Neurologischer Status

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Als Neurologischer Status wird das Ergebnis der einfachen fachärztlichen körperlichen Untersuchung einer Person zur Befundabklärung bezeichnet. Dabei wird nach einem festen Schema vorgegangen. Das Ergebnis ist entweder unauffällig oder die auffälligen Ergebnisse werden dokumentiert.

Dazu gehört z. B. das Durchbewegen der Gelenke, um die Muskelfunktion auf Kraft und Tonus beidseits (Symmetrie) zu prüfen. Prüfung der Reflexe, der Schmerzempfindlichkeit.

Untersuchungsbefunde könnten beispielsweise sein:

  • Ataxie: Störung des Bewegungsablaufs bzw. der Abstimmung von Körperbewegungen zu einem geordneten Zusammenwirken der Muskulatur.
  • Babinski-Zeichen: das Strecken der Großzehe nach oben beim Bestreichen der seitlichen Fußsohle, evtl. mit gleichzeitigem Spreizen der übrigen Zehen (Hinweis auf Pyramidenbahnschädigung).
  • Dysästhesien: "Verfremdete" oder unangehme Wahrnemung von Berührungs- oder Temperaturreizen.
  • Paresen: Lähmungserscheinungen, die Muskeln ein­- oder beidseitig betreffen.
  • Reflexabschwächung: nur abnorm schwach auslösbare Reflexe.
  • Reflexsteigerung: der abnorm lebhafte Muskelei­genreflex (z. B. bis hin zum Klonus, dem rhythmischen Zittern des Fußes beim Auftreten)
  • Spastik

Literatur[Bearbeiten]

  • Hilmar Burchardi, Reinhard Larsen u.a. (Herausgeber): Klinikmanual Intensivmedizin. ISBN 3-642-16940-6