Permissive Hyperkapnie

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Unter permissiver Hyperkapnie (PHC) wird eine tolerable Hyperkapnie mit respiratorischer Azidose verstanden, welche bei der protektiven Beatmung mit niedrigen Tidalvolumina und geringen Druckamplituden häufig auftritt. Die PaCO2-Werte steigen gewöhnlich nicht höher als 100 mmHg, wobei auch Beatmungsstrategien mit über 150 mmHg vorgekommen sind.

Tolerabel ist die PHC solange keine Hypoxämie und erhöhte Laktatspiegel vorliegen, sowie die renale Kompensation erhalten ist.

Nachfolgend ist eine Positiv-/Negativliste aufgeführt:

[Bearbeiten] positive Auswirkungen

[Bearbeiten] negative Auswirkungen

Die negativen Auswirkungen fallen aber im klinischen Verlauf kaum in Gewicht.

In praxi hat sich gezeigt, daß hohe PaCO2-Werte über viele Tage toleriert werden können, besonders bei normorenalen Kompensationsmechanismen, da relativ schnell eine teilweise metabolische Kompensation erfolgt. Trotzdem hat eine gründliche Risiko-Nutzen-Abwägung zu erfolgen, aber insgesamt ist die Baro¬/Volutraumatisierung der Lunge bei einer PHC geringer, als unter Normoventilation mit hohen Spitzendrücken.

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