Geschichte der Pflege

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Geschichte der Pflege betrachtet als eine Geschichte der Professionalisierung der verschiedenen Pflegeberufe in der Neuzeit und Gegenwart. Sie wird in einigen ausgewählten Zeitabschnitten dargestellt und dabei als Geschichte der Pflege im Rahmen der allgemeinen Geschichte betrachtet. Auswahlkriterium waren Nähe und Bedeutung für die Gegenwart. Steinzeit und frühere Geschichte bis hin zum Mittelalter wird evtl. in anderen Artikeln dargestellt. Zugleich werden bekannte Personen aus der Medizin und der Pflegegeschichte zeitlich eingeordnet (Zeittafel zu den Personen).


Abschnitte sind die Zeit von

  • Steinzeit, frühe Ägypter, Araber, Griechen, Mayas, Römer (Klassik), frühes Christentum, Mittelalter
  • 1836 - 1900
  • 1901 – 1918
  • 1919 - 1932
  • 1933 - 1945
  • 1945 - 1974
  • 1975 - 1999
  • seit 2000 …

Frühe Geschichte[Bearbeiten]

Die Medizin / Geburtshilfe / Pflege sind in der Steinzeit, frühe Araber, Ägypter, Griechen, Mayas, Römer (Klassik), im frühen Christentum und im Mittelalter eng mit einander verbunden. Im Alltag überwog bei Krankheiten für die meisten Personen die Laienmedizin.

  • 1293: In Tonnerre, im Burgund, wird von Marguerite de Bourgogne eine relativ großes und bis heute sehr gut erhaltenes Krankenhaus gestiftet: Le Vieil Hôpital oder Hôtel-Dieu von Tonnerre. Im tonnenförmig überdachten Hauptsaal konnten 40 Kranke versorgt werden. Heute ist dort eine Kunstgalerie/Museum.
  • 1443: das Hôtel-Dieu in Beaune wird gestiftet. Es war in Anbauten bis 1971 in Betrieb. Heute ist dort ein Pflege-Museum (und eine weltbekannte Weinkellerei).
  • 1519 Leonardo da Vinci (* 15. April 1452 in Anchiano beim Ort Vinci in der ital. Toskana; † 2. Mai 1519) stirbt. Ein Universalgelehrter, früher Forscher und neben anderen wichtigen Werken ein Anatom (Lehrer). Er stahl Leichen und führte an ihnen anatomische Forschung durch. Die gewonnenen Erkenntnisse waren Grundlagen für detailreiche und kunstvolle Zeichnungen.

nach dem Mittelalter[Bearbeiten]

  • 1617 gründete Vinzenz von Paul (1581—1660) mit Louise de Marillac (verw. Louise Le Gras) in Chatillon les Dombes die „Confrérie des Dames de la Charité", die „Schwesternschaft der Damen der christlichen Nächstenliebe“ als wohltätige christliche Frauenvereinigung. 1668 folgte deren päpstliche Anerkennung als Orden. Sie gelten damit als Begründer der neuzeitlichen Caritas-Organisation. Heute gibt etwas mehr als 20.000 Mitgliedern weltweit und in Deutschland noch ca. 200 Nonnen in diesem Orden (Vinzentinerinnen). In den Krankenhäusern der Gemeinschaft arbeiten überwiegend "weltliche" Pflegekräfte.

1836-1900 Industrialisierung und Jahrhundertwende[Bearbeiten]

