Magensäure

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Die Magensäure wird von Haupt-, Neben- und Belegzellen des Magens sezerniert (ca. 1,5 Liter pro Tag).

Funktion[Bearbeiten]

Die Magensäure hat die Aufgabe den Speisebrei, der im Magen ankommt anzudauen und zu desinfizieren.

Regulation[Bearbeiten]

Die Regulation der Magensekretion erfolgt in drei Phasen:

  1. Vagale Phase:
    • Wird durch psychisch–nervale Reize ausgelöst, d.h.:
    • gesteuert durch den [[N. vagus], ausgelöst z.B. durch Sinneseindrücke und Vorstellung von schmackhaften Speisen („das Wasser läuft im Mund zusammen“)

  2. Gastrische phase:
    • Wird durch lokale Reize ausgelöst, d.h.:
    • gesteuert durch Freisetzung von Gastrin aus den Zellen der Antrumschleimhaut; diese Phase kommt durch Berührung und Dehnung der Antrumschleimhaut durch Chymus und durch nervale Stimulierung in Gang. Ebenso regen Genußmittel wie Kaffee, Alkohol und Eiweißreste die Gastrinproduktion an.

  3. Intestinalphase:
    • Beim Übergang von Chymus ins Duodenum wird Gastrin freigesetzt, was eine Magensaftsekretionssteigerung zur Folge hat
    • Sinkt der ph-Wert unter 4, wird das Hormon Sekretin sezerniert, welches die HCL Produktion durch Bicarbonatausschüttung im Magen senkt. Gleichzeitig wird die Inkretion von Gastrin gehemmt und Salzsäure durch das Bikarbonat neutralisiert.

Störungen[Bearbeiten]

  • Hyperazidität:
Produziert der Magen übermäßig viel Magensäure, kommt es zu einer Magenübersäuerung, der Hyperazidität. Hierbei handelt es sich um keine Krankheit an sich, sondern vielmehr um ein Symptom anderer Erkrankungen. Mit Medikamenten oder mithilfe einiger Ernährungstipps lässt sich der Überproduktion von Magensäure entgegenwirken.
  • Subazidität/Subacidität:
Bei Magenerkrankungen zu beobachtende verminderte Konzentration an Salzsäure im Magensaft. Therapeutisch wird medikamentös substituiert.

Siehe auch[Bearbeiten]