pflegetätigkeit zu qualifizieren.
Schröder hat ihre Zeit sinnvoll genutzt, eine Rechtsänderung auf den Weg zu bringen, wonach es Pflegehelfern ermöglicht wird, sich in abgekürzter Zeit zum Altenpfleger nachzuqualifizieren. Sie hat außerdem eine Vollfinanzierung dieser Weiterbildung durch die Arbeitsagentur ermöglicht (Siehe Gesetz zur Stärkung der beruflichen Aus- und Weiterbildung in der Altenpflege vom 13. März 2013, Bundesgesetzblatt Teil I 2013 Nr. 13 vom 18. März 2013 S. 446).--Schwarz (Diskussion) 22:51, 30. Dez. 2013 (CET)- http://www.buzer.de/gesetz/10532/index.htm
Professionelle Pflege beruht auf einer spezifischen, eigenständigen, bewussten und expliziten Wissensbasis. Das erfordert das systematische Beschreiben und eine Praxis die anhand theoretischer Überlegungen nachvollziehbar begründet und auch gerechtfertigt handelt. Daher brauchen auch Alte und Demente die Professionalität der Pflegeleistung und keine abggemagerten Ausbildungen! --Emiliano (Diskussion) 12:13, 31. Dez. 2013 (CET)
Renovierungsbedürftig ist daher das Menschenbild derer, die in der Altenpflege Betreuer aus „so genannte bildungsfernen Schichten“ mit einer Teilausbildung in der Pflege, für Seniorinnenen und Senioren als ausreichend betrachten.

Sprachlos?![Bearbeiten]

Aufnahme einer Patientin mit Mundbodentumor. Sie trug einen ausländischen Namen. Auf der Pflegeüberleitung stand sehr wenig, aber unter "Besonderheiten" dies: "Pat. spricht kein deutsch." Tatsächlich konnte die Patientin nicht Deutsch sprechen, aufgrund ihrer Erkrankung auch in keiner anderen Sprache. Aber sie verstand mich und konnte mir mit Gestik und Mimik antworten; und sie konnte ihre Fragen und Wünsche aufschreiben: in Deutsch. (BB 6. Dezember 2013)

Das macht mehr als sprachlos. Allerdings sind solche Geschehnisse im Zeitalter der Anbetung von Kosteneffizienz und Gewinnmaximierung auch für die Zukunft nicht auszuschließen. Patientenorientierung – was war das noch? (K)

Mindestlohn[Bearbeiten]

In 21 der 28 EU-Staaten ist per Gesetz ein allgemeiner Mindestlohn festgelegt. Bislang gibt es in Deutschland, anders als in vielen anderen europäischen Ländern, keinen gesetzlichen Mindestlohn und schon gar nicht einen einheitlichen.

Deutschland hat Mindestlöhne, die nach Himmelsrichtung, mit deutlichen Unterschieden zwischen Ost und West, gezahlt werden. In der Praxis bedeutet dieses Vorgehen, das einige Ostdeutesche Pflegefachkräfte ihren Lohn beim Jobcenter „aufstocken“ müssen.

Ein einheitlicher Mindestlohn wäre gerecht. Die Bezahlung nach Himmelsrichtung ist diskriminierend und vertreibt die guten Arbeitskräfte aus Ostdeutschland – es ist politisch (leider) so gewollt! (K)

Prioritäten[Bearbeiten]

Zur Zeit läuft eine Kampagne, bei der es sich mal nicht um das Image des Pflegeberufes dreht, sondern um die allgemeine Unterfinanzierung des Krankenhauswesens. Da äußern sich neben Pflegekräften und Pflegedirektoren auch Geschäftsführer und Ärztliche Direktoren niedersächsischer Kliniken: 2Drittel - eine Kampagne der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft e.V..

Im Rahmen dieser Kampagne stellten sich vergangenen Samstag 17 Vertreter (Klinikvorstände und -geschäftsführer) auf einen zentralen Platz in Oldenburgs Fußgängerzone, um auf den Missstand aufmerksam zu machen. So steht es heute in der Zeitung, allerdings nur im Lokalteil. Dabei hätte das auf den Titel gehört. Dort befand sich aber ein nettes Foto und ein Bericht über den diesjährigen Marathon, mit Anmerkungen zum Wetter und den neuen Streckenrekorden.

So werden hierzulande Prioritäten gesetzt.
Wenn wir bei unserer Arbeit die Prioritäten so setzen würden wie in diesem Beispiel, dann wären wir aber ganz schnell auf dem Titel, und bestimmt nicht mit einer positiven Schlagzeile. (hier online nachzulesen) (BB 28. Oktober 2013)

Erst kommt das Geld und dann die Moral und wer das Geld hat, hat auch das Sagen! Die obere Leitungsebene profitiert, die unteren Chargen (hier die Pflegenden) müssen sich mit Erklärungen begnügen, wie wichtig sie doch wären. Man möchte ja gerne mehr bezahlen, aber man könne nicht. Bei knappen Ressourcen kann man anscheinend nur für sich selbst sorgen. Das bedeutet für die professionell Pflegenden: Wertschätzung mündlich - finanziell nichts! Außerdem sei das Geld "scheu wie ein Reh und geil wie ein Bock", es gehe immer dahin, wo es sich vermehren könne. Also kein Wunder, dass in der Pflege nichts ankommt. So einfach ist das…

(Aus)Wahl[Bearbeiten]

Nein, zur anstehenden Bundestagswahl werde ich mich hier nicht äußern, bis auf eins: Ich werde wählen gehen fahren (mit dem Rad). Hier möchte ich mich eher über die inzwischen große Auswahl an Kitteltaschenprodukten auslassen:
In einem Internetforum heißt ein Thread Die Kitteltasche eines GuKP. Danach befinden sich in besagter Tasche überwiegend Kugelschreiber in diversen Farben, Telefone, Scheren, Klemmen, Notizzettel, Pflasterrollen und Handschuhe. Manche Kollegen schleppen noch viel mehr mit sich herum, zum Beispiel Leitfaden für xxx im Kitteltaschenformat oder Arzneimittel pocket. Da werden also schon ganze Bücher gezielt für diese Behältnisgröße angefertigt.

Mir sind auch schon sogenannte Kitteltaschenkarten in die desinfizierten Hände gefallen, die regelmäßig einer Palliativpflegefachzeitschrift sozusagen als Gimmick beiliegen. Da sind dann interessante Fakten zu verschiedenen Themen aufgeführt, die ich mir auch nicht unbedingt merken kann. Dann brauche ich nur eben diese Karte aus der Kitteltasche ziehen und nachschauen, um die Infos direkt am Patientenbett abzurufen: sehr praktisch.

