Gesundheits- und Krankenpfleger

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Krankenschwester/Gesundheits- und Krankenpflegerin

Gesundheits- und Krankenpfleger/in, vormals (bis 2004) Krankenschwester und Krankenpfleger, ist ein Ausbildungsberuf im Gesundheitswesen. Ein verwandtes Berufsbild ist die Altenpflege.

2007 waren in Deutschland 393.000 Pflegekräfte (GuK, KiGuK) für die Versorgung von 17,2 Millionen Krankenhauspatienten in 2 87 Krankenhäusern mit etwas über 500.000 Planbetten etc. tätig.[1] Werden die Teilzeit- oder geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse anteilig umgerechnet entsprechen die 393 Tsd. Pflegekräfte 298.000 Vollzeitkräften. Dabei sind nur 53% in einer Vollzeitstelle tätig.

In Deutschland[Bearbeiten]

Durch Beschluss des Bundestages vom Juli 2003 wurde das alte Krankenpflegegesetz von 1985 abgelöst. Am 1. Januar 2004 trat das neue Krankenpflegegesetz in Kraft, welches die neue Berufsbezeichnung für zukünftig staatlich geprüften Krankenpflegekräfte mit sich bringt. Die neue Bezeichnung hat somit die alten Berufsbezeichnungen Krankenschwester und Krankenpfleger abgelöst. Nach altem Gesetz staatlich geprüfte Pflegekräfte dürfen die alte Berufsbezeichnung weiterführen.

Die neue Ausbildungs- und Prüfungsverordnung gliedert die Ausbildung zukünftig in 2100 Theorie- und 2500 Praxisstunden. Sie wird weiterhin an den Krankenhäusern angeschlossenen Krankenpflegeschulen durchgeführt, deren Leitung zukünftig über ein abgeschlossenes Hochschulstudium verfügen muß. Die Rolle der Praxisanleiter wird gestärkt, sie müssen über mindestens zwei Jahre Berufserfahrung und über eine berufspädagogische Zusatzausbildung im Umfang von mindestens 200 Stunden verfügen. Integrierte Ausbildungen werden möglich, in denen die Auszubildenden sich nach einer Orientierungsphase für eine Spezialisierung in Richtung Krankenpflege oder Kinderkrankenpflege entscheiden können - ein erster Schritt in Richtung generalisierte Pflegeausbildung. Das Mindestalter für Auszubildende ist weggefallen. Der Unterricht orientiert sich vermehrt an fächerübergreifenden Lernfeldern. Der Lehrstoff wird auch in Lernbereichen wie Anatomie, Chirurgie, Innere Medizin vermehrt durch Lehrer für Pflegeberufe vermittelt, externe ärztliche Dozenten verlieren hier an Bedeutung.

Allerdings trifft die „Berufsbezeichnung Krankenschwester oder auch-Gesundheits- und Krankenpflege die beruflichen Inhalte und die fachliche Qualifikation der Pflegeberufe (Gesundheits -und Kinderkrankenpflege, Gesundheits -und Krankenpflege, Altenpflege) nicht mehr wirklich“. [2]

In der Schweiz[Bearbeiten]

Dipl. Pflegefachfrau / dipl. Pflegefachmann' ist die dt.sprachige schweizerische Bezeichnung für die diplomierte Fachperson in Gesundheits- und Krankenpflege (oder auch dipl. Pflegefachperson). Die Bezeichnung dipl. Pflegefachfrau löste 2002 die Berufsbezeichnung dipl. Krankenschwester (dipl. Pflegefachmann für dipl. Krankenpfleger) ab.

In Spanien[Bearbeiten]

Enfermeros oder enfermeras: das spanische Studium der Gesundheits- und Pflegewissenschaften dauert vier Jahre und schließt mit dem Titel „grado en enfermería“ ab. Es beinhaltet die gleichen Lernfelder wie in der deutschen Ausbildung zum/zur „Gesundheits- und Krankenpfleger/in“ und dem Schweizer Studiengang „Bachelor of Science in Pflege". Die spanischen Studiengänge der Pflegewissenschaften haben 240 Credit Points CP und im Durchschnitt 6.150 Stunden. Der theoretische Anteil liegt mit 4.050 Stunden um ein Drittel höher als in der deutschen Ausbildung „Gesundheits- und Krankenpfleger/in“ und mit 2.100 Stunden Praxisanteil auf gleicher Augenhöhe wie in Deutschland und in der Schweiz. Das Studium weist eine enge Verzahnung zwischen Theorie, Praxis und Wissenschaft auf. Sämtliche Differenzierungsbereiche werden während des Studiums abgedeckt. In den Wahlpflichtfächern und der Abschlussarbeit spezialisieren sich die Pflegekräfte für eine Tätigkeit in Krankenhäusern, Spitälern und Gesundheitszentren. Studium der Pflegewissenschaften in Spanien

Aufgrund der EU-Richtlinie 2005/36/EG zur funktionalen Gleichstellung eines in der EU erworbenen Hochschultitels sind die spanischen Studiengänge in Deutschland und der Schweiz gleichgestellt. Voraussetzung für die Anerkennung ist die Sprachkompetenzstufe B2 des Europäischen Referenzrahmens für Sprachen. Anerkennung & Vermittlung von Pflegekräften. In Deutschland arbeiten die Pflegekräfte fortan als Gesundheits- und Krankenpfleger/innen und in der Schweiz als diplomierte Pflegefachfrauen bzw. Pflegefachmänner mit dem Titel "Bachelor of Science in Pflege".

Verdienst/Einkommen[Bearbeiten]

In staatlichen und kommunalen Einrichtungen, wie zum Beispiel Landeskrankenhäusern, erfolgt die Bezahlung nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD), der den früheren Bundesangestelltentarifvertrag (BAT) abgelöst hat. Das Grundgehalt wird durch teilweise abgabenfreie Zuschläge wie Ortszuschlag, Schichtzulage, Tarifzulage oder bei Nachtarbeit Nachtzuschlag ergänzt. Kirchliche Arbeitgeber wenden bei der Vergütung eigene Regelwerke an, die aber meist an den BAT angelehnt sind, zum Beispiel die Arbeitsvertragsrichtlinien des Deutschen Caraitasverbandes (AVR Caritas) oder der Diakonie (AVR Diakonie) oder die kirchliche Fassung des BAT (BAT-KF). Dabei handelt es sich jedoch nicht um Tarifverträge im Rechtssinn. Bei privaten Arbeitgebern, wie Krankenhauskonzernen (z.B. Asklepios-, Helios- oder Sana-Kliniken), gibt es oft Haustarifverträge, die vom BAT oder vom TVöD abweichen können. Oft sind hier auch leistungsabhängige Gehaltskomponenten üblich. Die meisten Krankenhäuser zahlen noch Beiträge für eine tariflich vereinbarte ergänzende Altersversorgung, z.B. in die Kirchliche Zusatzversorgungskasse.

Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten[Bearbeiten]

Im Ausland[Bearbeiten]

Spanien[Bearbeiten]

Geschichte des Berufes[Bearbeiten]

Siehe dazu: Geschichte der Krankenpflege bzw. Geschichte der Pflege

Historische Vertreterinnen des Berufes[Bearbeiten]

Neue Entwicklungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Navigation/Statistiken/Gesundheit/Gesundheit.psml
  2. http://www.pflegekammer-nrw.de/Aktuelle%20Infos.htm