Frontotemporale Demenz

Aus PflegeWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Bei der Frontotemporalen Demenz (Abkürzung FTD, auch Pick-Krankheit) gehen Nervenzellen im Stirn- und in den Schläfenlappen des Gehirns unter, was Veränderungen der Persönlichkeit in Bezug auf Emotionen und Sozialverhalten des Betroffenen verursacht. Sie tritt bei Menschen über 65 Jahre seltener als die Alzheimer-Krankheit auf, bei jüngeren allerdings genauso häufig. Im Gegensatz zur Alzheimer-Demenz ist das Gedächtnis aber erst im späteren Krankheitsstadium beeinträchtigt.

Anfangs macht sich die Veränderung des Verhaltens der erkrankten Person vor allem durch Unbedachtheit, Taktlosigkeit oder Aggressivität, Unkonzentriertheit, Pflichtvergessenheit oder Teilnahmslosigkeit bemerkbar. Diese Symptome können aber auch mit psychischen Krankheiten wie Depression oder Schizophrenie einhergehen, so dass eine eindeutige Diagnose vor allem über bildgebende Verfahren gestellt werden kann.

Eine medikamentöse Therapie der FTD ist bisher nur symptomatisch auf die Gabe von beispielsweise Neuroleptika und Antidepressiva beschränkt, zusätzlich können sich aktivierende Maßnahmen positiv auswirken. Das Fortschreiten der Erkrankung kann aber nicht verhindert werden.

[Bearbeiten] Weblink

Persönliche Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Werkzeuge