Nähe

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Nähe und Distanz sind grundlegende Begriffe in der Kommunikation in der Pflege. Wer das Leiden anderer sieht, kann davon sehr ergriffen werden. Auch versehrt? Deshalb wird bei soviel Nähe immer wieder zu einem gerütteltem Maß an Distanz geraten.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Räumliche Nähe bzw. Distanz-Zonen

Zunächst wird oft unterschieden zwischen der tatsächlichen Entfernung von zwei Personen, die von beiden Seiten akzeptiert wird / werden darf.

Öffentlicher Raum, privater Raum, Armeslänge, Intimbereich - es gelten jeweils gesellschaftliche Normen des Erlaubten bzw. des Tabus. Pflegekräfte überschreiten diese Grenzen. Es sind quasi "Einbrüche" in ihre Sphären.


Mit der Unterscheidung ist gemeint . . .


Für die Formen der Wahrnehmung durch Sinnesorgane gibt es Entsprechungen zu diesen Entfernungsbegriffen: Hautkontakt – Greifweite – ein Steinwurf entfernt, Geruch, Blick-Kontakt – Gesichtsfeld, Hörweite, Kontaktlosigkeit. Die entsprechenden Signale (Auslöser von Wahrnehmung) heißen: Berührung, Ausdünstung/Parfum, Makeup/Kleidung, Lautstärke

[Bearbeiten] Emotionale Nähe bzw. Distanz

Damit wird Sympathie und Antipathie, die sich oft bereits aus dem ersten Eindruck herleiten, benannt. Gradmesser dafür ist / kann sein die Bereitschaft zu instrumenteller Unterstützung.

[Bearbeiten] Soziale Nähe bzw. Distanz

Zugehörigkeit zur gleichen oder anderen gesellschaftlichen Untergruppe. Beispielsweise als Bauer, Adelsangehöriger im Mittelalter, Bankadel usw.

[Bearbeiten] Theorien

Zu beachten Arbeiten von Claudia Bischoff und Hilde Steppe.

Silvia Käppeli sieht einen Wandel in der Motivation zur Pflege, der einer Entfernung in der Motivation darstellen soll: vom Beweggrund der christlichen Liebe hin zu einem seit etwa 1960 verbreiteten säkularisierten humanistischen Ethos ohne Glaubensbindung.

[Bearbeiten] Siehe auch:

[Bearbeiten] Literatur

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