Wie gesagt, die Beilage einer Pflegefachzeitschrift. Eine Karte informierte über Ringelblume und Kamille (sehr hübsch), eine andere über transdermale Pflaster (darüber hab' ich selbst schon – ausführlich – geschrieben). Doch eine Kitteltaschenkarte hat es mir besonders angetan: Die Hautkrebs-Risiko- und -verdachtsdiagnose-Karte. Da soll ich also mit Hilfe dieser Karte Palliativpatienten(!) vor eventuellen Hautkrebsrisiken warnen und nach krebsverdächtigen Hautveränderungen Ausschau halten...
Wie gut, dass auch der Herausgeber daran gedacht hat, dass niemand solche Karten wirklich mit sich herumtragen mag und stattdessen lieber gleich verschwinden lässt. Nämlich in der dazugehörigen, formschönen, superpraktischen Kitteltaschenkarten-Box, die beim selbigen Zeitschriftenverlag erworben werden kann.

Nicht, dass jetzt jemand denkt, die möchten nur Geld damit verdienen... (BB 18. September 2013)

Ärztliche Artikelqualitätskontrollen lassen manchmal auch zu wünschen übrig[Bearbeiten]

Eigentlich beteilige ich mich nicht an Ärzte-„Bashing“, im Gegenteil. Nun gab es aber in der Wikipedia auf der Pflegewiki-Artikel-Seite öfter mal eine Diskussion über die mangelnde Qualität des PflegeWiki. Es wurde dort unter anderem gemutmaßt, dass das damit zusammenhängen würde, dass im PW keine Ärzte mitmachen.
Vor diesem Hintergrund kann ich’s mir jetzt doch nicht länger verkneifen, mal ein wenig abzulästern: Vor ein paar Tagen habe ich hier im PW und in der Wikipedia den Artikel Paraphimose geändert, weil da etwas grundsätzlich Falsches zu lesen war. Es enthielt obendrein eine gewisse, unfreiwilige Komik. Ebenfalls war ich sehr amüsiert, als ich die Versionsgeschichte aufrief und feststellte, dass diese "Stelle" seit über acht Jahren unverändert geblieben ist; und das, obwohl in der Wikipedia mindestens fünf als solche identifizierbare Ärzte immer mal wieder diesen Artikel gesichtet haben. Kurz habe ich überlegt, das in WP so stehen und so den Artikel in PW (zumindest in dieser Hinsicht) besser dastehen zu lassen. Aber dann siegte doch das gute Gewissen. Was bleibt, ist ein schlagendes Argument für die nächste Vergleichs-Diskussion (siehe Überschrift). (BB 11. September 2013)

Ist ja nicht neu. Die Damen und Herren, die in WP über Pflegewiki diskutieren hätten doch die Möglichkeit Artikel zu verbessern. Als Pflegewiki offline war habe ich hier [26] unsere Artikel eingestellt und Teamwork gefunden. Seriosität wäre das Stichwort! (KW , 11. September 2013)

Knopf-Druck[Bearbeiten]

Jeden Arbeitstag habe ich es mit mehr oder weniger sensiblen Menschen zu tun. Mittlerweile kenne ich die meisten der empfindlichen Seiten meiner Kollegen, die der Mitarbeiter aus anderen Berufsgruppen und der vergleichsweise häufiger wechselnden Patienten und deren Angehörigen. Darauf nehme ich, so gut ich kann, Rücksicht (denke ich zumindest), schließlich habe auch ich so meine Schwächen.

Die größten Sensibelchen aber sind nicht die Vorgesetzten, die Ehrenamtlichen oder die Privatpatienten, sondern die elektronischen Geräte. Es ist hoffnungslos, sie sind im Gegensatz zu den vorher Genannten niemals zufriedenzustellen. Das fängt bei unserer Kaffeemaschine an, die ständig etwas haben will und das obendrein ziemlich unhöflich einfordert (Bohnen nachfüllen! Tropfschale leeren! Satzbehälter einsetzen!), ohne ein "Bitte" oder "Danke". Kommt man nicht zügig ihren Wünschen nach, stellt sie beleidigt ihren Dienst ein, und im Display leuchtet nur noch kurz "Service verständigen!" auf, bevor es endgültig verlöscht.
Nächstes Beispiel: Mit einmaliger Betätigung der Anwesenheitstaste kann im Patientenzimmer der Klingelruf quittiert werden – theoretisch. Tatsächlich braucht es mindestens vier Versuche, denn der erste Knopfdruck fällt in der Regel zu kräftig aus, weil ich zu eilig bin. Der zweite Knopfdruck ist immer noch zu ungeduldig und bleibt daher ohne Wirkung. Für den dritten Versuch konzentriere ich mich schon und nehme intensiven Blickkontakt mit dem Schalter auf, aber erst der vierte enthält die richtige Mischung aus angemessener Dauer und sanftem Druck. Es gilt die 3-R-Regel: Wer nicht mit dem richtigen Druck die richtige Taste mit der richtigen Zeitdauer betätigt, wird bestenfalls ignoriert, im schlimmeren Fall mit einem schrillen Alarmton bestraft, der nur unter Zuhilfenahme eines Schraubendrehers (wahlweise Herausdrehen der Sicherung) zum Schweigen gebracht werden kann.

Ganz übel aber ist unser Betäubungsmitteltresor mit Zahlencodeschloss, um den uns mindestens ein Apotheker beneidet (er kennt IHN aber nicht so wie wir). Laut Bedienungsanleitung verriegelt er sich für eine halbe Stunde bei dreimaliger Falscheingabe. Leider kennt der Tresor die Bedienungsanleitung nicht und verriegelt sich nach dreimaliger richtiger Eingabe meines persönlichen Codes. Das einzige, was bisher dagegen half, war spätestens beim zweiten Fehlversuch ein bedrohlich in Richtung des impertinenten Gerätes geknurrter Fluch (****, ***** **** oder ************ ********).
Mittlerweile lasse ich es gar nicht darauf ankommen und beschimpfe den Tresor sofort, noch vor dem ersten Kontakt mit seiner Tastatur.

Eigentlich bin ich nicht abergläubisch – aber er öffnet tatsächlich unverzüglich.

