Intensivtherapie und Intensivpflege als Gemeinschaftsaufgabe

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Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Die Ausgangssituation

Anästhesie, Intensivmedizin und Intensivpflege haben sich so rasant entwickelt, dass es ohne Arbeitsteilung und partnerschaftlichen Dialog zwischen Medizin und Pflege nicht geht. Die erforderlichen Patientenbetreuungs- und Behandlungsschritte zählen zu den komplexesten im Krankenhaus. Sie sind nur innerhalb der Teamarbeit von Medizin und Pflege lege artis realisierbar.

[Bearbeiten] Die Arbeitsaufgaben

in Intensivpflege und Intensivmedizin basieren auf der Grundlage einer gemeinsamen Verantwortung für den Patienten und innerhalb einer gesellschaftlich gewünschten Dienstleistung.

„Die Delegationen auf ärztliche Anordnung im Einzelfall entsprechen heute nicht mehr den Erfordernissen interdisziplinärer Intensivtherapie im Sinne umfassender Patientensicherheit und -behandlung. Vielmehr stehen hierbei die gegenseitige Supervision und kontinuierliche Anleitung und Beratung innerhalb des intensivmedizinischen Teams im Mittelpunkt.“ Mehr dazu: http://www.dgf-online.de/wDeutsch/pdf/DGF-Fachkrankenpflegestandard.pdf

[Bearbeiten] Die Priorität auf der Intensivstation

haben immer die Aufrechterhaltung und der Ersatz der vitalen Funktionen.

[Bearbeiten] Die Arbeitsleistungen

Die Qualifikation der Fachkrankenpflegekraft für Intensivpflege und Anästhesie besteht aus einer dreijährigen pflegerischen Ausbildung, entsprechender spezifischer Berufserfahrung in den Fachbereichen und einer zweijährigen berufsbegleitenden Weiterbildung. Auf der Grundlage dieser fünfjährigen Ausbildung und praktischer Erfahrung ist sie befähigt, folgende Arbeitsleistungen zu erbringen:

Larsen: „Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass auch in Deutschland, wie in der Schweiz und Frankreich, sehr bald Fachkrankenpflege Narkosen durchführt. Auch in der Intensivmedizin kommt es zu nachhaltigen Veränderungen in der Aufgabenteilung zwischen Arzt und Intensivpflege.“

[Bearbeiten] Die aktuelle Rechtsprechung

[Bearbeiten] Die Intensivpflege braucht

[Bearbeiten] Verfahrensweisen

Schwestern und Pfleger, die sich bewusst in die Bereiche Anästhesie und Intensivpflege begeben, können, nach erfolgter ärztlicher Anleitung und Kontrolle, die Durchführung von Injektionen, Infusionen und Blutentnahmen und erforderliche Tätigkeiten innerhalb der ärztlichen Assistenz nicht ablehnen.

Fachpflegekräfte für Intensivpflege und Anästhesie sind, auf der Grundlage ihrer Zusatzausbildung, zur Durchführung dieser Maßnahmen grundsätzlich ermächtigt und verpflichtet.

Die Intensivpflege ist für die Qualität ihrer Arbeit innerhalb der Durchführungsverantwortung selbst verantwortlich. Trotzdem: Es müssen täglich Kompromisse zwischen pflegerisch Notwendigem und dem Möglichen gemacht werden, da trotz der Delegation ärztlicher Tätigkeiten in den Pflegedienst keine Personalmehrung eingetreten ist.

[Bearbeiten] Intensivpflege und Flusssystem

Intensiv- und Intermediate-Care–Stationen (Intensivstation / Intermediate Care) werden innerhalb des Flusssystems immer mehr durch Schwerstpflege, aufwändige technische Therapieverfahren, anspruchsvolle und sehr zeitintensive geriatrische Krankenpflege geprägt.

Wenn es nicht „läuft“, dann sind die Ursachen oft: ungenügende Arbeitsablauforganisation, nicht funktionierendes Flusssystem + Ressortegoismen.

[Bearbeiten] Die etwas andere Art zu denken

Wir haben begriffen, dass Schwestern und Pfleger, bei einer achtstündigen Anwesenheit am Bett, einige ärztliche Tätigkeiten im Sinne der Patientenorientierung besser leisten können. Das betrifft besonders das Weaning, die Schmerztherapie und die intensive Insulintherapie. Siehe: Die Intensivierte Insulintherapie bei Intensivpatienten

[Bearbeiten] Intensivstationen

Werden zunehmend auch zu Diagnostikbereichen. Diese Tatsache führen Arzt und Schwester vom Arbeitsplatz Intensivstation weg und verursachen dort zeitweilig ein Vakuum in der Patientenversorgung.

[Bearbeiten] Das Problem

Die so entstandenen Defizite in der Pflege fallen nur auf, wenn Pflege diese offen diskutiert. Daher sind die Komplexität der Pflege und deren Vernetzung (Beziehungen zu allen anderen Berufsgruppen) auch personell zu berücksichtigen.

Die Intensivpflege kann daher nicht den unbeschränkten Wunsch haben, alle ärztlichen Tätigkeiten an sich zu ziehen und den Patienten den Komplikationen der „gefährlichen Pflege“ aussetzen – das wäre verantwortungslos!

Wer Intensivpflege innerhalb seiner Omnipotenz behindert, schadet letztendlich den Patienten, denn mangelnde Pflege hat immer Folgen für den Patienten: Zunahme der Komplikationen bis hin zum Inaktivitätssyndrom, Anstieg der Infektionen, Zunahme von Dekubiti, erhöhte Rate innerhalb des DGS, mangelnde Schmerzbekämpfung.

Acht amerikanische Studien zeigen eine eindeutige statistische Korrelation zwischen Ausbrüchen nosokomialer Infektionen und der Überbelastung bzw. Knappheit von Pflegepersonal.

[Bearbeiten] Das „ökonomische“ Ergebnis mangelnder Intensivpflege in intensivmedizinischen Bereichen

zeigt sich in einer längeren Verweildauer, führt zu einem rasanten Anstieg der Therapiekosten und erhöht den Pflegeaufwand enorm. Das führt zur Blockierung von Bettenkapazitäten; mit der Gefahr, dass Patienten abgewiesen werden müssen.

Wer Patienten abweisen muss, verliert seine Stellung auf dem Gesundheitsmarkt. Die Folgen: sinkende Erlöse, Personalabbau und Schließung von Stationen.

So eine Klinik ist heute sehr schnell vom Markt verschwunden – und das zu Recht!

[Bearbeiten] Unsere Grundsätze

[Bearbeiten] Die Zukunft hat viele Namen

[Bearbeiten] Interne Links

[Bearbeiten] Zukunftsaussichten

Der erste Bachelor-Studiengang zum „Intensive Care Practitioner“ ist die bundesweit erste und zukunftsorientierte Qualifizierungsmaßnahme für Intensivpflegepersonal auf akademischem Niveau.

Hinweis: Steinbeiß-Hochschule Berlin

Des weiteren gibt es zwei Studiengänge in Gera (Pflege, www.SRH-Hochschule.de) seit 2007 und Hamburg (Advanced nursing practice, www.MedicalSchool-Hamburg.de) seit 2010, die ebenfalls mit Bachelor im Bereich Intensivpflege bzw. Anästhesiepflege abschließen.


Vorliegender Artikel ist das Konzept einer Fortbildung für den Pflegedienst.

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