Laborwerte bei Harnuntersuchungen
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Zu den Laborwerte bei Harnuntersuchungen:
Hinweis: evtl. auch den Zeitraum seit dem letztem Wasserlassen (Miktion) und die augeschiedene Urinmenge notieren.
Als Sammelurin wird bezeichnet, wenn die einzelnen Urinportionen in 24 Stunden in einem Gefäß gesammelt und gemessen werden. Dshalb auch: 24-Stunden-Urin. Die Konzentration des Urins schwankt im Laufe von Tag und Nacht, aber gesunde Nieren arbeiten kontinuierlich.
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[Bearbeiten] PH
Der Urin-pH-Wert wird mit einem Teststreifen ermittelt, der in frischen Urin getaucht wird. Er dient vor allem dazu, um das Risiko für Harnsteine (Blase oder in den Nieren) abzuschätzen und um die Funktion der Nieren bei der Kontrolle des Säure-Basen-Haushaltes zu beurteilen. Woraus wird der Urin-pH-Wert bestimmt?
Der Normalwert bei Erwachsenen: Urin-pH-Wert zwischen 5 - 7
Ein geringerer pH-Wert (≤5 = sauer) kann z. B: bei Gicht oder einer Azidose gemessen werden Ein zu hoher (alkalischer, Lauge) pH-Wert (≥7) kann z. B. bei Harnwegsinfektionen auftreten.
[Bearbeiten] Zucker
Fachausdruck für Urinzucker ist Glukosurie. Der Harn, den Gesunde ausscheiden, enthält normalerweise kaum Glukose. Ist die Glukosekonzentration im Blut jedoch höher als etwa 180mg/dl Blut (10 mmol/l), kommt es in den Nieren zum Verbleib von Zucker im Sekundärharn. Er läßt sich im Urin einfach nachweisen. s nicht nach, und der Zucker lässt sich im ausgeschiedenen Harn nachweisen. Spezielle Teststreifen verfärben sich, wenn sie in solchen Urin getaucht wurden. Befindet sich mehr als 500 mg Glukose pro Liter im Urin, verfärbt sich der Streifen. Skala auf der jeweiligen Packung.
[Bearbeiten] Urinsediment, Eiweiß u.a.
Das Urinsediment wird z. B. bestimmt, um die Ursache von Nierensteinen, von Eiweiß (Proteinurie) oder Blut im Urin (Hämaturie) abzuklären.
Methoden: unter dem Mikroskop bzw. spezielle Teststreifen verfärben sich, wenn die Nachweisschwelle überschritten wird.
Normalwerte bei Erwachsenen:
- Rote Blutkörperchen (Erythrozyten) 0-5 pro Mikroliter (0-2 pro Gesichtsfeld unter dem Mikroskop)
- Weiße Blutkörperchen (Leukozyten) 0-3 pro Mikroliter (weniger als 5 pro Gesichtsfeld)
- Epithelien, Plattenepithelien nur vereinzelt
- Zylinder nur vereinzelt
Zu viele Erythrozyten im Urinsediment können z. B. bei der Regelblutung (normal), Entzündungen, Tumoren, Infektionen, Harnsteinen vorkommen.
Zu viele Leukozyten können bei Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis), Harnwegsinfekt, Entzündung der Prostata (Prostatitis) vorkommen.
Erhöhte Zahl der Epithelien oder Plattenepithelien bei Harnwegsinfektion.
Erhöhte Zylinder-Zahl: bei Erkrankungen der Nieren.
[Bearbeiten] Siehe auch
- Niere
- Harnleiter
- Harnblase
- Harnröhre
- Flüssigkeitskompartimente im Körper siehe bei Wasser-Haushalt
- PH-Wert im übrigen Körper
[Bearbeiten] Literatur
[Bearbeiten] Weblinks
- Wasserhaushalt beim Menschen, Artikel in der Wikipedia