Infektionspflege

Aus PflegeWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Angesichts der Möglichkeit, dass die Infektionspflege jederzeit in zahlenmäßig hohem Umfang notwendig werden kann, ist es sinnvoll, sich deren Prinzipien auch in Pflege-Abteilungen ohne aktuellen Belegung mit Infektionskranken wieder zu vergegenwärtigen und sich im professionellen Umfeld auf Mindeststandards zu verständigen. Sie ist Teil jeder Seuchenmedizin.

Hier ein Vorschlag:

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Infektionspflege

Grundzüge der Infektionspflege lassen sich in zwei Richtungen einteilen:
a) Schutz der Gesunden vor den infizierten Patienten: Isolierung

b) Schutz der abwehrgeschwächten Patienten vor neuerlichen Infektionen von außen: Umkehrisolation (oder Umkehrisolierung, protektive Isolierung). Sie wird insbesondere erforderlich bei massiv herabgesetzter körpereigener Infektionsabwehr, z.B. bei Leukämie-Patienten.

Infektion bedeutet dabei vor allem die Aufnahme von Krankheitserregern (Keimen wie Viren und Bakterien oder Mikroorganismen) sowie die damit verbundene Auslösung von Krankheits-Reaktionen des Wirtsorganismus (in der Pflege eben Menschen).


[Bearbeiten] Isolierung

Dem Schutz der Gesunden vor den infizierten Patienten dient deren Isolierung. Dabei muß der mögliche Übertragungsweg berücksichtigt werden. Wenn Keime durch den Luftzug an Staubpartikeln übertragen werden können, ist ein umfangreicherer Aufwand erforderlich, als wenn nur durch Aufnahme der fremden Körperflüssigkeit eine Übertragung möglich wäre.

Folgende Schutzmaßnahmen sind dabei generell zu bedenken. Ob sie jeweils erforderlich sind, hängt von der konkreten Infektion bzw. dem Infektionsverdacht ab. In den Einrichtungen sollte dafür ein verbindlicher Standard festliegen.

[Bearbeiten] Durch oder an der erkrankten Person

[Bearbeiten] Pflegekräfte

[Bearbeiten] Gegenstände

[Bearbeiten] Umkehrisolation

Schutz der abwehrgeschwächten Patienten vor Infektionen von außen: Umkehrisolation. Wird erforderlich bei massiv herabgesetzter Körperabwehr, Beispiel: Leukämiepatienten, Transplantationspatienten. Dabei muß der mögliche Übertragungsweg durch Kontakte mit der Außenwelt ausgeschlossen werden.

Diese Art der Infektionspflege wird normalerweise nur bei einer kleinen Zahl von PatientInnen gleichzeitig erforderlich. Sie wird hier aus systematischen Gründen dargestellt und hier eingefügt.

Folgende Schutzmaßnahmen sind dabei zu bedenken:

[Bearbeiten] Durch oder an der erkrankten Person


[Bearbeiten] Pflegekräfte


[Bearbeiten] Gegenstände

[Bearbeiten] Bedürfnisse der isolierten Personen

Die Bedürfnisse der isolierten Personen nach sozialen Kontakten sind berechtigt. Wie sie erfüllt werden können, sollte Pflegenden eine wichtige Aufgabe sein.

Dank TV, Handy und PC hat sich in reichen Ländern dafür ja auch ein kultureller Wandel eingestellt, der dies wesentlich erleichtern kann. Aber direkte persönliche Kontakte werden darüber hinaus immer wieder zu prüfen und nach Möglichkeit zu verwirklichen sein. Die Kooperation aller Beteiligten ist zwingend.

Evtl. kommt auch eine zusätzlich mit „eingeschlossene“ Person in Betracht.

[Bearbeiten] Spezieller Hygieneplan

Ein spezieller Hygiene- und Desinfektionsplan für die betroffenen Abteilungen ist zu erstellen. Durch deutliche Kennzeichnungen müssen deren Einhaltung für alle Beteiligten erleichtert werden. Die Häufigkeit von Belehrung und Kontrollen sollten enthalten sein.

Hilfestellung in Deutschland geben die lokalen Gesundheitsämter bzw. das Robert-Koch-Institut.


[Bearbeiten] Häufige und schwerwiegende Infektionskrankheiten

[Bearbeiten] siehe auch:

[Bearbeiten] Literatur


[Bearbeiten] Weblinks

Persönliche Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Werkzeuge