Nahrungsmittelunverträglichkeit

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Definitionen nach ICD:

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Beschreibung

Bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit (NMU), auch Nahrungsmittelintoleranz (NMI) genannt, handelt es sich nicht um Allergien. Vielmehr ist der Körper nicht in der Lage, den jeweils mit der Nahrung zugeführten Stoff zu verarbeiten, weil er einen Mangel an passenden Enzymen (Abbaustoffen) hat bzw. davon überhaupt keine vorhanden sind, oder aber die Produktion dieser Enzyme gehemmt/unmöglich ist.

[Bearbeiten] NMU-Arten

Zu den bekannten NMUen gehören

[Bearbeiten] Reaktionen auf NMUen

Reaktionen bei vorliegender Unverträglichkeit/Allergie (nach [1]) umfassen folgendes:

Streng genommen erfasst der Begriff und insbesondere die synonym gebrauchte Bezeichnung Nahrungsmittelintoleranz nur Unverträglichkeitsreaktionen ohne toxischen und / oder allergischen Hintergrund.[2][3][4] Der oft fälschlich gebrauchte Begriff "Allergie" beschreibt also einen ganz anderen Vorgang im Körper.

[Bearbeiten] weitere Unverträglichkeiten

Einige Substanzen in Nahrungsmitteln sind pharmakologisch aktiv und können durch den Verzehr Symptome der NMU hervorrufen bzw. den Abbau des Enzyms hemmen (relative Intoleranz). Dies ist zum Beispiel der Fall bei Histaminintoleranz durch

Eine weitere Gruppe der Unverträglichkeiten sind Pseudoallergieen gegen bestimmte Nahrungsmittel, hervorgerufen durch in ihnen enthaltene Zusatzstoffe, welche die Mastzellen des Körpers aktivieren und degranulieren; zum Beispiel

Dies ist vor allem bei Histaminintoleranz der Fall.

[Bearbeiten] Therapie

Eine wirksame Therapie solcher Unverträglichkeiten besteht in erster Linie aus dem Meiden der unverträglichen Lebensmittel. In einigen Fällen können Hilfspräparate eingenommen werden (z.B, Laktase oder Antihistaminika), sie können aber eine entsprechende Diät nicht ersetzen. In Krankenhäusern werden bei der heute üblichen leichten Vollkost (oder gastroenteorologischen Basisdiät) die Lebensmittel weggelassen, bei denen mindestens 10% der Kranken Beschwerden haben, ausgehend von [5]. Man ist also beim Krankenhausbesuch nicht vor Reaktionen aufgrund seiner Unverträglichkeit gefeit, hat aber gute Chancen, den schlimmsten Auslösern von Reaktionen zu entgehen.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Quellen

  1. Bruijnzeel-Koomen C, Ortolani C, Aas K, Bindslev-Jensen C, Björkstén B, Moneret-Vautrin D, Wüthrich B.: Adverse reactions to food. European Academy of Allergology and Clinical Immunology Subcommittee. In: Allergy 1995 Aug;50(8):623-35. PMID PMID 7503398
  2. Pschyrembel klinisches Wörterbuch, 261. neu bearb. Aufl. September 2007, ISBN 978-3-11-018534-8
  3. Classen, Diehl, Kochsiek: 14.4.3 Nahrungsmittelunverträglichkeiten In: Innere Medizin, S.1198, 5. Auflage; Urban & Fischer-Verlag München 2006. ISBN 3-437-44405-0
  4. Koop, Beckh: 4.21 Nahrungsmittelunverträglichkeit, Nahrungsmittelallergie In: Gastroenterologie Compact, S.146; Georg Thieme Verlag 2002. ISBN 3131263113
  5. Deutsche Rentenversicherung Bund: Ernährungsmedizin und Diätetik in Rehabilitationseinrichtungen
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