(BB 4. September 2013)

Herausforderndes Verhalten[Bearbeiten]

Die Entfernung von meinem Zuhause bis zu meiner Arbeitsstätte beträgt fast 40 Kilometer. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln komme ich zu den üblichen Schichtzeiten entweder nicht hin (zum Frühdienst) oder nicht zurück (nach dem Spätdienst). So bin ich auf ein Kfz angewiesen, ein schon etwas betagter, aber rüstiger und gar nicht so unflotter Kombi. Da ich auch immer noch etwas Parkplatzsuchzeit einplane und mit Kolonnenfahrt hinter landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen rechne, fahre ich meistens rechtzeitig los. Mit der richtigen, von der Stimmung abhängigen Musik und bei bestem Sommerwetter könnte die Fahrt durch die norddeutsche Tiefebene eigentlich das reinste Vergnügen sein: am Deich entlang, sattgrüne Wiesen, springende Lämmer, grasende Kühe, tieffliegende Störche, wirre Moorhühner, überflutete Polder, weiter Himmel, usw. usw.

Doch leider sind da noch die Anderen: Die anderen Autofahrer, die eine Fahrweise an den Tag legen, als gäbe es nur sie auf der Welt. Entweder völlig tiefenentspannt vor mir, beim lockeren Telefongeplauder, Frisurenstyling oder Herumgekrame im Fußraum während der immer langsamer werdenden Fahrt, oder die anderen hinter mir, nervös in der Telefonkonferenz über die aktuellen Aktienkurse (rechte Hand), Ellenbogen (links) am Seitenfenster abgelegt, in der dazugehörigen Hand den Energydrink, einen Finger gerade noch am Lenkrad, im Wechsel gasgebend und abbremsend, da das Einschätzungsvermögen für den richtigen Abstand nicht ausreichend entwickelt ist.
Wenn auch das Einschätzungsvermögen für den Abstand des Gegenverkehrs zu wünschen übrig lässt, kommt es oft zu eindrucksvollen Überholmanövern (frei nach dem Motto "Sollen doch die anderen bremsen"), die für einen satten Adrenalinschub bei allen Beteiligten sorgen und bei mir Bedauern über nicht vorhandene Kommunikationsmöglichkeiten zu diesen **** Helden der Landstraße auslösen.

Dank der stetigen Fortbildung zu pflegerischen Themen habe ich aber inzwischen gelernt, diese scheinbar aggressiven oder unfähigen Verkehrsteilnehmer so zu akzeptieren, wie sie nun mal sind: Sie können gar nichts dafür, sie geben nur ihren Bedürfnissen nach und verhalten sich entsprechend ihrer Persönlichkeitsstruktur:

  • Wer innerorts 65 km/h fährt, außerorts aber auch, macht sich eben nichts aus Konventionen, sondern hat seine individuelle Sichtweise auf die Dinge und lässt sich nicht hetzen.
  • Wer überall mit mindestens 140 km/h durchrast, lässt sich von niemandem etwas vorschreiben und führt ein selbstbestimmtes Leben.
  • Wer in seinem überdimensionerten SUV den Überblick verliert, parkt eben mittig auf zwei Plätzen, schließlich zahlt er ja entsprechend des Hubraums Kfz-Steuern.
  • Wer immer sofort bremst, wenn ihm auf der Gegenfahrbahn ein Bus oder Lkw entgegenkommt, hat einfach nur Angst, anzuecken.
  • Wer seinen Blinker nicht vor dem Bremsen und Abbiegen setzt, leidet vielleicht nur an einer Schwäche der linken Hand (evtl. hervorgerufen durch eine Verspannung des linken Schultergelenks wg. einseitiger Unterarmablage vor bzw. aus dem Fahrertürfenster).

Bei Autofahrern gelingt mir diese Einsicht immer besser (ich hupe nicht mehr ganz so oft), aber dann sind da ja noch die Radfahrer...

(BB 27. August 2013)

Unworte[Bearbeiten]

Als Krankenschwester bin ich so gar nicht im Trend. Denn krank, Kranke und Krankheit sind, so scheint es, inzwischen Unworte. Sie wirken wohl zu pessimistisch und zu sehr defizitorientiert, lassen an Probleme denken, drängen den Betroffenen (noch so ein unschönes Wort) in eine unangenehme Rolle und lenken den Blick allein auf dessen Mängel.

So wurden diese trübsinnigen Unworte fast über Nacht ausgetauscht, gegen den frischen und vitalen Begriff Gesundheit. Das klingt nach positivem Denken, nach rosigen Wangen, ewiger Jugend und strahlendem Zahnpastalächeln.
So zahlt jeder doch gerne Beiträge in die Gesundheitskasse, bekommt dafür eine praktische Gesundheitskarte und hat damit Zugang zu diversen Gesundheitsleistungen (wofür zwar hin und wieder ein klein wenig zugezahlt werden muss, aber das sollte einem die Gesundheit doch wert sein). Diese zum Teil sogar ganz individuellen Gesundheitsleistungen werden von Gesundheitsdienstleistern angeboten, unterstützt von Gesundheitsexperten, die sich auf die Suche nach den individuellen Gesundheitsressourcen machen. Vor allem in Gesundheitszentren tummeln sich verschiedenste Mitarbeiter des Gesundheitswesens. Wer sich besonders gesund verhält und ernährt, wird mit einer gesundheitsbezogenen Prämie belohnt, und für regelmäßige Teilnahme an Gesundheitsvorsorgeuntersuchungen und Gesundheitssport gibt es hübsche Stempel ins Gesundheits-Bonus-Checkheft.
Aber was tun, wenn Gesundheitssymptome auftreten? Und wie dringlich ist es, wenn sich ein Gesunder irgendwie gesund fühlt, womöglich schwer gesund? Muss dann der Gesundenwagen gerufen werden? Ob der Arbeitgeber mit einem Gesundenschein zufrieden sein wird? Zahlt die Gesundheitskasse weiterhin das Gesundentagegeld, übernimmt sie die Kosten für den Gesundentransport und die Gesundengymnastik?

Nun arbeite ich schon einige Zeit in einer Einrichtung, die Menschen aufnimmt, die am Ende ihres Lebens angekommen sind. Meine Kollegen und ich bezeichnen diese Menschen immer noch – ganz altmodisch – als 'schwerkrank'. Oft kommen sie erst kurz vor ihrem Tod zu uns, wie neulich die ältere Dame, die schon alle Zeichen der Finalphase erkennen ließ (einschließlich Cheyne-Stoke-Atmung), begleitet von der in Tränen aufgelösten Tochter.

Im Verlegungsbericht der vorher behandelnden Klinik wurden, wie üblich, unter anderem sämtliche Diagnosen (bezüglich des Primärtumors, der Metastasierung und der Nebendiagnosen) und Medikamentenempfehlungen, sowie die Gründe für den Therapieabbruch aufgeführt. Der letzte Satz in diesem Brief aber war:

Wir entlassen Frau X heute in einem stabilen Gesundheitszustand.

