Mundpflege

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Mundpflegetablett

Mundpflege ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Pflege, da der Mundraum den Eingangsbereich unseres Verdauungssystems darstellt. Wenn der Mund und die Schleimhäute nicht gepflegt sind, fühlt man sich nicht wohl. Mundpflege beugt Krankheiten vor und kann üblen Mundgeruch verhindern.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Indikation

Die Mundpflege sollte mindestens 3 mal täglich durchgeführt werden, besonders bei Menschen die oral nichts zu sich nehmen dürfen. Die Mundpflege wird übernommen wenn

[Bearbeiten] Grundsätze der Mundpflege

Grundsätzlich gilt:

  1. Der Zustand der Mundhöhle muss vor und nach der Maßnahme überprüft werden.
  2. Die Mundpflege ist behutsam durchzuführen.
  3. Natürliche Getränke sind medizinischen Lösungen vorzuziehen

Die Ziele sind:

  1. Anregung der Speichelproduktion
  2. Anregung der Kautätigkeit
  3. Befeuchtung der Mundschleimhaut
  4. geschmeidige Lippen

[Bearbeiten] Durchführung

[Bearbeiten] Vorbereitung

  1. Vorlieben und Abneigungen des Patienten in Erfahrung bringen
  2. Je verwirrter der Patient, desto eher sollten Materialien verwendet werden, die er kennt
  3. Aspirationsprophylaxe beachten

[Bearbeiten] Maßnahmen

[Bearbeiten] Anregung der Kautätigkeit

Regen den Speichelfluss an und fördern die Kautätigkeit: Gummibärchen

Jegliches Kauen führt zur Massage des Ausführungsganges der Ohrspeicheldrüse und sorgt so für eine feuchte Mundschleimhaut. Gerade bei Patienten mit medikamentenbedingter Mundtrockenheit oder Flüssigkeitseinschränkungen bzw. Flüssigkeitsdefiziten ist das Kauen von z.B. Kaugummi, Kaubonbons, Dörrobst, Brotrinde eine Alternative zur althergebrachten Mundpflege mit Kamillentee und Peanklemme.

Bei Patienten mit Schluckstörungen kann ein Kausäckchen verwendet werden.

[Bearbeiten] Anregung des Speichelflusses

Nach Möglichkeit sollte die Flüssigkeitszufuhr mindestens 1,5 Liter am Tag betragen. Das Trinken säuerlicher Flüssigkeiten (Orangensaft, Zitronenwasser oder Zitronentee), das Kauen und Riechen von Zitrusfrüchten und anderen säuerlichen Obstsorten wirkt speichelflussfördernd.

Bewusstseinsbeeinträchtigte Patienten Watteträger mit Lieblingsspeisen und -getränken lutschen lassen, nicht nur im Sommer können dazu geeiste Watteträger verwendet werden.

[Bearbeiten] Befeuchtung der Mundschleimhaut

Fruchteiswürfel in mundgerechter Form servieren

Regelmäßiges Anbieten von verschiedenen Getränken, bei anhaltendem Durstgefühl oder Mundtrockenheit können Eiswürfel helfen. Bei Bedarf kann eine größere Menge in einer Thermoskanne bereitgestellt werden, evtl. mundgerechte Eiswürfel aus dem bevorzugten Getränk herstellen.

Getränke immer in Griffnähe stellen, nach Möglichkeit vor jeder anderen Pflegemaßnahme anbieten.

Bei bewusstseinsbeeinträchtigten oder immobilen Patienten können kleinste Flüssigkeitsmengen mittels Sprühfläschchen verabreicht werden, auch die Eingabe geringer Flüssigkeitsmengen per Pipette (2-5 ml) verursacht in der Regel kein Verschlucken.

Einwegpipette

Die Verwendung von "künstlichen Speichel" oder "Lemonsticks" wird nicht von allen Patienten toleriert, inzwischen gibt es aber auch weitere geleeartige Zubereitungen aus der Apotheke, die den Mund über mehrere Stunden hinweg feucht halten sollen.

Das Auswischen der Mundhöhle mit Zahnbürste und befeuchteter Kompresse ist sehr effektiv, bedarf aber der Akzeptanz des Patienten. Hierbei kann leicht ein Würgereiz ausgelöst werden.

[Bearbeiten] Geschmeidige Lippen

Für die Lippen werden anstelle von Pflegestiften bevorzugt fetthaltige Cremes verwendet, aber auch Margarine, Pflanzenöl oder Butter. Bei vorhandenen Rhagaden kann einfach etwas Honig untergemischt werden. Salben mit dem Wirkstoff Panthenol wirken wundheilungsfördernd.

[Bearbeiten] Mundpflege in der Intensivpflege

Im Bereich der Intensivmedizin/ Intensivpflege bekommt die Mundpflege einen besonderen Stellenwert. Gerade bei oral intubierten Patienten hat sie die Funktion der Infektprophylaxe, da diese Patienten aufgrund von Sedierung und medikamentöser Therapie zum einen zu einer verminderten Speichelproduktion neigen und die physiologischen Selbstreinungsprozesse (z.B.der Abrieb von Zellen durch Kauen) nicht stattfinden kann. So kann sich schon nach wenigen Stunden beim oral intubierten Patient ein borkiger Belag auf der Zunge bilden, der als Ansammlung von Zellen einen guten Nährboden für pathogene Prozesse bilden kann.

[Bearbeiten] Pflege der Zahnprothese

[Bearbeiten] Vollständige Übernahme

[Bearbeiten] Spezielle Pflegemaßnahmen

Vorsicht: Infektionsgefahr.

[Bearbeiten] Ziele der Mundpflege

[Bearbeiten] Siehe auch

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