Morbus Hodgkin

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Morbus Hodgkin (Lymphogranulomatose) bezeichnet ein malignes Lymphom


== Epidemiologie == (Krankheitsentstehung, -verlauf, -modifikation)

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Ursache

[Bearbeiten] Pathologie

(Systematische Einordnung und Beschreibung)

[Bearbeiten] Klinisches Bild

[Bearbeiten] Diagnostik

Staging:

[Bearbeiten] Stadieneinteilung

Zusätze:

A - ohne B-Symptome

B - mit B-Symptomen

E - extranodaler Befall (außerhalb von Lymphknoten)

S - Milzbefall (Spleen)

X - größere Tumor-Masse (Bulk oder bulky disease: Tumor > 10 cm maximaler Durchmesser bei Erwachsenen)

[Bearbeiten] Therapie

Therapiestudien Deutsche Hodgkin Studiengruppe (DHSG)' erforscht seit 1978 Therapiemöglichkeiten

Übersicht über die stadienorientierte Initialtherapie des Morbus Hodgkin bei Erwachsenen (Empfehlungen der DHSG)

GruppeStadium / RisikofaktorenStandardtherapie
Limitierte Stadien limited diseaseStadien I und II ohne RisikofaktorenChemotherapie: 2x ABVD Radiotherapie: 30 Gy involved field
Intermediäre Stadien intermediate diseaseStadien I und II mit RisikofaktorenChemotherapie: 4x ABVD Radiotherapie: 30 Gy involved field
Fortgeschrittene Stadien advanced diseaseStadien IIB mit Bulk- Tumor, III und IVChemotherapie: 8x BEACOPP eskaliert Radiotherapie: 30 Gy involved field von Resttumor oder Bulk- Regionen

Als Risikofaktoren gelten:

Bei Kindern und Jugendlichen wird in Deutschland die Diagnostik, Behandlung und Nachsorge durch die multizentrischen Therapieoptimierungsstudie HD-2003 der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) und der DeutschenArbeitsgemeinschaft für Leukämieforschung und -Behandlung bei Kindern (DAL) durchgeführt.

Chemotherapie

  1. Jedes einzelne Zytostatikum sollte eine Anti- Tumor- Aktivität (antineoplastische) Wirkung haben.
  2. Die eingesetzten Zystostatika sollten sich hinsichtlich ihres Wirkungsmechanismus unterscheiden, um verschiedene Angriffspunkte gegenüber dem Tumor zu besitzen und eine Resistenzentwicklung zu verzögern.
  3. Die Toxizitäten der einzelnen Zytostatika sollten sich idealerweise nicht überlappen. Mindestens sollten die Toxizitäten der Zytostatika so sein, dass jedes einzelne Zytostatikum in seiner voller Einzeldosis angewendet werden kann.

Weitere gängige Therapieprotokolle:

Strahlentherapie(Radiotherapie)

Therapieerfolgskontrolle(Restaging, Zwischenstaging)

Nachsorge

Rezidivtherapie

[Bearbeiten] Prognose

Patienten, die

  1. während oder nach der erstmaligen Behandlung ihres Hodgkin- Lymphoms nicht in Vollremission (komplettes Verschwinden der Krankheit) kommen oder
  2. unter laufender Therapie einen Progress (Fortschreiten) der Krankheit erfahren oder
  3. binnen 3 Monaten nach Beendigung der Erstbehandlung einen Rückfall erleiden,

haben ebenfalls eine schlechte Prognose. Nach den Daten der DHSG beträgt die 5-Jahre rezidivfreie Überlebensrate bei diesen Patienten 17%. Sofern eine Hochdosis- Chemotherapie durchgeführt wird, steigt die 5-Jahre rezidivfreie Überlebensrate auf 42%. Allerdings erhalten nur 33% der Patienten mit den vorgenannten Kriterien eine Hochdosis- Chemotherapie, da bei den verbleibenden 67% das Hodgkin- Lymphom rapide fortschreitet oder die Hochdosis- Chemotherapie mit einem extrem hohen Nebenwirkungsrisiko verbunden ist. Auch sind Patienten oftmals für eine geplante Hochdosis- Chemotherapie in einem nicht ausreichenden Allgemeinzustand.

Die gute Prognose nach der Initialtherapie wird durch die Nebenwirkungen der Radio/Chemotherapie etwas getrübt: Schädigung des Herzmuskels und der Lunge, Schilddrüsenfunktionsstörungen sowie Störungen der Fruchtbarkeit werden unter anderem beobachtet. Die wichtigste Spätkomplikation ist jedoch die sekundäre Entwicklung anderer Krebsformen, insbesondere eines Mammakarzinoms, Schilddrüsenkarzinoms oder einer AML. Die Erkrankungsrate an solchen Zweitneoplasien liegt etwa bei 15-20% in 20 Jahren.

[Bearbeiten] Weblinks

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