P.S.: Frau X starb einen Tag später.

(BB 20. August 2013)

Menschliches[Bearbeiten]

Wer in der Nähe eines Krankenhauses der Maximalversorgung lebt, kennt das Problem: Fluglärm stört nicht nur nachts, sondern auch tagsüber.

Er ist allerdings nicht allein, denn laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO gehen in Westeuropa mit seinen 340 Millionen Einwohnern jedes Jahr durch verkehrsbedingte Lärmbelastung eine Million gesunde Lebensjahre verloren.

Man wird die betreffenden Krankenhäuser mit Sicherheit nicht versetzen können - die einzige Möglichkeit wäre Wegziehen!

Aber: Meckern tun alle, wegziehen will keiner – auch ich nicht!

Glamour-Faktor[Bearbeiten]

Die wievielte Imagekampagne für die Pflege ist da gestartet? Und hat das mal einer zusammengerechnet, wieviel die insgesamt kosten (die saarländische allein 100.000 €, siehe unten)?
Warum nicht eine Kampagne für's ganze Land, da scheinbar auch unterschiedliche Werbeagenturen (oder ist es immer dieselbe?) nur die ewig gleichen, altbackenen Motivationsgründe wiederholen: "Dankbarkeit + Lächeln = Erfüllung". Dazu noch die ewig gleichen Fotos netter Menschen, ganz bieder in jedem Alter, auch mit Piercing und gedehnten Ohrlöchern (wegen der Vielfalt) und die gleiche Anzahl Frauen und Männer (wegen der politischen Korrektheit). Ganz ausgewogen, sauber und durchdacht, und vor allem ohne irgendwelche politischen Forderungen, denn alle sind ja schon so "erfüllt".
Glamour-Faktor = Null. Dabei kann einem die Werbung doch sonst jedes unscheinbare Kommunikationsgerät, jeden noch so unnötigen Schnickschnack als absolutes "must-have" andrehen. Selbst Hundefutter kann mit richtiger Werbung sexy daherkommen und Katzenstreu an Image gewinnen.
Das Schlimmste aber an der saarländischen (wie an vielen anderen Pflege-Kampagnen) ist: Das Ganze geht mehr als nur haarscharf am eigentlichen Problem vorbei.

Jedenfalls würde ich heutzutage wohl auch eher in "irgendwas mit Medien" eine Ausbildung beginnen, am besten im Kampagnenbereich. Dafür geht den Länderhaushalten das Geld wohl nie aus. Und der Glamour-Faktor ist bei den Medien auch höher.

(BB 12. August 2013)

Lockruf: „Wertvolles Pflegen”[Bearbeiten]

Unter dem Motto „Wertvolles Pflegen” will die saarländische Landesregierung mehr Nachwuchskräfte in Pflegeberufe locken. Die Kampagne soll in diesem Jahr 100.000 Euro kosten. Bis zum Jahr 2030 würden im Saarland rund 4.800 zusätzliche Pflegefachkräfte benötigt. In allen anderen Bundesländern sieht es nicht besser aus: Wie üblich, wird viel geplant, viel Geld ausgegeben. Das Ergebnis wird sein: Außer Spesen nichts gewesen! Abschlussdiagnose: Unfähigkeit. Wer das Problem nicht endlich als ein bundesweites Geschehen begreift, der verrät die alten und kranken Menschen in unserem Lande. Siehe auch: Essay:Warum geht es nicht ohne ausländische Pflegekräfte? --Kurt (Diskussion) 15:55, 29. Jul. 2013 (CEST)

Sauwetter[Bearbeiten]

Unsere Kolleginnen und Kollegen „schwimmen“ täglich mit der Flut in ihren Autos zur Arbeit auf den „Klinikberg“. Na ja, ganz so schlimm ist es nicht, aber sie sind alle da, unsere Schwestern und Pfleger.

Keine/r rief an „ich kann nicht kommen“, alle wussten: "die da oben" (Patienten und Mitarbeiter) brauchen mich, trotz, oder gerade wegen der schmalen Besetzung im Pflegedienst und des dürftigen Personalkonzeptes.

Den Arbeitgeber wird’s freuen, falls das Management zwischen Kosteneffizienz und Gewinnmaximierung das überhaupt bemerkt. Im Himmel der Zahlen, ist also alles in Ordnung. (K:2.Juni 13)

Vielleicht wird jetzt ja alles gut – zumindest in den bundesdeutschen Kliniken. Gesundheitsminister Daniel Bahr hat in einem Radio-Interview des SWR 2 darauf hingewiesen, dass eine Milliarde Euro fließen sollen. Geld, das vor allem für mehr Pflegekräfte verwendet werden soll. Ob auch Konzernkliniken davon profitieren? Wir sind gespannt...--Kurt (Diskussion) 17:08, 2. Jun. 2013 (CEST)

Tipps[Bearbeiten]

Heute ist wieder Samstag, da gibt's in der Zeitung immer die Seite Beruf & Karriere. Ich sollte es mittlerweile besser wissen, aber ich lese die Seite doch.
Und tatsächlich sind sie wieder da, wie gefühlt in 49 von 52 Ausgaben pro Jahr: die Tipps – für's Büro. Wie hoch der Schreibtisch eingestellt und was auf ihm stehen soll (und was besser nicht), dass die Nagellackfarbe und die Bluse dezent, die Schuhe nicht zu hochhackig sein sollten und im Sommer selbst bei Bullenhitze kurze Hosen und Flip-Flops unerwünscht sind. Dass der Arbeitnehmer zum Telefonieren auch mal aufstehen sollte, um sich so etwas Bewegung zu verschaffen. Nicht zu vergessen, die gesunden, frischen Snacks zwischendurch, öfter mal ein Päuschen oder ein kleines Nickerchen, pünktlich Feierabend machen, und: viel trinken.
Heute steht da was zum Thema Büro-Small-Talk: "Fußball eigne sich hervorragend zum unverfänglichen Gespräch mit Kollegen."

Wirklich tolle Tipps. Nur schade, dass ich nicht im Büro arbeite.