  • 1836 Friederike und Theodor Fliedner gründen die Kaiserswerther Diakonie, Beginn der sogenannten Mutterhausdiakonie (vgl. Diakonie), um den sozialen Problemen der Industrialisierung zu begegnen, Gefangenenfürsorge, Erziehung und Bildung von Kindern und der Pflege von Alten und Kranken. Theodor Fliedner eröffnet den allein lebenden Frauen eine geistliche Grundlage, Ausbildung und einen Beruf in der Pflege
  • 1842 Die erste umfassende Diskussion um das Wartpersonal fand in Deutschland statt. Anlaß war ein von dem Medizinalinspektor und Geheimen Rat Rühl ausgeschriebenes öffentliches Preisauschreiben der "Leipziger Zeitung". Die Ausschreibung lautete folgendermaßen. "Wie können für Irrenanstalten menschenliebende Wärter und Aufseher gewonnen werden?".
  • 1854 Florence Nightingale (1820-1910) Organisatorin der britischen Krankenpflege organisiert die Pflege des Heeres im Krimkrieg. Grundlagen der Krankenpflege lernte sie in Kaiserswerth und in Paris
  • Die Ecole La Source wurde in der Schweiz als erste Laien-Krankenpflegeschule der Welt gegründet und ist inzwischen heute ein Zentrum für die Geschichte der Krankenpflege. Darüber hinaus ist sie in der Forschung und Entwicklung tätig (SRK).
  • 1854: Carl Emil Gedicke veröffentlicht sein Handbuch der Krankenwartung, Zum Gebrauch für die Krankenwart-Schule der K. Berliner Charité-Heilanstalt, sowie zum Selbstunterricht in Berlin
  • 1859: Kate Marsden, geboren am 13. Mai 1859 in Tottenham, Middlesex († 26. Mai 1931 in London) war eine britische Krankenschwester, die sich Ende des 19. Jahrhunderts für die Erforschung von Lepra und für Leprakranke in Jakutien einsetzte.
  • 24. Juni 1860: in London wird die Nightingale School of Nursing (WP) mit 15 weibl. Auszubildenden in einem Alter zwischen 25 und 35 Jahren am St. Thomas’ Hospital (WP) eröffnet
  • 1861 Robert Bosch geboren (WP, 1861-1942, ein vielfach wohltätiger Unternehmer) (Die Robert-Bosch-Stiftung wurde erst 1964 in Stuttgart gegründet und förderte u.a. die Entwicklung der Pflegeforschung in Deutschland)
  • 1864: vor allem durch Henry Dunant (1829-1910) wird das Rote Kreuz gegründet, um verwundete Soldaten medizinisch besser zu versorgen
  • um 1860: Wilhelm Griesinger (1817 - 1868), der Vorreiter der Universitätspsychiatrie, ab 1864 Leiter der Abteilung für Gemüts- und Nervenerkrankungen der Berliner Charité, forderte, daß sich Irrenhausverwalter nicht länger als Irrenärzte ausgeben dürften. Bis 1900 entstanden dann viele große Neubauten mit dem Ziel, möglichst viele Irre möglichst billig unterzubringen.
  • 1865: Ignaz Philipp Semmelweis (Ungarisch Ignác Fülöp Semmelweisz, geboren am 1. Juli 1818 in Ofen bei Buda, heute Budapest; † 13. August 1865 in Döbling bei Wien). Er war ein ungarisch-österreichischer Arzt. Führte die hygienische Händedesinfektion ein. Durch die verbesserte Überlebenschance wird sein Ehrenname Retter der Mütter
  • 1883: Otto von Bismarck führt nach einander die Sozialversicherungen ein, gedacht als Schutz vor weiteren Arbeiteraufständen gegen die gesundheitszerstörenden Arbeitsbedingungen der damaligen Fabriken
  • 1883: Allgemeiner gesetzlicher Zwang zur Krankenversicherung
  • 1884: dto. Unfallversicherung
  • 1889: dto. Invalidität- und Altersversicherung (Gesetzliche Rentenversicherung)
  • Die Gründung der kirchlichen u. a. Wohlfahrtsverbände und der Aufbau der Sozialversicherungen ab 1883 verbesserten die institutionalisierte Kranken-, Invaliden- und Altenpflege. Die ersten reinen Alters- und Pflegeheime entstanden.
  • 1899: Gründung der ersten Rot-Kreuz-Krankenpflegeschule der Schweiz, der Lindenhof in Bern.

1900-1918 - Jahrhundertwende und der erste Weltkrieg[Bearbeiten]

  • 1901: der Physiker Wilhelm Conrad Röntgen (1845 – 1923) erhält den Nobelpreis für Physik für sein neues Diagnostikverfahren.
  • 1903: Agnes Karll (1868-1927) gründet die Berufsorganisation der Krankenpflegerinnen Deutschlands, Vorläuferorganisation des DBfK
  • 1906: Das Werk von M.A. Nutting und L.L. Dock 1907-1912 "A history of nursing systems from earliest times to the Foundation of the first English and American training schools of nurses" wurde von Agnes Karll ins Deutsche übersetzt (Geschichte der Krankenpflege)
  • 1906 Die "Vorschriften über die staatliche Prüfung von Krankenpflegepersonen" wurde eingeführt, die Schwestern und Wärter legten künftig staatliche Prüfungen ab. In Anlehnung an die Vorschriften von Preußen folgten die einzelnen Länder zu verschiedenen Zeitpunkten: Württemberg, Hessen und Lippe 1908, Sachsen und Bremen 1909, Mecklenburg-Schwerin 1915, Baden 1919, Hamburg 1921, Thüringen 1922, Bayern 1924. Die Regelungen für die allgemeine Krankenpflege galten nicht für die Irrenpflege. Hier blieb der Status erhalten, daß die einzelnen Direktoren je nach Gutdünken mehr oder weniger Unterricht hielten.
  • 1907: Das Verhältnis Psychiatriepfleger zu Patient, welches vor Jahrzehnten noch 1:10 betragen hatte, war 1895 von 1:8 auf 1:7 angstiegen und 1907 bei 1:6,8 angelangt.
  • 1910: Florence Nightingale stirbt am 13. August 1910 in London
  • 1911: Einführung der Hinterbliebenen-Rente
  • Am 1. Januar 1914 trat die Reichsversicherungsordnung mit ihren Regelungen für die Krankenversicherung in Kraft. Sie veränderte grundsätzlich die Organisation des Krankenkassenwesens. Aber auch die Versicherungsleistungen wurden leicht erweitert. Trotz der Suche nach einem Mittelweg zwischen der freien Arztwahl und einem Kassenarztsystem kam es zu keiner Einigung bei der Neuregelung der Verhältnisse zwischen Krankenkassen, Ärzten und Apotheken. Es blieb beim bisherigen Rechtszustand, der Einzelverträge zwischen Kassen und Ärzten vorsah. Das „Berliner Abkommen“ vom 23. Dezember 1913 brachte den Einstieg in das Kassenarztrecht.
  • 1914: Im 1.Weltkrieg wurden unter anderem Diakonieschwestern in Lazaretten eingesetzt. Das DRK erhält die Monopolstellung in der Organisation der Kriegspflege.
  • 1915: Edith Louisa Cavell (1865-1915, eine britische Krankenschwester) wurde in Brüssel, Belgien, im Ersten Weltkrieg von einem deutschen Militärgericht wegen ihrer Fluchthilfe für britischen, französischen und belgischen Kriegsgefangene zum Tode verurteilt.

