Margarete Mitscherlich

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Margarete Mitscherlich, auch: Margarete Mitscherlich-Nielsen, geb. Nielsen (* 17. Juli 1917 in Gravenstein, † 12. Juni 2012 in Frankfurt am Main), war eine Psychoanalytikerin, Ärztin und Autorin einer Reihe bekannter psychologischer Bücher. Seit 1967 arbeitete sie vorrangig am Sigmund-Freud-Institut in Frankfurt/M. Sie war bis zu seinem Tod mit Alexander Mitscherlich (1908–1982) verheiratet.

Im Buch „Die Unfähigkeit zu trauern“, das 1967 erschien, untersuchten die Eheleute am Beispiel der deutschen Nazi-Vergangenheit den Umgang mit ihr in der Adenauer-Ära sowie die Abwehrhaltung Einzelner und der Bevölkerung insgesamt gegenüber Schuld oder Mitschuld an diesen etwa eine halbe Generation zurückliegenden politischen Verbrechen eines Teils dieser Bevölkerung. 2010 erschien Die Radikalität des Alters. Einsichten einer Psychoanalytikerin, in dem sie über die Ressourcen im Alter schreibt.

Werke[Bearbeiten]

(eine kurze Zusammenstellung)

  • zus. m. Alexander Mitscherlich: Die Unfähigkeit zu trauern. Grundlagen kollektiven Verhaltens. 1967, ISBN 3-492-20168-7
  • Die friedfertige Frau; 1985
  • Die Zukunft ist weiblich. 1987
  • Erinnerungsarbeit. 1987
  • Wir haben ein Berührungstabu: M. Mitscherlich und Brigitte Burmeister, 1991, Hamburg, KleinVerlag, ISBN 3-922930-03-4
  • Die Radikalität des Alters. Einsichten einer Psychoanalytikerin. Fischer, 2010. ISBN 3-10-049116-5

Literatur[Bearbeiten]

  • Ilse Lenz: Die Neue Frauenbewegung in Deutschland. Abschied vom kleinen Unterschied. Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 2008. ISBN 978-3-531-14729-1

Weblinks[Bearbeiten]