Gesundheitsministerium

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Als Gesundheitsministerium wird die Behörde bezeichnet, die als oberste Behörde für die Verwaltung des Gesundheitswesens zuständig ist. In der Bundesrepublik wurde auf der Bundesebene die Verantwortlichkeit für das Gesundheitswesen 1961 aus dem Innenministerium bzw. dem Ministerium für Arbeit und Soziales in ein eigenständiges Bundesministerium für Gesundheit ausgegliedert.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Zuständigkeit und Politikfelder

In der föderal strukturierten Bundesrepublik Deutschland gibt es für weite Bereiche der Gesundheits- und Sozialpolitik ein Nebeneinander von Bundes- und Landesgesetzen und der entsprechenden Verwaltung.

Auf Bundesebene ist das Gesundheitsminsiterium zuständig für Fragen der Gesundheitsversorgung, der Kranken- und Pflegesicherung, für die Themen Arzneimittel, Medizinprodukte und Biotechnologie sowie für Fragen der Prävention, des Gesundheitsschutzes, der Krankheitsbekämpfung und der Biomedizin. Zu diesen Fragen werden Gesetzesentwürfe, Rechtsverordnungen und Verwaltungsvorschriften erarbeitet.

Dem Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit sind das Robert-Koch-Institut, das Paul-Ehrlich-Institut, das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugeordnet, über die es die Fach- und Dienstaufsicht führt.

Beim Bundesgesundheitsministerium sitzen auch die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten und die Beauftragte der Bundesregierung für Drogenfragen.

Auf Länderebene besteht seit Jahrzehnten meistens eine Verknüpfung der Aufgaben Gesundheit und Soziales in einem Ministerium. Das hatte auf Bundesebene wahrscheinlich deshalb keine Parallele, weil das Gebiet der Rentenversicherung (Lange Zeit Teil des Arbeitsministeriums) schon allein ein sehr großes Gewicht (personell und finanziell) im Aufgabenkatalog des Bundes hat.

[Bearbeiten] Amtsinhaber auf Bundesebene

in Deutschland:

In der DDR (1949-1990) waren Minister zuständig für das Gesundheitswesen: Max Sefrin, Ludwig Mecklinger, Jürgen Kleditzsch.

[Bearbeiten] Arbeit und Soziales auf Länderebene

[Bearbeiten] Veränderungen am Beispiel Baden-Württemberg

Baden-Württemberg soll als Beispiel für die Geschichte eines Landesministeriums betrachtet werden. Es ist eines von 10 Ministerien in der Landesverwaltung des Bundeslandes Baden-Württemberg. Von 1952 bis 1968 hieß es "Ministerium für Arbeit", dann "Ministerium für Arbeit und Soziales", ab 1976 "Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Sozialordnung", ab 1984 "Ministerium für Arbeit, Gesundheit, Frauen und Sozialordnung", ab 1992 "Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Sozialordnung", ab 2001 "Sozialministerium" und seit April 2005 wieder "Ministerium für Arbeit und Soziales", in dessen Geschäftsbereich jeweils Gesundheitsfragen lagen.

[Bearbeiten] Landesgesundheitsbehörden bzw. Sozialministerien

Die Adressen und der www-Auftritt der jeweiligen Landesgesundheitsbehörde bzw. Sozialministerien (Minister oder vergl. Verantwortlicher):

Baden-Württemberg


Bayern


Berlin


Brandenburg


Bremen


Hamburg


Hessen


Mecklenburg-Vorpommern


Niedersachsen


Nordrhein-Westfalen


Rheinland-Pfalz


Saarland


Sachsen


Sachsen-Anhalt


Schleswig-Holstein


Thüringen

[Bearbeiten] Weblinks

Informationen zu den Sozialministerien bei Wikipedia:

die entsprechenden Landesministerien:


In Österreich:

[Bearbeiten] Österreich, Bundesministerium für Gesundheit

1972 - 1996 gab es ein Bundesministerium für Gesundheit und diverse andere Aufgaben. Von 1997 - 2007 gab es das Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales. Seit 2007 gibt es das Bundesministerium für Gesundheit.

Die seit 2007 als Bundesministerium für Gesundheit (kurz "BMG" oder "Gesundheitsministerium") bezeichnete österreichische Verwaltungseinrichtung des Bundes ist zuständig für das Gesundheitswesen, weiters für Angelegenheiten der Krankenversicherung, das Veterinärwesen, Nahrungsmittelkontrolle und Gentechnologie. In der derzeitig amtierenden Bundesregierung Faymann ist Alois Stöger (SPÖ) Bundesminister für Gesundheit.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] national, BRD

[Bearbeiten] national, Österreich



[Bearbeiten] Europäische Kommission

siehe auch bei

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