1919-1932 - Weimarer Republik[Bearbeiten]

  • 1918 und im Folgejahr: Novemberrevolution der Arbeiter- und Bauernräte reichsweit gegen die Monarchien in Deutschland. Folge: die erste deutsche Republik (Weimarer Republik, Staatsname: Deutsches Reich - in den Ländernamen taucht das Wort Republik auf) entstand. Wahlrechte werden erweitert. Gewerkschaften hatten rapiden Zuwachs, so dass die Weimarer Republik zum Auftakt der Durchsetzung erster Berufsrechte in der Krankenpflege wurde. Die Zeit der ersten Tarifverträge in der Krankenpflege
  • 1921 Mit dem „Görlitzer Programm“ sowie dem „Heidelberger Programm“ von 1925 forderten Sozialdemokraten und Gewerkschaftsvertreter die Abschaffung des gegliederten Systems der Krankenversicherung – die Einheitskasse.
  • Zahlreiche Ärztestreiks prägten das Verhältnis der Krankenkassen zu den Ärzten in der Weimarer Republik. Zur Schlichtung von Streitigkeiten bildeten sich paritätisch besetzte Schiedsämter und das Reichsschiedsamt.
  • 1924 KRAZO - die Verordnung über die Arbeitszeit in Krankenpflegeanstalten bringt statt bis dahin 12 Arbeitsstunden nun den Zehn-Stunden-Tag
  • 1925 Erlass der ersten Ausbildungsrichtlinien für Krankenschwestern in der Schweiz (Bern)
  • 1927 Werner-Schule vom Roten Kreuz. Erste Leiterin Erna Wittich.

1933-1945 - Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

  • 1933-1939: Mit vielen terroristischen Maßnahmen werden jüdischgläubige deutsche Ärztinnen und Ärzte zur Berufsaufgabe und zur Auswanderung gezwungen. Die (aus Hoffnung auf Veränderung) Bleibenden werden menschenunwürdig schikaniert und viele begehen aus Verzweiflung doch noch Selbstötung vor dem Abtransport nach Ausschwitz. Viele Patientinnen und Patienten zeigen trotzdem Solidarität mit ihren bisherigen Ärzten.
  • Das Gesundheitswesen soll auch auf faschistische Grundzüge umorganisiert werden: Reinheit der Rasse, arische Frauenrolle als Mutter, Volkswohlfahrt nur für Arbeitswillige als staatliche Leistung.
  • Von 1933 bis 1945 wurden etwa 350.000 bis 400.000 Menschen sterilisiert. Die zwangsweise Sterilisation kostete tausenden Opfern das Leben oder verursachte schwere, bleibende Schäden der Gesundheit. Nicht nur Kranke, sondern auch arbeitsunfähige "Fremdarbeiter", Alte, Kriegsversehrte und Roma-Frauen wurden in dieses "Programm" einbezogen.
  • Meldepflichtig wurden Kinder mit bestimmten Behinderungen insbesondere für Hebammen und Ärzte in Entbindungsheimen.
  • 1939: Die nationalsozialistische Politik der Euthanasie betraf auch die Heil- und Pflegeanstalten; hier fielen zehntausende Patientinnen und Patienten einer zentral organisierten Massenermordung durch einzelne Ärzte und Pflegende, aber auch Vergasungen in extra Gaskammern, später auch einer wilden Euthanasie durch drastische Kürzungen der Lebensmittelrationen, zum Opfer. Wesentliches Kriterium für die Aufnahme in die Todeslisten war die Arbeitsunfähigkeit der Kranken.
  • Viele Berufsverbände standen massiv unter Druck, sich entweder nationalsozialistischen Pflege-Organisationen anzuschließen oder selbst aufzulösen.


