Lochien

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Wenn die Plazenta sich ablöst und als "Nachgeburt" geboren wird, hinterlässt sie in der Gebärmutter eine Wunde, die einer Schürfwunde gleicht.

Im Geburtskanal entstehen während der Geburt kleinere Verletzungen. Daher beinhalten Lochien auch Überreste aus dem Schwangerschaftsstadium und Abbauprodukte des Endometriums nach der Geburt, bestehend aus Fruchtwasser, Schleim und Zellbestandteilen (insbes. Erythrozyten und Leukozyten).

Die Lochien werden z. T. vom Endometrium resorbiert oder treten als Lochialfluss (Lochiorrhagie) aus der Vulva aus.

Beobachtung des Lochialsekretes[Bearbeiten]

Färbung und Geruch[Bearbeiten]

  1. Lochia rubra (blutige Lochien) 1. Woche
  2. Lochia fusca (braunrote Lochien) 2. Woche
  3. Lochia flava (gelbliche Lochien) Ende der 2. Woche
  4. Lochia alba (entfärbte Lochien) 3. Woche
  5. Geruch ist süßlich fade

Lochienmenge[Bearbeiten]

  • insgesamt 400- 1200ml, nimmt ständig ab, nach 4-6 Wochen versiegt die Ausscheidung

Hintergrund[Bearbeiten]

Um aufsteigende Infektionen wie das Kindbettfieber zu verhindern, sollte in der Zeit des Wochenbetts besonders auf Hygiene geachten werden:

  • In den ersten Wochen wird vom Baden abgeraten.
  • In Ausnahmefällen sind kurzzeitige Sitzbäder mit Zusätzen von Kamille kurzzeitig möglich.
  • Kommt man mit dem Ausfluss in Berührung, sind umgehend die Hände gründlich zu waschen, da der Wochenfluss infektiös sein kann und eine Infektion des Kindes oder der Brust möglich wäre.
  • Geschlechtsverkehr sollte bis nach dem "Wochenfluss" tabu sein.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weiterführende Links[Bearbeiten]

  • Wochenbett bei Omeda: [1]
  • Der richtige Umgang mit dem Wochenfluss: [2]