Kündigungsschreiben (Muster)

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betr:Kündigung

Sehr geehrte Herr Grünwald,

wir kündigen das Arbeitsverhältnis fristgerecht zum

31. Dezember 2009.


Übernahme ihres Dienstverhältnis von Fa.Alro, wie besprochen am 23.12.2009 wäre jedoch möglich


Mit freundlichen Grüßen

Vogl Werner

Geschäftsführer

Kündigungsschreiben mit Abfindungsanspruch[Bearbeiten]

Rechtliche Hinweise dazu[Bearbeiten]

Der Anspruch auf eine gesetzliche Abfindung wurde ab 1.1.2004 neu in das Kündigungsschutzgesetz aufgenommen (§ 1a). Ein Arbeitnehmer hat nur unter bestimmten Voraussetzungen einen Abfindungsanspruch von einem halben Brutto-Monatsgehalt pro Beschäftigungsjahr:

  • Es muss sich um eine betriebsbedingte Kündigung handeln
  • Der gekündigte Arbeitnehmer muss die dreiwöchige Klagefrist vertreichen lassen, ohne eine Kündigungschutzklage zu erheben.
  • der Arbeitgeber muss in der Kündigungserklärung darauf hinweisen, dass die Kündigung auf dringende betriebliche Erfordernisse gestützt ist und der Arbeitnehmer bei Verstreichenlassen der Klagefrist die Abfindung beanspruchen kann

Sind alle drei Voraussetzungen erfüllt, entsteht der Abfindungsanspruch mit dem Ablauf der Kündigungsfrist.

Der gekündigte Arbeitnehmer ist frei in seiner Entscheidung, ob er von dem Angebot Gebrauch machen will oder innerhalb der 3-Wochenfrist eine Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht einreicht. Auch der Arbeitgeber ist frei in seiner Entscheidung, ob er einem Arbeitnehmer, dem er aus betriebsbedingten Gründen ordentlich kündigt, eine Abfindungsangebot nach § 1a Kündigungsschutzgesetz machen will. Er ist dazu nicht verpflichtet und kann es auf einen Prozess vor dem Arbeitsgericht ankommen lassen.

Muster Kündigungsschreiben mit Abfindungsanspruch[Bearbeiten]

Kündigung

Sehr geehrter Herr Meier,

wir kündigen das Arbeitsverhältnis aus betrieblichen Gründen fristgerecht zum

31. März 2007

ersatzweise zum nächsten zulässigen Termin. Der Betriebsrat wurde vorher angehört und hat der Kündigung zugestimmt.

Sie haben Anspruch auf die gesetzliche Abfindung von einem halben Monatsgehalt pro Beschäftigungsjahr unter der Bedingung, dass Sie innerhalb der 3-Wochen-Frist vom Zugang dieser Kündigung an keine Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht einreichen. Sie können aber auch vorher schon schriftlich erklären, dass Sie auf eine Klage verzichten werden.

Die Abfindung würde € xxxxx brutto betragen und wäre am 31. März 2007 fällig.

Bitte lassen Sie sich beim Arbeitsamt über die Auswirkungen auf das Arbeitslosengeld beraten. Seit 1. Juli 2003 ist auch gesetzlich geregelt, dass Sie sich sofort nach Zugang der Kündigung beim Arbeitsamt melden müssen, wenn Sie Leistungen in Anspruch nehmen wollen.

Mit freundlichen Grüßen

Unterschrift

Beispiel Änderungskündigung[Bearbeiten]

Rechtliche Hinweise zur Änderungskündigung[Bearbeiten]

Änderungskündigung heißt: Der Arbeitgeber will die Arbeitsbedingungen des bestehenden Arbeitsvertrages ändern, wie zum Beispiel einen anderen Einsatzort, andere Tätigkeit bei selbem oder geringerem Gehalt. Er kündigt deshalb den bestehenden Vertrag und bietet dem Arbeitnehmer gleichzeitig die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisss zu geänderten Arbeitsbdingungen an.

