Gesundheits- und Krankenpflegehelfer

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Gesundheits- und Krankenpflegehelfer unterstützen examinierte Pflegefachkräfte bei der Versorgung und Pflege von Patienten. Sie wirken bei Therapiemaßnahmen mit und sorgen für Sauberkeit und Hygiene auf der Station.

Die Ausbildung ist landesrechtlich als schulische Ausbildung an Schulen des Gesundheitswesens und anderen Bildungseinrichtungen geregelt. Sie dauert in der Regel ein Jahr. Je nach Bundesland führt die Ausbildung zu unterschiedlichen Abschlussbezeichnungen, beispielsweise Staatlich anerkannter Gesundheits- und Krankenpflegehelfer.

Einen Übersicht über die einzelnen landesrechtlichen Regelungen ist im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit zu finden.

Den Beruf des Krankenpflegehelfers gibt es seit 1965. Zwischen 1985 und 2003 gab es eine bundeseinheitliche Regelung der Ausbildung im Krankenpflegegesetz. Jedoch hatte das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil vom 24. Oktober 2002 - 2 BvF 1/01 - zum Altenpflegegesetz festgestellt, dass die Gesetzgebungskompetenz für Berufe, die keine Heilberufe sind, nicht beim Bund sondern bei den Ländern liegt. Das Bundesverfassungsgericht sah die Helferberufe nicht als Heilberufe im rechtlichen Sinne an, da diese keinen "heilkundlichen Schwerpunkt" hätten.

Berufsbezeichnungen[Bearbeiten]

Bundesland Berufsbezeichnung Dauer Rechtsgrundlage
Baden-Württemberg staatlich anerkannter Gesundheits- und Krankenpflegehelfer 1 Jahr Ausbildungs- und Prüfungsordnung Gesundheits- und Krankenpflegehilfe (APrOGeKrPflHi) vom 17.Februar 2005
Bayern staatlich anerkannter Pflegefachhelfer (Krankenpflege) 1 Jahr Berufsfachschulordnung Pflegeberufe (BFSO Pflege) vom 19. Mai 1988
Berlin staatlich anerkannter Gesundheits- und Krankenpflegehelfer 1 Jahr Berliner Krankenpflegehilfegesetz – BlnKPHG vom 16. Februar 2016
Brandenburg staatlich anerkannter Gesundheits- und Krankenpflegehelfer 1 Jahr Krankenpflegehilfegesetz (BbgKPHG) vom 24. Mai 2004 und Ausbildungs- und PrüfungsV vom 24. August 2004
Bremen staatlich anerkannter Gesundheits- und Krankenpflegehelfer (GA) 2 Jahre
Hamburg staatlich anerkannter Gesundheits- und Pflegeassistent 2 Jahre Hamburgisches Gesetz über die Ausbildung in der Gesundheits- und Pflegeassistenz (HmbGPAG) vom 21. November 2006 und Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Gesundheits- und Pflegeassistenz vom 17. April 2007
Hessen staatlich anerkannter Krankenpflegehelfer 1 Jahr Hessisches Krankenpflegehilfegesetz (HKPHG) vom 21. September 2004 und Hessische Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Krankenpflegehilfe (HKPHAPrO) vom 2. Dezember 2004
Mecklenburg-Vorpommern staatlich anerkannter Kranken- und Altenpflegehelfer 1,5 Jahre Gesundheits- und Sozialpflege-Berufsfachschulverordnung (GSBFSVO M-V)vom 20.April 2006 und Kranken- und AltenpflegehelferV vom 16. August 2004
Niedersachsen staatlich anerkannter Pflegeassistent 2 Jahre Verordnung über berufsbildende Schulen (BbS-VO) von 10. September 2009
Nordrhein-Westfalen staatlich anerkannter Gesundheits- und Krankenpflegeassistent 1 Jahr Ausbildungs- und Prüfungsordnung für den Beruf der Gesundheits- und Krankenpflegeassistentin und des Gesundheits- und Krankenpflegeassistenten (GesKrPflassAPrV) vom 06. Oktober 2008
Rheinland-Pfalz staatlich anerkannter Krankenpflegehelfer 1 Jahr
Saarland staatlich anerkannter Krankenpflegehelfer 1 Jahr Verordnung zur Durchführung der Ausbildung und Prügung in der Krankenpflegehilfe von 1. Juli 2004
Sachsen staatlich anerkannter Krankenpflegehelfer 2 Jahre Schulordnung Berufsfachschule (BFSO) vom 27. April 2011, §§ 57 ff)
Sachsen-Anhalt staatlich anerkannter Krankenpflegehelfer 1 Jahr Verordnung über die Ausbildung und Prüfung in der Krankenpflegehilfe (KrPflh-APVO) vom 14. Juni 2011
Schleswig-Holstein staatlich anerkannte Fachkraft für Pflegeassistenz 3 Jahre
Thüringen staatlich anerkannter Gesundheits- und Krankenpflegehelfer 1 Jahr Thüringer Pflegehelfergesetz (ThürPflHG) vom 27. November 2007 und Thüringer Schulordnung für die Helferberufe in der Pflege (ThürSOPFlH) vom 30. März 2009

Alle Berufsbezeichnungen sind gesetzlich geschützt.

Zulassungsvoraussetzungen[Bearbeiten]

(Stand: Juni 2005)

  • Alle verlangen die Gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Berufs (Nds. in der Entwurfsfassung nicht)
  • Alle verlangen Hauptschulabschluss oder eine gleichwertige Schulbildung/Bildungsabschluss.
  • Saarland: bei gleichwertigem Bildungsabschluss zusätzlich den Nachweis berufl. Vorbildung.
  • Nordrhein-Westfalen: verlangt zusätzlich die Vollendung des 17. Lebensjahres
  • Baden-Württemberg: zusätzlich eine einjährige einschlägige Vorerfahrung (z.B. Berufsfachschule für Sozialwesen, Freiwilliges Soziales Jahr)

Siehe auch[Bearbeiten]