Paternalismus

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Paternalismus (lateinisch "pater" = Vater) bedeutet Bevormundung im wohlwollenden ("väterlichem") Sinne. Einem Patienten werden durch "paternalistisches" Zuvorkommen Informationen vorenthalten und/oder Entscheidungen abgenommen. Das ist dann zwar "gut gemeint", z.B. um den Patienten vor (seelischen) Belastungen zu schützen, entmündigt den Betroffenen aber auch in gewissen Bereichen und impliziert, daß der Patient zu schwach für eine Auseinandersetzung mit Schwierigkeiten ist. Das "Schützenwollen" kann aber auch eine vorgeschobene Rechtfertigung des vorgeblich Schützenden sein, um selbst eben dieser Auseinandersetzung auszuweichen.

siehe auch[Bearbeiten]

Ansätze für ein Aufklärungsgespräch mit unheilbar Kranken
Wahrheit am Krankenbett
Shared decision making