Krankenbeobachtung

Aus PflegeWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Unter Krankenbeobachtung in der Pflege ist die allseitige Beobachtung und Erfassung des physischen und psychischen Zustandes des Patienten, sowie seiner sozialen Situation durch eine Kranken- oder Altenpflegerin zu verstehen. Es wird also nicht nur einfach geschaut oder nur nach krankhaften Veränderungen geschaut! Das Resultat ist eine wesentliche Grundlage der Pflegeplanung bzw. deren Änderung aufgrund aktueller Veränderungen.

Dabei werden sowohl objektive, teils messbare und teils nicht messbare Veränderungen beim Patienten, als auch subjektive Faktoren, wie Beschwerden und Befindensstörungen, erfasst. Es geht um Einhaltung von Normwerten bzw. die Abweichungen davon nach unten oder oben. Das Wissen um den Bereich, in dem Schwankungen der Beobachtung oder der Messergebnisse normal sind, ist Gegenstand des Unterrichts in dieser pflegerischen Grundfähigkeit. Durch diese Schulung soll / wird gezielt beobachtet (werden), deshalb kann dann von einer professioneller Beobachtungs-Kompetenz der Kranken- oder Altenpflegerin gesprochen werden.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Bedeutung der Krankenbeobachtung

Eine zielgerichtete und ständige Beobachtung des Patienten ist wichtig. Bestimmte Veränderungen entziehen sich häufig einer medizinischen Messung. Der kranke Mensch ist nie nur ein körperlich Kranker, sondern auch ein mehr oder weniger psychisch Belasteter. Diese Belastungen können die unmittelbare Folge der Erkrankung sein, aus denen Anforderungen der Behandlung entstehen, oder aber auch völlig unabhängig davon vorliegen.

Sie fliesst in die fortlaufenden Pflegeberichte (Dokumentation) und die Pflegeplanung ein. Sie ist Teil der ATL und beeinflusst die ATL.

Vielfältige Beobachtungsmöglichkeiten ergeben sich bei der Verrichtung pflegerischer Arbeiten, z.B. bei der Durchführung der.

Um richtig zu beobachten und das Beobachtete richtig zu interpretieren, müssen fundierte Kenntnisse über das normale Befinden (die physiologische Norm in der interindividuellen Bandbreite) und über pathologische Abweichungen vorhanden sein. Das Pflegepersonal muss aber auch eine Reihe von Fähigkeiten, wie praktisches Können, Einfühlungsvermögen und Kombinationsgabe haben. Insbesondere aber muss eine spezielle Einstellung zu anderen Menschen erworben werden. Das bedeutet, dass das Pflegepersonal sich selbst in bestimmtem Maße verändern muss, indem es die erworbenen Erkenntnisse auch auf sich anwendet. Dazu gehören Objektivität und Toleranz.

[Bearbeiten] Beobachtungsmöglichkeiten

Die Krankenbeobachtung kann zu jeder Zeit stattfinden und je nach Fragestellung mit oder ohne Hilfsmittel erfolgen. Die gezielte Beobachtung mit medizinischen Geräten und Analysemethoden im ärztlichen Auftrag wird als Diagnostik bezeichnet.
Zur Strukturierung und Sicherstellung einer umfassenden und exakten Diagnostik sind gegebenenfalls Assessmentinstrumente zu nutzen, wie z.B.:

  • im Krankenhaus
    • ergebnisorientiertes PflegeAssessment (ePA©)
  • in der Rehabilitation
    • Functional Independence Measure (FIM®)
  • in der Altenpflege

Häufig handelt es sich dabei um Skalen zur Beschreibung von verschiedenen Ausprägungsgraden einzelner Risikofaktoren. Diese werden anschließend zusammengezählt und mit einer Punkteliste verglichen.

[Bearbeiten] Sinnesorgane

Sinnesorgane

  • Sehen
    • Veränderung der Haut
    • Schwellungen
    • Haltung / Gestik / Mimik
    • Ausscheidungen
  • Geruchssinn
    • Zersetzungen, Gewebszerfall
    • Ausdünstungen
    • Ausscheidungen
  • Tastsinn
    • Temperaturveränderungen
    • Verhärtungen
    • Schwellungen
    • Puls
  • Geschmackssinn
    • Durch Schmecken des Urins wurde früher der Zuckergehalt nachgewiesen. Dies wird heute zum Glück nicht mehr praktiziert :-)

[Bearbeiten] Technische Hilfsmittel

[Bearbeiten] Beobachtungskriterien

[Bearbeiten] Physische Faktoren

[Bearbeiten] Vitalzeichen

[Bearbeiten] Ausscheidungen

Aspiration

[Bearbeiten] Sensibilität

[Bearbeiten] Ernährungszustand

[Bearbeiten] Aussehen

[Bearbeiten] Psychische Faktoren

[Bearbeiten] Bewusstseinslage

  • Schlaf (Einschlafprobleme, Durchschlafprobleme, Tag-Nacht-Umkehr)
  • Wach sein (Schläfrigkeit am Tag, ungewolltes Einschlafen)
  • Stimmung
  • Schmerzäußerungen (Häufigkeit, Intensität, Zeitpunkt)
  • Sprache (Wortschatz, -verständnis, -nutzung)
  • Sprache (verwaschen, stockend, Stottern, Lallen, stockend, heiser)
  • Reaktionen auf Therapien, Compliance

[Bearbeiten] Soziale Faktoren

  • Persönliche Schwierigkeiten (beruflich, familiär, gesellschaftlich)
  • Isolierung
  • Vereinsamung
  • Besucherverhalten (Häufigkeit, Dauer)

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Literatur

Persönliche Werkzeuge