Personen:

1945-1975 Nachkriegszeit bis zum (1.) Pflegenotstand[Bearbeiten]

  • 1945 - 14. Juli: Der Magistrat in Berlin beschließt die „Anordnung über den Wiederaufbau der Sozialversicherung“. Damit wird die Sozialversicherungsanstalt in Berlin zum einzigen Träger der gesamten Sozialversicherung.
  • 1946 Frühsommer: Die Lebensmittelversorgung der deutschen Bevölkerung erreicht ihren Tiefpunkt. Es kommt zu ersten Veröffentlichungen über Todesfälle durch Verhungern.
    • 10. Juli: Auf der 5. Sitzung des Zonenbeirats wird berichtet, dass der Großteil der Bevölkerung unterernährt sei, und sich die Anfälligkeit für Tuberkulose erhöht.
  • 1946 Der Nürnberger Ärzteprozess fand vom 9. Dezember 1946 bis zum 20. August 1947 vor dem Ersten Amerikanischen Militärgerichtshof in Nürnberg statt. Er ist der erste von zwölf Nachfolgeprozessen des Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher des faschistischen Deutschlands, der bereits vor dem Internationalen Militärgerichtshof (IMT) in Nürnberg verhandelt wurde. Menschenversuche, die Tötung von Häftlingen für die Anlage einer Skelettsammlung oder viele Euthanasieverbrechen wurden verhandelt. Zahlreiche Urteile der Nürnberger Prozesse wurden ab 1950 im Strafmaß erheblich abgemildert. Der Straferlass beruhte nicht auf einer Neueinschätzung der Schuld der Verurteilten, sondern auf einer Änderung der politischen Rahmenbedingungen. Einige Täter konnten bis in die 70er Jahre unerkannt weiter den Beruf ausüben.
  • 1946 Schwesternhochschule der Diakonie, Berlin
  • Die Nachkriegszeit war auch eine Hungerzeit - Herzinfarkte deutlich seltener; aber banale Infektionen verlaufen häufiger tödlich, weil noch nicht durch die teuren und seltenen Antibiotika heilbar.
  • 1948 - 7. April: Gründung der Weltgesundheitsorganisation (World Health Organisation – WHO) in Genf.
  • 1949 - 17. Juni: Verabschiedung des Sozialversicherungsanpassungsgesetzes (SVAG) für die amerikanische und britische Zone. Es führt unter anderem die paritätische Mitbestimmung in den Selbstverwaltungsorganen der Krankenkassen ein, mit Ausnahme der Ersatzkassen für Angestellte.
  • 1950 Eröffnung der Rotkreuz-Kaderschule für Krankenpflege in Zürich
  • 1952 - 24. Januar: Das Mutterschutzgesetz wird eingeführt.
  • 1953 - 3. September: Schaffung der Sozialgerichte mit einem Gesetzes als eigenständiger Gerichtszweig. Dieses Recht ist auch für die Gesetzliche Krankenversicherung zuständig.
  • 1956 - 9. Mai: Das Bundesversicherungsamt (BVA) als selbständige Bundesoberbehörde tritt aufgrund des Bundesversicherungsgesetzes an die Stelle des früheren Reichsversicherungsamtes.
    • 12. Juni: Das Gesetz über die Krankenversicherung der Rentner gliedert zum 1. August die Rentner als echte Mitglieder in die Krankenkassen mit gleichem Leistungsanspruch wie die aktiv Versicherten ein. Für pflichtversicherte Rentner bezahlt der Rentenversicherungsträger die Beiträge zur Krankenversicherung.
  • 1956: Eröffnung der Rotkreuz-Kaderschule für Krankenpflege in Lausanne
  • 1957 Dezember: Eine Grippeepidemie führt zu außergewöhnlichen Kostensteigerungen bei den Krankenkassen.
  • 1958: Der erste Herzschrittmacher weltweit wurde durch den schwedischen Herzchirurgen Åke Senning implantiert.
  • 1960: erstmals sozialpflegerisch orientierte Berufsausbildung zur Altenpfleger/-in mit noch sehr geringer Ausbildungsqualität in Nordrhein-Westfalen. Bis 1979 war in allen Bundesländern Altenpflege als Ausbildungsberuf eingeführt. Die Ausbildungsdauer stieg auf zwei Jahre (davon zunächst ein Jahr Anerkennungszeit).
  • 1961: Marcel Junod, Arzt, Anästhesist, Rotkreuzdelegierter in Äthiopien und Eritrea, Spanien, Deutschland und Asien, insbesondere in Japan.
  • 1962: die "Irrenpflege" wurde in die allgemeine Krankenpflege einbezogen. Bundesweit wurden Krankenpflegeschulen an psychiatrischen Kliniken eingerichtet um den Nachwuchsmangel zu kompensieren. Das gesamte Pflegepersonal der psychiatrischen Landeskliniken wurde durch gesonderte Übergangsbestimmungen in die Krankenpflege eingeführt. Ab diesen Zeitpunkt begann auch die Geschichte der Weiterbildungsstätten für Fachkrankenpflege in der Psychiatrie.
    • 18. August: In der Bundesrepublik wird die Antibabypille eingeführt. Frauen, die diese Methode zur Empfängnisregelung einsetzen, müssen sich die rezeptpflichtige Pille verschreiben lassen. In der Folge kommt es etwa ab 1970 zum danach genannten Pillenknick bei der Zahl der Geburten.
  • 1964: Die Robert Bosch Stiftung wird gegründet. Stiftungseinnahmen werden für folgende Zwecke verwendet: Gesundheitspflege, Völkerverständigung , Wohlfahrtspflege, Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur, Geistes, Sozial- und Naturwissenschaften
  • 1968: Der von der WHO aufgestellte Diagnoseschlüssel ICD wird auch in der Bundesrepublik obligatorisch.
  • 1970: Gründung des DBVA–Deutscher Berufsverband für Altenpflege ( ? oder 1974 ? )
    • Mit der Einbeziehung von Früherkennungsmaßnahmen wird der vorsorgende Gesundheitsschutz in der Gesetzlichen Krankenversicherung rechtlich verankert.
  • 1971: Das erste Krankenpflege-Lehrbuch von Liliane Juchli und Beda Högger erscheint bei Thieme, Stuttgart. Es folgen bis 1997 acht weitere vor allem von Juchli verantwortete Auflagen des Standardwerks.
  • 1972 - 29. Juni: Das Gesetz zur wirtschaftlichen Sicherung der Krankenhäuser und zur Regelung der Krankenhauspflegesätze (Krankenhausfinanzierungsgesetz - KHG) ordnet die Beziehungen zwischen Krankenhäusern und Krankenkassen neu.
  • 1973 - 1. März: Die Röntgenverordnung regelt die medizinische Anwendung von Röntgenstrahlen. Damit werden zum ersten Mal Schutzmaßnahmen bei der medizinischen Anwendung von Röntgenstrahlen verbindlich festgelegt.
  • 1973: Die Grenzen des Sozialstaats scheinen erreicht. Nach der Hochkonjunktur der ausgehenden fünfziger bis zum Beginn der sechziger Jahre und einer ersten Rezession von 1966/67 kam es 1973/74 zur ersten Weltwirtschaftskrise nach dem Zweiten Weltkrieg.
    • 27. Juni: Das Krankenversicherungs-Kostendämpfungsgesetz (KVKG), das erste typische Spargesetz im Gesundheitswesen seit Kriegsende, wird beschlossen. Es tritt bereits am 1. Juli in Kraft.
    • 25. Juli: Erlaß der Bundespflegesatzverordnung.

