Magenspülung

Aus PflegeWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Eine Magenspülung ist nur indiziert bei lebensbedrohlichen Vergiftungen nach oraler Gifteinnahme, etwa nach Einnahme von Alkylphosphaten (= Toxine, die in Pflanzenschutzmitteln enthalten sind) oder Knollenblätterpilzen.

Liegt die Giftaufnahme länger als eine Stunde zurück ist die Magenspülung nur noch bei denjenigen Arzneimitteln sinnvoll, die zu einer verzögerten Magenentleerung führen, da sich ansonsten nur noch wenig oder gar kein Gift mehr im Magen befindet.


Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Kontraindikation

[Bearbeiten] Materialien

Durch

[Bearbeiten] Durchführung

Patient wird an den Herz- und Atemfrequenzmonitor angeschlossen, bradykarde Patienten erhalten wegen der Gefahr der Vagusreizung beim Legen eine Ampulle Atropin® über einen venösen Zugang. Bei Bewusstlosigkeit, insuffizienter Spontanatmung oder Vergiftung mit Schaum muss der Patient intubiert werden.

Patient wird in Seitenlage mit tief liegendem Kopf auf dem Behandlungstisch fixiert. Dann schiebt der Arzt den Magenschlauch bis zum Mageneingang. Das erste auslaufende Sekret wird für das Drogen-Screening gewonnen.

Eine PP füllt den mit dem Magenschlauch verbundenen Trichter mit 300-500 ml lauwarmen Wasser. Durch hochhalten des Trichters fließt die Flüssigkeit ein, durch Tiefhalten wird der Mageninhalt im Auffangefäß gesammelt. Eine weitere Pflegeperson saugt den Rachenraum ab. Die Spülung wird so lange durchgeführt, bis die Spülflüssigkeit wieder wasserklar zurückkommt. Spülmenge kann bis zu 150 l betragen.

Abschließend zieht der Arzt den Magenschlauch, wobei er ihn abknickt, um ein Zurücklaufen zu verhindern.

[Bearbeiten] Nachsorge

[Bearbeiten] Bei Spülung beachten

Persönliche Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Werkzeuge