--Birgit (Diskussion) 17:28, 1. Jun. 2013 (CEST)

Deutsche vertrauen Feuerwehrleuten und Krankenschwestern[Bearbeiten]

Feuerwehrleute, Krankenschwestern und Piloten sind die drei vertrauenswürdigsten Berufe Deutschlands. Das Spitzentrio hat seine hohen Vertrauenswerte in Europas größter Verbraucherstudie – durchgeführt vom Magazin Reader's Digest – gegenüber den Vorjahren verteidigen können. Mehr: [27] Also, warum immer nur den Kopf einziehen? --Kurt (Diskussion) 15:47, 26. Mai 2013 (CEST)

12. Mai: Internationaler Tag der Pflege[Bearbeiten]

/ --Kurt (Diskussion) 11:32, 14. Mai 2013 (CEST)

Der 12 Mai ist der „Internationale Tag der Pflegenden“. Nur wenige Kolleginnen und Kollegen werden wohl an diesem Tag eine Aufmerksamkeit, einen Händedruck oder ein Wort des Dankes erfahren.

Der DBfK ruft daher Arbeitgeber und Vorgesetzte in Heimen, Pflegediensten und Kliniken, Patienten, Angehörige und die Bevölkerung auf: „ Bringen Sie rund um den 12. Mai Ihren persönlichen Dank zum Ausdruck“ - sinngemäß: und wäre es nur eine Rose.

Dabei soll es um die Würdigung der Leistungen innerhalb des hohen Engagements von beruflich Pflegenden gehen. Eine nette Idee, die zu nichts verpflichtet.

Die Pflegenden würde es trotzdem freuen. Sie wären sogar in ihrer bekannten Selbstlosigkeit erschüttert bei so viel „Ehre“.

Es ist zu befürchten: es wird keine Rosen regnen, es wird keiner danken, selbst nicht dafür, dass die Pflege noch einigermaßen funktioniert, trotz einem Defizit von 70.000 Stellen im Pflegesektor unseres Landes und dem Mangel an Fachkräften.

Nun doch: Kein Pflegeabitur[Bearbeiten]

/ --Kurt (Diskussion) 11:32, 14. Mai 2013 (CEST)

23. Januar 2013: EU-Parlaments¬auschuss lehnt Pflegeabitur ab: „Der Mensch fängt nicht erst mit dem Abitur an. Als Arzt habe ich mit vielen Kranken¬schwestern zusammengearbeitet. In der Praxi habe ich festgestellt, dass die gute Ausbildung und die oft lange Berufserfahrung in vielen Situationen oftmals mehr wert waren als ein Abitur oder mein Medizinstudium", kommentierte der gesundheits¬politische Sprecher der EVP-Christdemokraten, Peter Liese, die Entscheidung des Binnenmarkt¬ausschusses. Weiterlesen …[28] Die Begründung ist teilweise richtig, aber eine höhere Schulbildung kann nur Vorteile bringen. Pflegewiki diskutierte bereits das Thema: "Brauchen wir das Abitur als Voraussetzung für eine Ausbildung in der Krankenpflege?". Weiterlesen....Der PflegeWikinger: Umfrage

Mindestlohn[Bearbeiten]

/ --Kurt (Diskussion) 11:16, 21. Mai 2013 (CEST)

  • Generell haben Pflegekräfte, wie alle anderen Arbeitnehmer, Anspruch auf eine Entlohnung, die den Lebensunterhalt und die Teilhabe sichert.
  • Reelle Löhne berücksichtigen die Qualifikation (Aus- und Weiterbildung) die Arbeitsbelastung und die Qualität der geleisteten Arbeit.
  • Mindestlohn ist eine Entlohnung auf untersten Level und entspricht in keinem Falle der Aus- und Weitebildung also der Qualifikation der professionell Pflegenden.
  • Löhne nach Himmelsrichtungen wie, Ost-West-Unterschied und Unterschiede zwischen dem Öffentlichen Dienst und den Gesundheitskonzernen, sind zwar marktüblich, aber auch diskriminierend.
  • Es folgt die Abstimmung mit den Füßen!
  • Mehr dazu: [29]

Fakten:

16.04.2013: Die Arbeitsanforderungen an die Pflegekräfte steigen – die Löhne nicht! Noch immer werden Mitarbeiter im Pflegedienst in Deutschland unterschiedlich bezahlt. Im Osten beträgt die Wochenarbeitszeit grundsätzlich 40 Stunden. Die täglichen Arbeitszeiten sind flexibel. Fast alle Kliniken wurden privatisiert und die Mitarbeiter auf den „freien Markt“ geschmissen. Die Folge: Abwanderung! Siehe auch: Der PflegeWikinger: Lohn und Arbeit / Moderne Art der „Vertreibung“... Der PflegeWikinger - online Nachrichten in PflegeWiki / 2

Gesamtdeutsch betrachtet, betreut ein Beschäftigter in der Pflege im Schnitt 21 Patienten, in Dänemark zehn, in Norwegen neun und in den USA acht. Die Folgen: Vermehrt kommt es zu Stürzen aus dem Krankenhausbett, Hygienebestimmungen werden unter Zeitdruck nur unzureichend befolgt, die Belastung durch multiresistente Keime ist nach wie vor lebensbedrohlich. Trotzdem wurde in den vergangenen zwei Jahren das Budget der Krankenhäuser um 920 Millionen Euro gekürzt. Das Wort „Kundenorientierung“ könnte so zum Unwort des Jahres werden. Mehr dazu…[30]

Hinzu kommt die Bürokratie durch die überbordende Pflegedokumentation : Auf einer Tagung im Kanzleramt stellte das Statistische Bundesamt im März 2012 eine 46-seitige Analyse vor. Darauf hin wollte die Koalition bei ihrem Antritt die Arbeit der Pflegekräfte entbürokratisieren. - Es wurde eine Expertise erstellt… Bisher gilt das Sprichwort: “Außer Spesen nichts gewesen.“ Die Bemühungen stagnieren. Weiterlesen… [31] So fühlen sich Pflegende verraten und verkauft. Wann wird man endlich begreifen, dass dieses Land seine Pflegenden pflegen sollte - denn wir werden immer älter und die Pflegebedürftigkeit nimmt rapide zu.

Trotzdem geben Pfegende, im Sinne einer hohen Patientenorientierung, nicht auf und qualifizieren sich: Bad Berka, 22. März 2013 --- Zwei Jahre Fortbildung in Theorie und Praxis: Dies haben nun 15 Teilnehmer der Fachweiterbildung Intensivpflege und Anästhesie an der Zentralklinik Bad Berka mit sehr gutem Erfolg abgeschlossen. Dabei handelt es sich um eine berufsbegleitende Bildungsmaßnahme, die die Teilnehmer dazu qualifiziert, vor allem in den intensivmedizinischen Zentren von Krankenhäusern zu arbeiten. Weiterlesen [32] Diese Damen und Herren haben nun alle Chancchen auf dem Arbeitsmarkt - bundesweit und im Ausland!

