Exsikkose

Aus PflegeWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Exsikkose (Dehydration) ist die Austrocknung des Körpers aufgrund einer nicht ausgeglichenen Flüssigkeitsbilanz.

Schweregrade[Bearbeiten]

  1. Leichte Exsikkose (Flüssigkeitsdefizit beträgt weniger als 5% des Körpergewichtes)
  2. Mittelschwere Exsikkose (Flüssigkeitsdefizit beträgt ca. 10%)
  3. Schwerwiegenden Exsikkose (Flüssigkeitsdefizit beträgt mehr als 15% des Körpergewichts)

Symptome[Bearbeiten]

  • Trockene Haut und Schleimhäute
  • Schlaffer Hauttugor
  • Belegte oder geschwollene Zunge
  • Konzentrierter, stark riechender Urin
  • Desorientierung / Somnolenz
  • Kopfschmerz
  • "Durstfieber" ist eine Erhöhung der Körpertemperatur, die bei flüssigkeitsarmer Ernährung oder massiven Verlusten von Körperwasser, durch Exsikkose bzw. Dehydratation, beobachtet wird.
  • Schwindel

Gefährdungen[Bearbeiten]

Gerade älteren Menschen droht die Gefahr einer Austrocknung des Körpers, da im Alter das Durstgefühl allmählich verloren geht. Bei stationären Patienten muss daher die Ein- und Ausfuhr (Flüssigkeitsbilanz) in der Pflegeplanung berücksichtigt und auch realisiert werden.

Mögliche Komplikationen[Bearbeiten]

Folgende Komplikationen werden im Zusammenhang mit der Exikose beschrieben: Herzinfarkt, Bluthochdruck, Oligurie, Nierenversagen und Schlaganfall. Daraus folgt: Die Flüssigkeitszufuhr ist explizit wichtig, sie muss kontroliert und bei Defiziten sofort ausgeglichen werden.

Fakten[Bearbeiten]

  • Der tägliche Flüssigkeitsbedarf liegt bei durchschnittlich mindestens 2 Litern. Kaffee hat auf den Flüssigkeitshaushalt keinen nachteiligen Effekt.
  • Der Flüssigkeitsbedarf steigt bei körperlicher Anstrengung und durch Schwitzen.
  • Der Körper verliert stgets Flüssigkeit über die Atmung und die Haut.
  • Menschen, die sich nicht selbstständig versorgen können, sind besonders gefährdet. Hier müssen die Betreuer prophylaktisch tätig werden.
  • Ist das Trinken nicht möglich, muss Flüssigkeit parenteral über eine Magensonde oder über die Vene zugeführt werden. Eine gute Alternative ist die subcutane Infusion.

Quellen und weiterführende Artikel[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]