Herzinfarkt

Aus PflegeWiki

(Weitergeleitet von Infarkt)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Unter einem Herzinfarkt versteht man die irreversible Nekrose eines umschriebenen Gebiets im Herzmuskel aufgrund unzureichender Sauerstoffversorgung (Ischämie). Ursache ist meist ein Koronargefäßverschluss. In der Regel handelt es sich um ein akutes lebensbedrohliches Ereignis.


Abkürzungen:

AMI = Acute Myocardial Infarction (Akuter Myokardinfarkt)
MI = Myokardinfarkt
HI = Herzinfarkt HWI = Hinterwandinfarkt


Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Pathologie

[Bearbeiten] Risikofaktoren


Fraglich:


[Bearbeiten] Ätiologie

Durch vollständigen Verschluss einer Koronararterie oder eines Zweiges (RIVA, RCX, etc.) kommt es zu einer Ischämie des distal des Verschluss gelegenen Gebietes. Das Herz kann die Ischämie etwa 3-6 Stunden kompensieren (Hypoxiezeit) anschließend entsteht aufgrund der Ischämie eine irreversible Myokardnekrose. Die Herzmuskelzellen werden in Bindegewebe umgewandelt.

=> FUNKTIONSVERLUST !!


Formen des AMI

Unterscheidung nach betroffener Wandschicht:

Transmuraler Infarkt (STEMI)
- STEMI = ST-Elevated Myocardial Infarction
- Typische ST-Hebung im EKG erkennbar
- Alle Wandschichten betroffen (Transmural)
- schlechte Prognose

Nicht-Transmuraler Infarkt (NSTEMI / Non-STEMI)
- NSTEMI = Non-ST-Elevated Myocardial Infarction
- Keine ST-Hebung im EKG (Infarkt im EKG nicht sichtbar !!)
- Nur Myokard betroffen
- gute Prognose
- Wenn Biomarker negativ dann DD Instabile Angina pectoris (IAP)

Unterscheidung nach Lokalisation:

Vorderwandinfarkt
Liegt vor bei Verschluss des Ramus interventricularis anterior (RIVA) der A. coronaria sinistra.

Hinterwandinfarkt (HWI)
Liegt vor bei Verschluss der A. coronaria dextra oder bei Verschluss des Ramus circumflexus (RCX) der A. coronaria sinistra.

Septuminfarkt
Infarkt im Bereich des Septum cardiale. Häufig sind angrenzende Vorder- / Hinterwandpartien mitbetroffen.

Sonderformen:

Reinfarkt
Erneuter Myokardinfarkt mit deutlichem zeitlichen Abstand zum Erstereignis.

Zweitinfarkt
Erneuter Myokardinfarkt in der Akutphase eines bestehenden Infarktes. Sehr schlechte Prognose.

[Bearbeiten] Klinik

Frauen haben häufig andere Symptome als Männer:

[Bearbeiten] Diagnostik


1. Anamnese / Klinik
2. EKG
3. Biomarker
4. Echokardiographie (UKG)
5. PCI

[Bearbeiten] Labor

[Bearbeiten] Differentialdiagnosen

Kardiovaskuläre Erkrankungen


Pulmonale Erkrankungen


Skeletterkrankungen


Gastrointestinale Erkrankungen


Sonstige Erkrankungen

[Bearbeiten] Erstmaßnahmen

[Bearbeiten] Medikamente

Akuttherapie AMI

Ziel Behandlung
Vorlastsenkung Nitrolingual-Spray 2 Hub, wenn RR systolisch > 110 mmHg
Hemmung der Thrombozytenaggregation 160 - 350 mg Aspisol / ASS i.v
Antikoagulation 5000 i.E. Heparin / Liquemin Bolusgabe i.v.
Analgesie 5-10 mg Morphin
Antiemese 10 mg Paspertin i.v.
Sedierung 5-10 mg Valium / Diazepam i.v

[Bearbeiten] Lyse-Therapie

[Bearbeiten] Pflege des Patienten mit Herzinfarkt

[Bearbeiten] Mobilisationsplan nach Göteburger

außerdem:

[Bearbeiten] Komplikationen

[Bearbeiten] Frühkomplikationen innerh. der ersten 72 Stunden

[Bearbeiten] Spätkomplikationen

[Bearbeiten] Prognose

Diese ist davon abhängig, in welcher Umgebung das Infarkt-Ereignis stattfindet. 30-50% der Betroffenen sterben im häuslichen Umfeld, die Letalität in der Klinik ist sehr gering (4-10%). Ebenfalls von entscheidender Bedeutung ist die Zeit zwischen Eintreten des Infarktes und der ärztlichen Versorgung. 80% der Betroffenen, die den ersten Tag überleben sind nach einem Jahr noch am Leben


[Bearbeiten] Prävention - Sekundärprävention

Vorbeugung (Prävention) für Frauen noch ohne Infarkt ist besonders wichtig. "Zwar haben insgesamt mehr Männer Herzinfarkte, aber während nur jeder zwölfte daran stirbt, ist es bei den Frauen jede fünfte Patientin“, sagte die Gefäßspezialistin Anne Hinrichs vom Klinikum Friedrichshain der dpa in Berlin.

Im neuen Berliner Herzinfarkt-Register deuten erste Zahlen darauf hin. „Dieser Geschlechterunterschied zieht sich durch alle Studien der vergangenen 20 Jahre.“

Vorbeugung - durch genügend Sport und gesunde Lebensweise - sei für Frauen deshalb besonders wichtig. Hinrichs schlägt vor: „Fünf mal pro Woche 30 Minuten Aerobic wären prima - aber auch schon regelmäßiges Nordic Walking hilft, die Gefäße gesund zu halten.“


Sekundärprävention heißt: gezielte Vorbeugemaßnahmen nach einem Infarkt zu empfehlen und anzuwenden. Die weitere Prognose wird dadurch noch einmal deutlich gebessert.


dazu Links:

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks



Bitte beachten Sie auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

Persönliche Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Werkzeuge