Mehr

Junge Pflege Kongress 2012[Bearbeiten]

  • Am 15. Mai ist es wieder so weit. Junge Pflege Kongress des DBfK Nordwest in Duisburg. Es ist mal wieder gelungen Promis zum Kongress zu holen: Prof. Frank Weidner sagt was zu den Arbeitsbedingungen in der Pflege. Dr. Liliane Juchli berichtet unter der Überschrift Erlebte Pflegegeschichte. Und der Junge Pflege Preis wird auch dieses Jahr wieder vergeben. Zum Programm.
  • Für wiki-Neulinge ist es nicht so einfach, sich die Formatierungsanweisungen zu merken, die Nötig sind. Ich habe ein paar davon aufgeschrieben und 200fach auf Karton gedruckt. Diese Kurzanleitung sollte es leichter machen. Vielleicht bleiben ja auch ein paar davon für einige Wochen neben einer Tastatur liegen ... Auch 100 Flyer von der Seite PflegeWiki:Promotion sind gedruckt. Die OrganisatorInnen schreiben, sie erwarteten 1500 Leute zum Junge Pflege Kongress. Mal sehen, ob ich ausreichend Zeugs habe ... JungePflege2012 15:10, 14. Mai 2012 (CEST)
  • Um 8:47 Uhr funxt auch endlich die Netzwerkanbindung. Das war wieder magisch. Jetzt ist das Foyer voll aber die meisten gucken bei den großen, bunten Ständen und nicht bei der Pflegewiki. JungePflege2012 08:49, 15. Mai 2012 (CEST)
  • 9:30 Uhr - Die Menge strömt in den Saal. Unser Stand ist unauffällig aber es gab schon einige Leute, die von der "Wikipedia für die Pflege" sehr angetan waren. Die Flyer werden gern genommen. Auch ein "Alter Haase" war hier, der gern Grüße an Produnis ausrichten möchte. Schön wärs. JungePflege2012 09:33, 15. Mai 2012 (CEST)
  • Die Vorträge laufen - da hat man Zeit. Zum Beispiel, um den Pflegewikieintrag zu Frank Weidner zu bearbeiten ;-)) Leider konnte ich seinen Vortrag nicht hören, aber er bekam zum Abschluss tosenden Applaus. JungePflege2012 10:54, 15. Mai 2012 (CEST)
  • Eine Dame von der Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar war eben hier am Stand und freute sich, dass Ihre Einrichtung auch einen Eintrag in der Pflegewiki hat. Aber ach: da fehlte ja einiges. Jetzt hat sie den Eintrag schon ergänzt! So soll es sein! JungePflege2012 11:04, 15. Mai 2012 (CEST)
  • Einige SchülerInnen waren hier und meinten: Unsere Lehrer erlauben keine Zitate aus der Wikipedia! Dreie wollten die DozentInnen mal zu uns an den Stand schicken. Bisher ist leider noch keinR gekommen. Schade. JungePflege2012 11:54, 15. Mai 2012 (CEST)
  • Gerade war ein Schüler hier: eine Aufgabe im Unterricht war es, Beiträge aus dem Pflege Heute mit Wikipedia und Pflegewiki zu vergleichen. Ob er das nicht als Hausarbeit hätte, frage ich ihn. Wäre doch schön, wenn es einen Text dazu in der Pflegewiki gäbe. Schade. So weit wurde es im Unterricht nicht getrieben. JungePflege2012 11:59, 15. Mai 2012 (CEST)
  • Im Flyer der Pflegewiki ist auch ein Foto aus der Serie zur Venenverweilkanüle. Sie meinten, so wie gezeigt, könnte trotz Transparenzpflaster die eigentliche Einstichstelle nicht beobachtet werden ... aber keineR traute sich dass mal eben einzutragen. JungePflege2012 12:11, 15. Mai 2012 (CEST)
  • Eine Gruppe aus Köln ist hier: "Nee, die Zettel brauch ich nicht. Auf die Pflegewiki müssen wir die Schülerinnen unserer Schule nicht mehr hinweisen! Das ist die erste Adresse die eingegeben wird!" Das hört man gern ;-) JungePflege2012 12:25, 15. Mai 2012 (CEST)
  • Die Preise sind verliehen und mit viel Hallo ließen sich die preistragenden Gruppen auf der schönen Freitreppe fotografieren. Ein schöner Anblick. JungePflege2012 13:55, 15. Mai 2012 (CEST)
  • "Sach ma, habt ihr eigentlich einen Eintrag zu ..." Gut, dass das das Laptop im Netz ist. Wir können nachsehen. Es gibt einen verwandten Artikel aber zu genau seiner Fragestellung gibt's keinen Eintrag. "Ja dann schreibe ich noch was." So soll es sein! JungePflege2012 14:39, 15. Mai 2012 (CEST)
  • Nu is Schluss. Geschätzt die Hälfte der Angesprochenen kannten die Pflegewiki schon und hatten sie auch schon genutzt. Nur mit dem selber Schreiben haperts. Da haben wir mit unseren "freundlichen Einladungen" zur Mitarbeit vielleicht den einen oder die andere angeschupst. JungePflege2012 17:23, 15. Mai 2012 (CEST)
  • Richtig schön war die freundliche Atmosphäre. Die Gespräche, auch mit den Anderen AusstellerInnen waren richtig nett. 100 Flyer und 200 Karten waren eine gute Menge ... bei 1700 Teilnehmenden. JungePflege2012 17:23, 15. Mai 2012 (CEST)

Im Zweifel für den Zweifel[Bearbeiten]

So, es ist Ostern, und ich schreibe wieder. Es hat etwas gedauert, aber ich hatte aucheiniges zu entdecken. Eines zum Beispiel weiß ich inzwischen ganz genau: Dass ich nicht weiß. Und auch wenn ich für diese Erkenntnis keinen Preis verdient habe (eher schon Sokrates), so wird sie für mich doch nicht unwahrer. Nicht-Wissen bezieht sich in meinem Fall aber nicht auf Ansichten über die Welt (obwohl ich in dieser Hinsicht natürlich auch nicht weiß), sondern ganz konkret: Auf meine Arbeit, und das in zweierlei Hinsicht.

Da wäre zuerst einmal das Fachwissen. Als Springer bin ich nicht in einer Disziplin zuhause, sondern gleichzeitig immer überall. Ich schnappe hier etwas auf und da auch, aber bevor ich es – bzw. es sich selbst – vertiefen kann, heißt es: Auf Wiedersehen, jetzt geht es mal wieder ganz woanders hin. So weiß ich von allem immer nur häppchenweise; Fachidiot werde ich auf diese Weise ganz sicher nicht. Ich muss auf detaillierte Fragen stets antworten, dass ich dies und das nicht ganz so genau weiß. (Wenn es hingegen um eine Frage aus einem anderen Fachgebiet geht, bin ich der sprichwörtliche Einäugige unter Blinden – besser als gar nichts, aber gut?). Das ist auf Dauer sehr anstrengend, und es untergräbt Moral, Selbstbewusstsein und Motivation.