1975-2000 - Von 1975 bis zur Pflegeversicherung[Bearbeiten]

  • 1975:
    • erstmals tritt in der BRD ein Heimgesetz in Kraft
    • Mangel an den sozialen Einrichtungen Alten/-Pflegeheimen
  • 1976 - 28. August: Das Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelrechts (AMG) wird verabschiedet. Es enthält bundeseinheitliche Regelungen für Hersteller, Kontrollbehörden, Ärzte und Apotheker in Fortentwicklung des Arzneimittelgesetzes von 1961 und tritt am 1. Januar 1978 in Kraft. Das Gesetz soll Lehren aus der „Contergan-Affäre“ ziehen und den Schutz vor gesundheitsschädlichen Medikamenten verbessern.
  • 1976 Schweizweit gültige Regelung, nach der das SRK den Auftrag erhält, die Ausbildung in den Pflegeberufen sowie den medizinisch-technischen und medizinisch-therapeutischen Berufen zu regeln.
  • 1977Beginn der Kostendämpfungsgesetzgebung
  • 1979 - 21. März: Der Vorstand der Bundesärztekammer in Köln verabschiedet erste „Richtlinien für die Sterbehilfe“.
  • 1980: Der Arbeitskreis für Kinderkrankenschwestern (AKK) wird gegründet, später umbenannt in "Berufsverband für Kinderkrankenschwestern und Kinderkrankenpfleger"(BKK), jetzt "Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland" (BeKD e.V.).
  • 1980: Eine Sterbehilfe-Gesellschaft wird gegründet
  • 1981 - 7. Mai: In München wird die erste erfolgreiche Herztransplantation in Deutschland durchgeführt.
    • 22. Dezember: Das Kostendämpfungs-Ergänzungsgesetz (KVEG) bringt Kürzungen im Leistungsrecht: Einschränkungen in der Versorgung mit Bagatell-Arzneimitteln, Zahnersatz, Hilfsmitteln, Brillen und Übernahme von Fahrkosten durch stärkere Eigenbeteiligung der Versicherten. Dazu kommen preisbindende Maßnahmen im Kassenarzt- und sonstigen Vertragsrecht.
    • Am selben Tag wird das Krankenhaus-Kostendämpfungsgesetz beschlossen. In der Krankenhausversorgung soll das Wirtschaftlichkeitsgebot durchgesetzt werden.
  • 1983: Die Aktivitäten des täglichen Lebens (ATL) von Liliane Juchli dargestellt- 4. Auflage ihres Lehrbuchs
  • 1984:
    • Das Krankenhaus-Neuordnungsgesetz (KHNG) soll zusammen mit noch folgenden Gesetzen zur Krankenhausfinanzierung und Pflegesatzverordnung neben den Haushaltbegleitgesetzen dazu führen, die Kostenexplosion im Krankenhausbereich zu stoppen.
    • In Baden-Württemberg z. B. ist die Zahl der Krankenhäuser seit dem Höchststand von 1969 mit 690 mittlerweile auf 626 gesunken. Dafür stieg die Zahl der Pflegetage allein von 1983 auf 1984 um annähernd 1,1 Mio. Tage. Die Zunahme der Pflegetage seit 1953 beträgt rund 31 %.
  • 1986:
    • Bundeserziehungsgeldgesetz tritt in Kraft, es führt das Erziehungsgeld und den Erziehungsurlaub ein und löst damit den bis dahin so genannten „Mutterschaftsurlaub“ ab.
    • Das Krankenhausfinanzierungsgesetz soll zusammen mit dem Krankenhaus-Neuordnungsgesetz vom Dezember 1984 und der Bundespflegesatzverordnung vom 21. August 1985 die Bund-/Länder-Mischfinanzierung der Krankenhäuser abschaffen und zu einer dauerhaften wirtschaftlichen Sicherung der Krankenhäuser führen.
  • 1990: Erste Pflegestudiengänge. In einzelnen Bundesländern dreijährige Altenpflegeausbildung
  • 1991: Hilde Steppe (1947-1999) - historisches Pflegeforschungsarchiv wird gegründet
    • Virginia Henderson blickt zurück: The nature of nursing. A definition and its implications for practice, research, and education. Reflections after 25 years. (dt: Der Kern der Pflege, Definition und deren Auswirkungen auf Praxis, Forschung, Ausbildung)
  • 1992: Umbenennung des Deutschen Berufsverbandes für Krankenpflege DBfK in Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe unter Beibehaltung des bekannten Kürzels DBfK. Der Berufsverband öffnet sich damit allen pflegerischen Berufsgruppen.
  • 1993: Monika Krohwinkel publiziert ihre Version der 13 AEDLs
  • 1995: Die staatliche Pflegeversicherung wird nach über 20jähriger Diskussion darum oder darüber eröffnet.

