Grüne Damen

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Grüne Damen und Herren helfen als Besuchsdienst oder Begleitdienst ehrenamtlich in Krankenhäusern oder in Alten- und Pflegeheimen. So genannt wegen der grünen Dienstkleidung, die allerdings in manchen Einrichtungen lila oder blaßblau ausfällt.

Es ist eine Ökumenische Krankenhaus- und Altenheim-Hilfe die von Frau Brigitte Schröder 1969 begründet wurde. Angeregt worden war sie durch den ehrenamtlichen Dienst des Volunteer Service in den USA. Ökumenisch bedeutet dabei kirchenübergreifen, jedoch durchaus christlich inspiriert. Es gibt aber auch Gruppen, die nicht ökumenische Träger haben (wie z.B. Unikliniken).

Die heute bundesweit, aber immer lokal in Krankenhäusern und Altenhilfe-Einrichtungen tätigen Gruppen haben sich in einer Arbeitsgemeinschaft als Dachorganisation zusammengeschlossen, die - ein nicht eingetragener Verein - als gemeinnützig anerkannt ist. Siehe Link zu EKH.

Grüne Damen und Herren sind Laien, die ehrenamtlich, unabhängig und in eigener Verantwortung persönliche Wünsche von Patienten und älteren Menschen erfüllen. Ihr Anliegen ist es, sich Zeit zu nehmen für Gespräche, zum Zuhören und zur Erledigung kleiner Besorgungen und Hilfeleistungen. Sie tun also Dinge, zu denen die beruflich Pflegenden in den Einrichtungen nicht immer die nötige Ruhe haben. Dabei sind die Grünen Damen und Herren stets darum bemüht, in gutem Verhältnis zu den Profis in den Häusern tätig zu sein und die Kooperation zu suchen.


Tätigkeiten[Bearbeiten]

Was tun die Grünen Damen und Herren genau? Sie nehmen sich an einem ihnen passenden Wochentag vormittags für etwa drei Stunden Zeit. Zeit für ein persönliches Gespräch mit den in der Fremde untergebrachten Menschen, sie erledigen kleine Besorgungen für sie, begleiten sie auf Spaziergängen, zu Untersuchungen und auch zu Gottesdiensten. Sie übernehmen nur im nicht-pflegerischen Bereich solche und andere Hilfestellungen und Handreichungen.

„Ach, kommen Sie doch bitte morgen wieder!“ Mit solchen und ähnlichen Bitten werden Grüne Damen und Herren oft verabschiedet, wenn sie in Krankenhäusern oder in Heimen die Patientenzimmer verlassen.

Zu Beginn des Jahres 2002 wurden in 428 Krankenhäusern und in 286 Alteneinrichtungen bundesweit mindestens 10.031 Grüne Damen und 518 Grüne Herren gezählt.

Auch Anfragen aus Altenheimen[Bearbeiten]

Weitere Anfragen von Trägern laufen in den letzten Monaten und Wochen verstärkt bei den existierenden Vereinen ein. Sie kamen speziell aus den Alten- und Pflegeheimen. Es hat wohl nicht nur mit Fürsorge sondern einer wachsenden Personalknappheit zu tun. Das Stichwort Angehörgen-Arbeit wird dort zum Teil wörtlich verstanden.

Die Bedeutung des Dienstes wird auch deutlich, wenn man sieht, in wie vielen Einrichtungen es ähnliche Dienste gibt. Zum Stichwort "Grüne Damen" wurden bei google im Dezember 2005 über 32.000 Seiten nachgewiesen. Die meisten sind von lokalen Gruppen.

Spezielle Ausbildung ?[Bearbeiten]

Dazu bedarf es keiner speziellen Ausbildung. Aber einige Informationen sind schon nötig. Eine fachkundige Einweisung und Fortbildung gehört selbstverständlich dazu, wenn es im Umgang mit Schwerkranken nicht zu Mißverständnissen kommen soll. Die Grünen Damern und Herren haben während ihres Dienstes Versicherungsschutz, bekommen Fahrtkostenerstattung und die charakteristischen grünen Kittel als Arbeitskleidung.

Mancherorts finden spezielle Einführungsseminare statt.

Während der Tätigkeit sollten alle Mitarbeitenden regelmäßig zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch zusammen kommen.

Erwartet wird von den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern vor allem Einfühlungsvermögen - Zuhören können, ein gerüttelt Maß an Zuverlässigkeit und auch Verschwiegenheit.

Kontakte herstellen[Bearbeiten]

In einem neuen bundesweiten Onlineportal www.aktiv-im-krankenhaus.de können Krankenhäuser, Freiwilligenagenturen und Bürgerstiftungen Angebote für freiwillige Tätigkeiten kostenfrei ausschreiben.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]