Werde ich für voll genommen? Wo stehe ich? Was denken die Kollegen von mir? Wie sehe ich mich selbst? Ich habe wieder die Bücher meiner Ausbildung hervorgekramt und lese und lese und ich frage mich, wie viel ich davon auf einer theoretischen Ebene wissen kann und wie viel sich als Erfahrungswissen mit der Zeit „automatisch“ einstellt (Bzw. bei mir aus oben beschriebenen Gründen eben nicht). Muss man alles wissen oder „nur“ auf seinem Spezialgebiet fachkundig sein? Daraus ergibt sich Nicht-Wissen, Teil zwei: Wie soll es weitergehen? Schließe ich mich wieder fest einer Station an und werde Spezialist? Oder lasse ich alles so, wie es ist, bequem und unabhängig, ohne nervendes Team, abwechslungsreich und mit einem großen Maß an Selbstbestimmung, zum Preis des Selbstzweifels, der Unsicherheit und des (gefährlichen?) Halb-Wissens? Ist mir der Beruf überhaupt noch wichtig genug? Sollte ich etwas komplett Neues machen? Und, wenn ja, WAS? Die Sonne scheint, ich gehe jetzt raus, um auf andere Gedanken zu kommen. Wie ich mich kenne, werde ich die Entscheidung auf Herbst vertagen. Ein halbes Jahr mehr oder weniger nicht wissen, was macht das schon für einen Unterschied?


Bert Trautmann, 9.4.2012

Können Decken auf Köpfe fallen?[Bearbeiten]

Vor gut einer Woche hatte ich mir noch eine Prise Langeweile in meinem Leben gewünscht, in der Zwischenzeit hatte (und habe ich immer noch) so viel davon, dass ich nicht mehr weiß wohin damit – ich bin nämlich krank und muss die Wohnung hüten. Ein grippaler Infekt hätte mich um ein Haar dahingerafft; zwischendurch hab ich mich tatsächlich so elend gefühlt wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr – körperlich zumindest. Jetzt ist alles wieder einigermaßen okay; es ist ein gutes Gefühl, wenn der Schmerz nachlässt und der Schleim sich löst.

Die beste Krankheit taugt nichts, sagt man. Das ist korrekt. Und das Dümmste am Kranksein ist, dass man Dinge, die man seit Jahren tun will und für die man normalerweise nie Zeit hat, gerade jetzt auch nicht in Angriff nimmt. Denn erst ist man zu schwach, und später, wenn man physisch wieder dazu in der Lage wäre, hat die Langeweile hinterrücks längst das Zepter an sich gerissen und zersetzt auf ihre perfide Art jegliche Aufbruchsstimmung. Eine geradezu diabolische Volte! Man ist in der Folge nur damit beschäftigt, die Decke zu beobachten und ob sie einem nicht doch irgendwann auf den Kopf fällt. Diese zweite Krankheitsphase hält dann so lange an, bis man wohl oder übel wieder aus dem Haus muss. Und just in diesem Moment ärgert man sich dann, dass man wieder nichts auf die Reihe gekriegt hat, jetzt, wo man doch wirklich alle Zeit der Welt gehabt hätte! So gesehen bin ich sehr froh, dass ich heute zumindest diesen Text geschrieben habe… Bert Trautmann, 28. Feb 2012


P.S.: Wie es sich für einen guten Arbeitnehmer gehört, hätte ich sowieso die ganze Zeit (bis auf einen Tag) frei gehabt. Bis zur nächsten Schicht übermorgen bin ich dann wieder völlig fit und auskuriert und leistungsfähig und wenn nicht, dann gehe ich trotzdem hin.

Samstag ist Selbstmord[Bearbeiten]

Gestern hab ich mich mit einer Freundin getroffen. Es war ein sehr schöner Abend, aber weil sie, wie jeder normale Mensch, heute früh raus musste, war er auch recht schnell wieder vorbei. Da lob ich mir meinen Schichtdienst: Ich konnte gestern weiter Bier trinken, während sie auf Johannisbeersaftschorle umgestiegen ist. Und als ich dann nach Hause kam, hab ich noch ein bisschen Radio gehört und dann hab ich noch gelesen und dann ging ich auch ins Bett. Freiwillig. Heute hab ich ausgeschlafen und wenn dieser Text geschrieben ist werde ich in aller Ruhe einkaufen gehen. Die Massen werden mich nicht durch die Läden schieben, denn die Massen sind ja erst morgen wieder da. Und da bin dann wiederum ich in der Arbeit.

Wer hat das Wochenende erfunden? fragten Tocotronic einst und stellten fest: Die ganze Menschheit ist dadurch geschunden. Verwandten- und Flohmarktbesuche, Ausgehzwang, Kaffee und Kuchen, Sportverein, Gartenarbeit, das Streben nach Gemütlichkeit, zu viel Freizeit – die man dann vollpackt bis auf die letzte Minute. Sonntagabend fragt man sich letztlich, was man eigentlich gemacht hat die letzten zwei Tage. Und man nimmt sich vor, dass man das nächste Wochenende mal ein bisschen ruhiger angehen lässt…

All diese Probleme habe ich nicht. Vielleicht wird mir heute sogar noch ein bisschen langweilig. Darüber würde ich mich sehr freuen. Danke, Schichtdienst!

Bert Trautmann, 17.02.20012

WG gesucht[Bearbeiten]

Ich bin gerade aus meiner WG ausgezogen, aber irgendwann werde ich wieder in eine ziehen. Wenn ich alt bin nämlich, also ziemlich bald.

Hoffentlich ist bis dahin Daniel Bahr als Gesundheitsminister noch nicht zurückgetreten, abgesetzt oder abgewählt worden (wobei letzteres angesichts der massiven Umfragewerte seiner Partei eher unwahrscheinlich ist), denn, wie ich soeben in den Nachrichten gehört habe, will Herr Bahr Alten- WGs finanziell fördern. So könnten Wohngemeinschaften Pflegebedürftiger monatlich pro Person (schon in Pflegestufe 1) bis zu 850 Euro an Leistungen zur Verfügung stehen. Das hört sich erst einmal gut an. Menschen in der ersten Pflegestufe haben bisher Anspruch auf 685 Euro an Geld- und Sachleistungen, der neue Ansatz brächte also immerhin eine Steigerung um gut 25 Prozent.