Seit 2000 ………[Bearbeiten]

  • 2000: Bundeseinheitliche Altenpflegeausbildung im Bundestag beschlossen
  • 2001: Mittlerweile gibt es 40 pflegeorientierte Studiengänge
  • 2002 Gesetz über die Berufe in der Krankenpflege (Gesundheits- und Krankenpflegerin etc.) Änderung des Krankenhausfinanzierungsgesetzes
  • 2003: Neues Altenpflegegesetz tritt in Kraft
  • 2004: Neues Krankenpflegegesetz tritt am 1. Januar in Kraft
  • 2008: In Baden-Württemberg sinkt die Zahl der Krankenhäuser seit 2002 von 325 weiter auf 296.
  • 2010: die Stammzellentherapie verändert Teile der Chirurgie. Die Ärzte verpflanzten erstmals erfolgreich das Luftröhren-Gerüst einer Spenderin in ein 11jähriges Kind. Dieses "Gerüst" wurde vorab mit den Stammzellen des Kindes besiedelt. Zwei Jahre nach der OP ist der jetzt 13jährige wohlauf und atmet normal.[Stammzellentherapie, Spiegel]
  • 2011: Erster deutscher Studiengang Psychische Gesundheit/Psychiatrische Pflege an der Fachhochschule der Diakonie in Bielefeld

Fortschritte, historische Einschnitte in der Pflege[Bearbeiten]

Fortschritte, Veränderungen, Einschnitte in der professionellen Pflege lassen sich nicht nur in der zeitlichen Abfolge darstellen sondern auch nach inhaltlichen Oberbegriffen wie Arbeitsorganisation, Ethik, pflegerischen Aufgabenbereichen (Krankenbeobachtung, Evaluation der Pflegequalität). Die folgenden Abschnitte stellen noch keinen abgeschlossenen Wissensstand zu dieser Darstellungsweise dar sondern dienen der Weiterentwicklung.

Bei der Arbeitsorganisation[Bearbeiten]

  • Funktionspflege im geteilten Dienst wird um 1965 zum Schichtdienst mit Zimmerpflege / Bereichspflege umorganisiert
  • 40-Betten-Stationen werden um 1970 in Pflegegruppen mit 10-20 Betten umgebaut
  • Etwa 1975 erstmals Pflegeplanung als Arbeitsmethode
  • Um 1970 Einführung von Wachstationen als dem OP nachgeordnete Intensivpflege-Einheiten
  • Ablösung der tagebuchartigen Übergabebücher hin zur patientenbezogenen Aktenführung (Einzeldokumentation pro Patienten) ca. 1980
  • Übermittlung von Informationen durch elektronische Medien und Krankenhausinformationssysteme ab 1995

In der berufsbezogenen Ethik[Bearbeiten]

  • Dienen als Hauptmotiv der Berufstätigen verschwindet mit Ordensschwestern und Diakonissen (m/w) als Hauptgruppe des ausgebild. Pflegepersonals etwa in den 50er Jahren
  • Um 1980 Aufarbeiten der Bedeutung der NS-Euthanasie und Massentötungen, der Menschenversuche in der NS-Medizin
  • 1985 Ethikkommissionen unter Beteiligung von Pflegenden im Zusammenhang mit der Indikationsstellung bei Abort, Transplantationen, Genversuchen, Medikamenteneinführung.
  • Diskussion um die Gerätemedizin in Gegenüberstellung zum Begriff Ganzheitlichkeit der Pflege
  • 1970 Ende der gesellsch. Absonderung hin zur Eingliederung von geistig veränderten Menschen (bezogen auf Bevölk.mehrheit) - gemeindenahe Psychiatrie / Psychiatriereform
  • seit den 1990er Jahren: Aufbau einer eigenen Bereichsethik für die Pflege (Ethik in der Pflege)

