Nephrektomie
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[Bearbeiten] Definition
Die Nephrektomie ist die Totalentfernung der Niere.
[Bearbeiten] Indikation
Die Nephrektomie kann bei gutartigen Erkrankungen indiziert sein
- Traumen
- Nierentuberkulose
- pyelonephritische Schrumpfniere
- Funktionslose Harnstauungsnieren
Hierbei erfolgt der Zugang üblich von retroperitoneal. Der Patient wird dabei in Seitenlage gelagert und im Bereich der Flanke aufgeknickt um einen besseren Zugang zum Organ zu ermöglichen. [1] oder laparoskopisch[2].
Bei Tumornephrektomien wird das Organ jedoch oft transperitoneal freigelegt, da hierbei die gleichseitige Nebenniere und regionale Lymphknoten mit entfernt werden [3]. Dabe befindet sich der Patient in Rückenlage mit unter die Flanke plaziertem Lagerungskissen (Luftblase). Die Tumornephrektomie ist auch laparoskopisch möglich.
[Bearbeiten] Pflege bei Nephrektomie
[Bearbeiten] Präoperative Pflege
Die Körperbehaarung soll nur gekürzt oder von den Brustwarzen bis zu den Leisten mit Enthaarungscreme (vorher austesten ob der Patient diese verträgt - allergen) entfernt werden. Dagegen erhöht eine Rasur das Infektionsrisiko und soll daher unterbleiben[4]. Am Tag vor der Operation erhält der Patient Abführmittel (oral und rektal). Tagsüber kann leichte Kost zugeführt werden, abends dann nur noch Flüssigkeit.
[Bearbeiten] Perioperative Pflege
Die Lagerung erfolgt je nach Zugang in Rückenlage oder Seitenlage mit einer leichten (Bauchlage) oder extremen (Seitenlage) Aufknickung in der Flanke. Engmaschige ZVK- und Urinausscheidungskontrolle, sowie Flüssigkeitsbilanzierung werden durchgeführt, um Funktionseinschränkungen frühzeitig zu erkennen. Es wird zur Bilanzierung der Urinausfuhr ein transperitonealer oder subrapupischer Katheter eingelegt. Anästhesiologischerseits wird durch ZVK, Arterie und weitere Intensivmedizinische Maßnahmen die Überwachung sichergestellt.
[Bearbeiten] Postoperative Pflege
Erstmobilisation erfolgt am ersten postoperativen Tag (unter Schmerzmedikation). Erster VW am zweiten postoperativem Tag, zusammen mit dem Arzt. In der Regel hat der Patient eine Redondrainage, die hierbei entfernt wird. Die Zieldrainage wird am 3. - 5. postoperativem Tag entfernt. Bei Obstipation erhält der Patient am 2. oder 3. postopreativem Tag einen Einlauf. Bis zum ersten Abführen darf der Patient schluckweise trinken, danach Höchstmenge nach Anweisung des Arztes oder frei. Verträgt er dies, erfolgt der Ernährungsaufbau beginnend mit leichter Kost.
[Bearbeiten] Fußnoten
- ↑ http://www.urologielehrbuch.de/lumbale_nephrektomie.html
- ↑ http://www.urologielehrbuch.de/laparoskopische_nephrektomie.html
- ↑ http://www.urologielehrbuch.de/tumornephrektomie.html
- ↑ Pävention postoperativer Infektionen im Operationsgebiet Empfehlung der Kommision für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim Robert Koch-Institut, Gliederungspunkt 4.1.4