Menschenbild

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Menschenbild:

Menschenbild gehört zu jenen Wörtern, von denen fast jeder ungefähr, doch kaum genau sagen kann, was sie bedeuten. Man könnte diesen Ausdruck etwa so umschreiben:

Das Menschenbild ist das, was heraus kommt, wenn ich mir "ein Bild vom Menschen mache", also mein Grundverständnis vom Menschen und damit auch von mir selbst.

Das Menschenbild ist, was ich im Hinterkopf habe, wenn ich einem anderen Menschen begegne, also mein Vorverständnis vom Menschen vor jeder konkreten Begegnung und damit mein Leitbild, also die Leitlinie der Menschenführung und Menschenbegleitung.

Kurzum: Das Grund-, Vor- und Gesamtverständnis vom Menschen, das meine Grundeinstellung zum Menschen erbringt. Die Vorstellung davon, was den Menschen und sein Wesen ausmacht und ihn von der Tier- und Pflanzenwelt unterscheidet.

In diesem Sinne hat jeder Mensch, ob er will oder nicht, ob es ihm bewusst oder unbewusst ist, ein Menschenbild. Es ist ein Bild, das er seit frühester Kindheit von seinen Eltern mitbekommen hat und das fortan einerseits jede Begegnung prägt, andererseits durch jede neue Begegnung mit Menschen - mehr oder weniger - geprägt wird.

Die Frage ist daher nicht, ob ich ein Menschenbild habe oder nicht, sondern ob es mir bewusst ist.

Doch können auch Menschenbilder Maßstab zur Beurteilung von Menschen zweckentfremdet werden und dazu führen, dass das Menschsein anderer nicht respektiert, sondern an nicht hinterfragten Normen gewertet bzw. entwertet wird.

Es gibt so viele Menschenbilder, wie es Menschen gibt!

Mehr dazu:

  • Menschenbild in Wikipedia. Klick: [1]
  • Unvollendeter Entwurf und Einladung zur Mitgestaltung an einem universalen Menschenbild. Klick: [2]