Krankenbeobachtung und -überwachung[Bearbeiten]

  • Regelmäßige Anwendung der 5 x richtig-Regel im Umgang mit der Medikation
  • 1970 EKG, Monitoring
  • 1975 ZVD

Qualität und Spezialisierungen[Bearbeiten]

  • Diskussion der Klassenmedizin (Privatpatient vs. Kassenpatient) etwa 1965
  • Aus Altenheiminsassen werden KundInnen, Einstufung in Pflegekategorien, Pflegeversicherung 1995
  • Leistungserfassung für die Krankenkassenabrechung zuerst im ambulanten Bereich, dann Klinik, dann Pflegeheim

Museen zur Geschichte[Bearbeiten]

Museen zur Geschichte der Pflege gibt es in dieser Reinform fast gar nicht. Das Museum in Beaune kommt einem Pflegemuseum noch am nächsten. Vielmehr handelt es sich oft um Museen zur Entwicklung der Medizin insgesamt oder von med. Teilgebieten, bei denen auch die Pflege mehr oder weniger stark vertreten ist.

Übersicht[Bearbeiten]

Museen in Amerika

  • American Museum of Nursing
  • Museum of Health Care, Kingston, Ontario, Kanada
  • University of Maryland School of Nursing Living History Museum

Einzelne Beispiele in Europa[Bearbeiten]

Einzelne Beispiele sollen hier knapp vorgestellt werden - evtl. Link zur Homepage

Florence Nightingale Museum, London, England
Etwa 1000 Sachen werden gezeigt, die mit Florence Nightingale zu tun hatten oder über die Versorgung der Verletzten im Krimkrieg (1854-56) oder mit der Nightingale School am St. Thomas' Hospital (1860-1910). Umfassende F-N-Bibliothek. Link dazu.
Pflegemuseum in Deutschland - „Museum zur Kultur des Helfens"
in Düsseldorf, Kaiserswerther Diakonie - befindet sich ein Museum im Aufbau (geplante Eröffnung 2011)
Deutsches Hygiene-Museum, Dresden
Ursprünglich wurden hier Kenntnisse zur Anatomie des Menschen, zur gesunden Ernährung, persönlichen Hygiene und anderen Aspekten der Gesundheitsvorsorge vermittelt. Während der Herrschaft des Nationalsozalismus wurde die nationalsozialistische Rassenideologie propagandistisch beworben. U. a. nach einem Umbau 2005 zählt es heute zu den kulturellen Leuchttürmen. Link dazu.
GB - Army Medical Services Museum
Eine Ausstellung der verschiedenen britischen Royal Army Corps in Mytchett, Surrey, England. Royal Army Medical Corps (RAMC), Queen Alexandra's Royal Army Nursing Corps (QARANC) und Royal Army Veterinary Corps (RAVC). Neben Uniformen und Orden werden ein Zugabteil eines Lazarette und ein carriage von Florence Nightingale aus dem Krimkrieg gezeigt. Die jetzige Ausstellung wurde 1959 zusammengestellt. Link dazu.
Glenside
Schwerpunkt Psychiatrie in England. Link dazu.
Museum Hôtel-Dieu, Beaune
Das Hôtel-Dieu ist ein ehemaliges, im Jahre 1443 gegründetes Krankenhaus. Alte Säle mit vielen Ausstattungsgegenständen, Trachten und der früheren Bettenanordnung. Verknüpfung von Gottesdienst und Pflege veranschaulicht. Link dazu. und Artikel bei Wikipedia
London Museums of Health & Medicine
Dies ist eine Organisation mehrerer Museen, 1991. Wikipedia-Liste und Link zur Homepage.
Präsentation Pflegemuseum
ein Glaswürfel von 2 auf 2 Metern im Eingangsbereich des Klinikums München-Großhadern

Amerikanische Museen[Bearbeiten]

American Museum of Nursing
Es wird seit 1993 in Tempe, Arizona, am Arizona State University College of Nursing aufgebaut. Link dazu.
University of Maryland School of Nursing Living History Museum
In Baltimore, Maryland, USA Ausstellung zur Schulgeschichte seit 1889. Link dazu.
  • [1] American Museum of Nursing photo gallery - Link defekt?

