Gesprächspsychotherapie

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Die klientenzentrierte Psychotherapie versteht sich als Verfahren der humanistischen Psychologie, der dritten Kraft (Petzold 1984) zwischen Psychoanalyse und Verhaltenstherapie. Sie wurde ab Anfang der 40er Jahre von Carl R. Rogers in den USA entwickelt und vertritt ein optimistisches Menschenbild mit der Betonung der Entscheidungsfreiheit des Menschen.

Rogers sieht den Menschen in anthropologischer Hinsicht als ursprünglich gutes, soziales und mit sich selbst im Einklang stehendes Wesen und betont dessen Fähigkeit, unter bestimmten günstigen Entwicklungsbedingungen sich selbst, seine Ängste und Konflikte zu verstehen und im Sinne eines angenommenen Bedürfnisses nach Selbstaktualisierung zu bewältigen.

Definition der Gesprächspsychotherapie nach Bommert (1979):

Die Gesprächspsychotherapie ist eine systematische, selektive und qualifizierte Form verbaler und nonverbaler Kommunikation und sozialer Interaktion zwischen zwei oder mehreren Personen - Psychotherapeuten und Klienten - mit dem Ziel einer Verminderung der vom Klienten erlebten psychischen Beeinträchtigung durch eine als Folge differenzierter Selbst- und Umweltwahrnehmung eintretende Neuorientierung des (der) Klienten im Erleben und Verhalten, auf der Basis grundlegender Erkenntnisse der wissenschaftlichen Psychologie, insbesondere der Lern- und Sozialpsychologie.