Hüftgelenk

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Das Hüftgelenk (lateinisch: articulatio coxae, deutsch auch kurz Hüfte) verbindet beidseits den Körper mit den unteren Extremitäten (Bein) und ermöglicht dem Menschen in Verbindung mit mehreren Muskeln das aufrechte Gehen (Bewegung). Vom Körper aus betrachtet ist es der äußere Teil des Beckens (Pelvis), auf dem im Stehen das Gewicht der Körpermasse ruht.

Anatomie[Bearbeiten]

Das Hüftgelenk besteht aus dem Kopf (Caput) des Oberschenkelknochens (Femur) und der Gelenkspfanne, dem Acetabulum (Essigtopf) des Hüftbeins (Teil des Beckens, der Beckenknochen) und als glattem Überzug dem Knorpel (Gelenkflächen).

Sehnen, Bänder und Muskeln halten den Femur beim Gehen in der Pfanne des Beckens fest. Diese Gelenkkapsel (capsula articularis coxae) wird über innerhalb der Kapsel gelegene Bänder stabilisiert. Innerhalb der Gelenkinnenhaut (membrana synovialis capsulae) sorgt die Gelenkflüssigkeit (Synovia) für ein schmerzfreies auf einander Gleiten der Knorpeloberflächen.

Das Becken mit beiden Hüftgelenken:
1. Lendenwirbel; 2. Darmbein; 3. Kreuzbein; 4. Steißbein; 5. Schambein; 6. Sitzbein; 7. Oberschenkelknochen

Hintergrund[Bearbeiten]

Es handelt sich um ein Nussgelenk, eine Unterform des Kugelgelenks.

Der Orthopäde überprüft neben der Beweglichkeit zwei Winkelstellungen am Hüftgelenk: den Corpus-Collum-Diaphysenwinkel und den Antetorsionswinkel.In der Krankengymnastik spricht man von Freiheitsgrad.

Neben angeborene Veränderungen kommt es aufgrund verschiedener Ursachen zu evtl. schmerzhaften Bewegungseinschränkungen in einer oder auch beiden Hüften Coxarthrose.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ulrich Hinkelmann, Michael Fleischhauer (Hrsg, 2007): Die Endoprothese. Das künstliche Hüft- und Kniegelenk. Schritt für Schritt erklärt. Elsevier – Urban und Fischer, 2. Auflage. 144 Seiten. ISBN 3-437-47191-0
  • Alexander Rümelin: Kursbuch Künstliche Gelenke. Südwest-Verlag, 2005. ISBN 3-517-06830-6

Weblinks[Bearbeiten]

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