Hausnotruf

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Ein stationäres / portables Hausnotrufsystem des DRK in der Musterwohnung für seniorengerechtes Wohnen der WWG e.G. in Wernigerode

Der Hausnotruf bietet alten oder kranken Menschen die Möglichkeit, im Bedarfsfall schnell per Knopfdruck Hilfe zu rufen. Es besteht aus einem Sender, der am Körper getragen wird und einer Basisstation mit Lautsprecher und Mikrofon.

Hintergrund[Bearbeiten]

  • Hinter dem Wort Hausnotruf, Funkfinger oder Rufhilfe, Heimnotruf (Österreich), Seniorenalarm u. ä. verbergen sich technische Hilfen zum Absenden eines Notrufs an vorher festgelegte Adressaten, wenn es einer Person in einer Notsituation nicht mehr gelingt, ein "normales" Telefongespräch zu führen. Dazu kommen heute verschiedene Techniken in Frage. Derzeit die fortgeschrittenste Technik verwendet das GPS-Ortungssystem für Handys.
  • Meistens ist jedoch der Auslöser des Alarms ein tragbarer Notrufsender, der einen Wählmechanismus am ganz normalen Festnetztelefon auslöst. Es kann sich dabei auch um einen Sensor handeln, der auf eine Sturzbewegung reagiert.
  • Der Hausnotruf, den z. B. das örtliche DRK anbietet, ist nun schon ca. 25 Jahre alt, doch damals war die "Standleitung" von einer Wohnung zur Einsatzzentrale aufwändig und teuer. Heute gibt es wesentlich günstiger Möglichkeiten und die Zahl der Nutzer ist mindestens um den Faktor 10 angestiegen. So soll es in ca. 350 deutschen Städten mit ca. 350.000 Nutzerinnen und Nutzern geben. Ein Kostenübernahme durch die Pflege- oder Krankenversicherung ist in vielen Fällen möglich.
  • Der Anschluss eines Hausnotrufsystems benötigt lediglich einen Telefon- und einen Stromanschluss.

Kosten[Bearbeiten]

Da der Hausnotruf ein anerkanntes Pflegehilfsmittel darstellt, besteht bei einer Einstufung in eine der gesetzlichen Pflegestufen die Möglichkeit einer Kostenbeteiligung durch die Pflegeversicherung, weiterhin kann beim zuständigen Sozialamt die Übernahme der Teilnehmerbeträge beantragt werden.

Komponenten[Bearbeiten]

  1. Der kleine, wasserdichte Handsender,am Handgelenk.
  2. Das Hausnotrufgerät mit Mikrophon und Lautsprecher.
  3. Die Notrufzentrale, die für schnelle Hilfe sorgt!

Erweiterter Hausnotruf[Bearbeiten]

Im Zuge der Entwicklung von unterstützenden Technologien für ein längeres Leben zuhause wurde auch der Hausnotruf weiterentwickelt.

Ergänzende Komponeten können den Hausnotruf intelligent machen. Beispiele hierfür sind Bewegungssensoren, Kontaktsensoren oder Sensormatten. Sie führen ein sogenanntes Aktivitätsmonitoring durch und können automatisch erkennen, wenn die Person in der Wohnung Untersützung oder Hilfe benötigt.

Auch für pflegende Angehörige bedeutet dies eine Weiterentwicklung. Mit Hilfe einiger intelligenter Hausnotrufsysteme haben auch Sie die Möglichkeit automatisiert zu erfahren, ob es Ihren älteren Angehörigen gut geht. In dieser Form sind Hausnotrufsysteme nun nicht mehr nur Notrufsysteme sondern auch automatische Wohlaufsysteme.

Außerdem besteht die Möglichkeit Hausnotrufsysteme mit speziellen Rauchmeldern für schwerhörige oder taube Patienten zu verbinden, um trotzdem schnelle Hilfe in Anspruch nehmen zu können.

Für körperlich stark eingeschränkte Menschen gibt es ebenfalls sinnvolle Lösungen wie den Schwanenhalssender oder den Druckluftsensor, um schnell und einfach einen Notruf abzusetzen ohne Arme oder Beine bewegen zu müssen.

Weblinks / Quellen[Bearbeiten]