Ohrenpflege
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Die Ohrenpflege beinhaltet die Inspektion und Reinigung des äußeren Gehörganges sowie gegebenenfalls die Verabreichung von Ohrensalben oder -tropfen. Auch die Unterstützung oder Übernahme der Versorgung bei der Verwendung eines Hörgerätes kann dazugehören oder die Assistenz bei einer Ohrenspülung.
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[Bearbeiten] Ziel
- Reinigung der Ohrmuschel und des Gehöreingangs
- Erhaltung oder Verbesserung des Hörvermögens
[Bearbeiten] Material
- Einmalhandschuhe
- mehrere Watteträger oder -bäusche
- milde Waschlösung, alternativ NaCl 0,9%-Lösung
- Öl (z.B. Mandelöl)
[Bearbeiten] Durchführung
Die Ohrmuschel zunächst mit milder Waschlösung oder mit physiologischer Kochsalzlösung reinigen. Verkrustungen können mit in Öl getränktem Wattebausch oder -träger angelöst werden. Ohrschmalz (Cerumen) vorsichtig mit großen Watteträgern (keine Wattestäbchen verwenden) entfernen, dabei nur so weit reinigen, wie man mit dem Finger kommen würde.
[Bearbeiten] Gefahren und Probleme
Es besteht Verletzungsgefahr durch Watteträger, beispielsweise Perforation des Trommelfells. Daher bei desorientierten und unruhigen Patienten die Ohrenpflege mit zwei Pflegepersonen durchführen. Bei Blutungen, Liquorfluß oder Eiterfluss keinesfalls Watte einlegen, sondern sterile Tupfer lose am äußeren Gehörgang befestigen. Bei länger dauernder Seitenlage des Patienten besteht die Gefahr einer Dekubitusentstehung an der Ohrmuschel, daher auf Freilagerung achten.
Bei nicht fachgerechter Reinigung wird Cerumen vor das Trommelfell geschoben und bildet einen Pfropf. Solch ein Pfropf kann das Hörvermögen deutlich beeinträchtigen, vor allem wenn er durch Feuchtigkeit aufquillt (beispielsweise beim Duschen, Haarewaschen). Er kann vom Arzt mittels Ohrenspülung gelöst werden.