In einer Zeit, in der traditionelle Werte immer mehr erodieren, entstehen neue, an die Stelle der klassischen Vater-Mutter-Kind-Familie treten dann eben Freunde und WG-Partner. Dieser Entwicklung Rechnung zu tragen und sie zu fördern halte ich für sinnvoll und wichtig. Dass ich das noch einmal über den Vorschlag eines FDP-Politikers sagen würde…

Kann sich noch jemand an den Münchener Tatort vor Jahren erinnern, in dem es um eine Alten-WG ging? „Nicht jugendfrei“ hieß der, und darin versuchten die Senioren, sich mit allerlei legalen und nicht ganz so legalen Mitteln und Mittelchen ihre letzten Jahre so angenehm wie möglich zu machen. So will ich das auch einmal. Mit staatlicher Förderung.

Bert Trautmann, 07.02.2012

Eine nicht ganz ernst gemeinte "Fortsetzung"

Da könnte es für so manche Langzeit-Studenten-WG einen direkten Übergang in eine förderungswürdige Alten-WG geben. Nur nicht verwechseln: Der Antrag wird nicht mehr für Leistungen nach BAföG gestellt, sondern nach BAGföG (BundesAlten- und Gebrechlichenförderungsgesetz). Das Amt für Ausbildungsförderung ist dann auch nicht mehr zuständig, da es aber aufgrund der demographischen Entwicklung zusammen mit dem Jugendamt abgeschafft wird, sind wieder Ressourcen frei für ein neues Altenamt. Dessen Aufgabe ist, dafür Sorge zu tragen, dass die Alten die Fördersummen nicht für unnütze Sachen (Alkohol, Drogen, Ballerspiele, Magnetfeldtierkreiszeichenblasenstärkungsheizdecken, Frauen) ausgeben oder beim Bingo verprassen, was bei nicht angemeldeten Hausbesuchen in der Mittagsschlafzeit überprüft wird. Bei Verstößen gegen die Auflagen entfällt die freie Pflegekraftwahl; das Amt entscheidet dann, wer aus dem Pool der Pflichtpfleger zur Versorgung abgeordnet wird. --Birgit 19:57, 13. Feb. 2012 (CET)

You can hardly tell a worried man from a coward[Bearbeiten]

I’m in trouble trouble trouble, deep deep deep trouble, und ich kann nichts dagegen tun. Jetzt kann ich nicht mehr schlafen, und ich stehe auf und habe keine Lust einzuspringen aber tu es trotzdem, heute Nachmittag. Muss ich mein Telefon denn auch immer angeschaltet lassen? Ich verpasse ja doch keinen wichtigen Anruf, nur die ärgerlichen kommen rein und ich fühle mich verpflichtet ranzugehen. Es ist Frühling, ich habe frei und mache am Freitagnachmittag doch eine Spätschicht. Doof. Ich glaube, es ist Zeit aufzuhören und was ganz anderes zu tun. Oder ich fahre in Zukunft immer sofort weg, wenn ich einen Tag frei habe, irgendwohin, vielleicht auch nur in einen anderen Stadtteil oder in einen nahe gelegenen Wald meiner Wahl, dann kann ich wenigstens ohne schlechtes Gewissen sagen, dass ich nicht da bin. Sollen die doch ihren Scheiß selber machen, sollen sie sich doch selbst mal wieder ans Bett stellen und sich den Wahnsinn antun. Aber sie wissen ganz genau: Mit uns können sie es ja machen. Ich mag es nicht, aber ich kann nicht anders. Wenn ich nicht aufhöre, wird sich da nie etwas ändern. Ich hätte Verwaltungsangestellter werden sollen, schön pünktlich Feierabend und wenn jemand ausfällt bleibt die Arbeit halt liegen. Und wenn ich krank bin, häng ich noch ein zwei Tage hinten dran, bleibt die Arbeit halt liegen. Wär ich ja schön blöd, halb krank in die Arbeit zu rennen. Können die Deppen auf Station ja gerne machen, aber nicht mit mir.

17° heute Nachmittag, funk.

Den Rhythmus wiederfinden[Bearbeiten]

Heute bin ich um kurz vor fünf aufgewacht. Wie an den letzten sieben Tagen auch. Doch diesmal klingelte mich kein Wecker aus dem Schlaf, denn heute habe ich keine Frühschicht. Ein Glück.

Sieben Mal Früh am Stück sind mir einfach zu viel. Bin ich das Arbeiten nicht mehr so gewohnt oder werde ich alt? Ich präferiere Möglichkeit Eins, finde aber auch die zweite Variante nicht von der Hand zu weisen. Jedenfalls: Wenn es mir jetzt schon so schwer fällt, wie soll denn das erst in zwanzig Jahren werden oder in dreißig oder – Gott bewahre! – noch später? Ich will es gar nicht wissen. Vielleicht sollte man es mit dieser Frage halten wie mit der täglichen Arbeit auch: Es wird schon irgendwie gehen, auch wenn man vorher noch nicht weiß wie. Und schon ist es kurz vor zwei und ich kann mich gar nicht mehr an den ersten Durchgang knappe acht Stunden vorher, um zwanzig nach sechs, erinnern – das muss in irgendeinem anderen Leben gewesen sein, denn in der Zwischenzeit ist so viel auf mich eingeprasselt, dass das Gehirn automatisch ausmistet. Flüchtige Erinnerungen müssen Platz machen, und wenn ich nicht zeitnah dokumentiert hätte, dass ich dem Patienten in Zimmer 19 am Fenster zum Frühstück acht Einheiten Insulin gespritzt habe, dann wüsste ich es bei der Übergabe tatsächlich nicht mehr.

Zu diesem Phänomen trägt auch bei, dass man nach ein paar Tagen mit derselben Schicht in eine Art Autopilotmodus umschaltet: Die eigene Wahrnehmung wird selektiver oder, um es weniger vornehm auszudrücken, viele Dinge interessieren mich einfach nicht mehr, und so passiert vieles wie von selbst. Manchmal muss ich sogar kurz kontrollieren, ob mir nicht inzwischen Fäden aus den Extremitäten und dem Kopf wachsen.

Jetzt habe ich frei. Der Verdacht, ich sei nur Werkzeug eines unsichtbaren Marionettenspielers, hat sich als unbegründet erwiesen, und so muss ich dringend wieder den Rhythmus wechseln. Ich möchte ja auch wieder einmal länger schlafen als bis 4.55 Uhr. / Bert Trautmann, 27.Januar 2012