Didaktik der Pflegegeschichte[Bearbeiten]

Anregungen, wie Pflegegeschichte z. B. in der Pflegeausbildung vermittelt werden kann, bietet eine 2010 erschienene Handreichung für Lehrende an (mit Förderung durch die Robert Bosch Stiftung entwickelt und als Internet-Ressource). Sie steht auf der Webseite der Sektion Historische Pflegeforschung in der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft e. V.. Deren Autorin, Mathilde Hackmann, Pflegepädagogin (FH, MSc) beschäftigt sich seit 20 Jahren mit dem Thema Pflegegeschichte. Von ihr vorgeschlagen Quellen-Beispiele sind u.a.: Jüdisches Schwesternheim Stuttgart 1905; Pflege männlicher Kranken durch Barmherzige Schwestern, 1901; Aufgaben der Stationsschwestern, der Hilfsschwester usw. Krankenhaus Stettin 1922; Gesetz zur Ordnung der Krankenpflege 1938. Dazu nennt sie jeweils Ziel(-e) der Bearbeitung und des Einsatzes der jeweiligen Quelle und auf einem Arbeitsblatt eine Sammlung möglicher Fragen. Die Quellen-Texte sind allerdings dort nicht abgedruckt.

Unterrichtsresultate und Aufwand im Unterricht[Bearbeiten]

Aufgrund der manchmal elendigen Resultate manches Unterrichts in dem wenig geliebten Fach ist eine Debatte des "Wie ?" und des Umfangs des Geschichtsunterrichts in den Pflegeberufen sicher sinnvoll.

Dabei sollte auch auf die unterschiedlichen Zugänge zum Thema in heutiger Zeit eingegangen werden.

Exemplarische, problemorientiertes Lernen zum Beispiel gegen den hoffnungslosen Versuch systematisch alle historischen Entwicklungsstufen durch Unterricht abzudecken (mehrere Jahrtausende, die überblickartigen Abrisse der europäischen, arabischen oder angloamerikanischen Medizingeschichte erforderten ddann bereits viel Unterrichtszeit).

Welche Geschichtskenntnisse sind in der Pflege nötig[Bearbeiten]

Die Leitfrage könnte sein: Welche Geschichtskenntnisse benötigt eine/ein PflegendEr in der Kinder-, Kranken- oder Altenpflege in seinem Berufsfeld?

Es gibt keine klaren Lehrplan-Inhalte über das, was nötig wäre (vgl. Hackmann zu den Ausbildungsordnungen). Vermutlich gibt es aber selbst bei Unterrichtskräften keine weitgehende Übereinstimmung in dieser Frage. Es kann kaum allein um eine Kurzfassung der Geschichte der Medizin (Wikipedia) gehen. Der Missbrauch der Medizin und Pflege in Nazideutschland zeigt, dass politische Verantwortlichkeit nicht am Eingang von Heimen oder Kliniken aufhört.

Aber reicht dafür der allgemeinbildende Geschichts-Unterricht in den Schulen vor dem Beginn der Ausbildung aus?

Siehe auch[Bearbeiten]

Verschiedene Medien[Bearbeiten]

Ausstellungen[Bearbeiten]

Filme[Bearbeiten]

  • Henrike Sandner, Dirk Otto: Frauen an der Front. Krankenschwestern im Zweiten Weltkrieg. D, 2009, 45 Min, Dokumentation (Im Fronteinsatz erfahren sie, was es heißt, nicht mehr helfen zu können. Circa 200.000 Frauen sind ein Teil der deutschen Kriegsmaschinerie geworden und wurden auch zu Mitwisserinnen. Der Schwesterneinsatz im Zweiten Weltkrieg ist ein kaum aufgearbeitetes Thema mit einer Spannbreite, vom Helfen bis zur Schuld. Die Zeitzeuginnen, die heute über 80 Jahre alt sind, haben zum Teil noch nie über ihre Erlebnisse während des Kriegs gesprochen.)

Literatur[Bearbeiten]

  • Claudia Bischoff: Frauen in der Krankenpflege. Zur Entwicklung von Frauenrolle und Frauenberufstätigkeit im 19. und 20. Jahrhundert. Frankfurt/Main. 1994.
  • Wolfgang U. Eckart: Geschichte der Medizin. Springer, Berlin, 5. Aufl. 2005, 335 Seiten. ISBN 3-540-21287-6 (Relativ knappe und gut lesbare wissenschaftl. Darstellung des Gesamtthemas.)
  • Carl Emil Gedike: Handbuch der Krankenwartung. (Charite-Heilanstalt, Berlin, 1854, 3. Aufl.). Faksimile ISBN 3-88210-042-7
  • Mathilde Hackmann: Pflegegeschichte unterrichten – Eine Handreichung für Lehrende der Pflegegeschichte. Hamburg, 2010, auch als PDF-Datei online (basierend auf den Mabuse-Dokumenten)
  • Dieter Jetter: Das europäische Hospital, Von der Spätantike bis 1800. Köln, 1986.
  • Eduard Seidler, Karl-Heinz Leven: Geschichte der Medizin und der Krankenpflege. Stuttgart, Kohlhammer, 2003, 7. Auflage, 333 Seiten. ISBN 3-17-017624-2
  • Hilde Steppe, Hrsg: Krankenpflege im Nationalsozialismus. Frankfurt am Main, 1996 (8. Aufl.). ISBN 3-925499-35-0
Weitere ausführliche und ergänzbare Angaben zu den oben genannten Zeitabschnitten in der

Weblinks[Bearbeiten]

(Weblinks und Zitatnachweise)