Ein Mitarbeiter hat drei Möglichkeiten auf eine Änderungskündigung zu reagieren:

  1. Er akzeptiert die geänderten Arbeitsbedingungen. Dies muss er jedoch innerhalb einer Frist von drei Wochen gegenüber dem Arbeitgeber erklären, ist die maßgebliche Kündigungsfrist kürzer als drei Wochen, ist die Kündigungsfrist die Erklärungsfrist. Durch die Annahme des Vertragsangebotes ist der Arbeitsvertrag geändert worden.
  2. Er akzeptiert unter dem Vorbehalt, dass die Kündigung sozial gerechtfertigt ist, und lässt durch Klage beim Arbeitsgericht prüfen (3-Wochenfrist ab dem Zugang der Kündigung), ob die Kündigung nicht sozialwidrig ist. Allerdings muss der Arbeitnehmer in diesem Fall nach Ablauf der Kündigungsfrist zunächst zu den geänderten Arbeitsbedingungen arbeiten, solange die Sozialwidrigkeit der Änderungskündigung nicht rechtskräftig festgestellt worden ist.
  3. Der Arbeitnehmer erklärt nicht innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigung gegenüber dem Arbeitgeber die Annahme des Vertragsangebots. Dann verfällt das Angebot und aus der Änderungskündigung wird eine Beendigungskündigung (normale Kündigung). Auch dagegen kann der Mitarbeiter Kündigungsschutzklage einreichen.
  4. Und natürlich besteht in allen drei Fällen die Möglichkeit, durch Verhandlungen oder Gespräche eine andere Situation herbeizuführen, wenn zwischen den Beteiligten darüber Einigung erzielt werden kann.

Muster Änderungskündigung[Bearbeiten]

Beispiel eines Kündigungsschreiben bei Änderungskündigung:

Ordentliche Änderungskündigung

Sehr geehrte Frau Stolpe,

wir kündigen das Arbeitsverhältnis fristgerecht zum

31. März 2007

wegen Wegfall des Arbeitsplatzes und bieten Ihnen ab 1. April 2007 die Position einer Einsatzleiterin an zu den Bedingungen des alten Arbeitsvertrages. Der Betriebsrat wurde gehört und hat dieser Änderungskündigung zugestimmt.

Bitte teilen Sie uns innerhalb der nächsten drei Wochen vom Zugang dieser Kündigung an mit, ob Sie mit den Änderungen des Arbeitsvertrages einverstanden sind. Wenn Sie nicht einverstanden sind, endet das Arbeitsverhältnis am 31. März 2007.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Molitor

Geschäftsführer

Muster fristlose Kündigung[Bearbeiten]

Kündigung aus wichtigem Grund

Sehr geehrte Frau Hansen,

wir kündigen das Arbeitsverhältnis fristlos wegen Diebstahls, ersatzweise fristgerecht zum 30. Juni 2007.

Der Betriebsrat wurde gehört und hat der fristlosen bzw. der fristgerechten Kündigung zugestimmt.


Mit freundlichen Grüßen

Jens Meier

Geschäftsführer

Muster einer Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht[Bearbeiten]

Arbeitsgericht X-Stadt
Gerichtsstraße 1
X-Stadt


Klage

des Franz Müller, Mühlenstr. 2, 12345 Mühlhausen (Kläger)

gegen

Pflege mit Herz GmbH, vertreten durch den Geschäftsführer Hans Herzlos, Siechenstr 3, 54321 Alzheim (Beklagte)


Ich erhebe Klage und beantrage,

festzustellen, dass das zwischen mir und der Beklagten bestehende Arbeitsverhältnis nicht durch die Kündigung der Beklagten vom [Datum der Kündigung] beendet worden ist.


Ich bin seit mehr als sechs Monaten bei der Beklagten als Pflegekraft mit einem Monatsgehalt von xx EUR angestellt. Die Beklagte beschäftigt regelmäßig mehr als zehn Arbeitnehmer.

Am [Datum des Zugangs der Kündigung] ging mir ein Kündigungsschreiben der Beklagten zu, in dem diese erklärt, sie kündige das Arbeitsverhältnis zum [Kündigungsdatum].

Die Kündigung ist sozial ungerechtfertigt und damit rechtsunwirksam. Es wird bestritten, dass die Beklagte den Betriebsrat vor Ausspruch der Kündigung ordnungsgemäß angehört hat.

Franz Müller [eigenhändige Unterschrift]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hromadka, Wolfgang: Arbeitsrecht für Vorgesetzte, München 2007
  • List, Karl-Heinz: Einfach gut formulieren - Kurz, klar und korrekt schreiben, für Chefs und Personaler, Nürnberg 2007 (mit Mustertexten)