Evidence based practice

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Der Begriff Evidence based practise (EBP) ist ein multidisziplinärer Oberbegriff, und umfasst evidence based nursing und evidence based medicine.

In Zukunft werden vermehrt Konzepte allgemeiner gedacht werden (Alle Fachgruppen sind mit eingedacht (Medizin, Pflege, Physiotherapie))


In der EBP werden quantitativen Forschungen ein hoher Stellenwert zugeschrieben. Diejenige Evidenz, die durch randomisierte kontrollierte Versuchanordnungen (RCT) gewonnen wurde, wird als überragend, als einzig vertrauenswürdige angesehen, da sie kausale Beziehungen zwischen Behandlungen und Wirkungen herstellt. Unter den Verfechtern der EBP herrscht daher folgende Rangfolge von Evidenz.

  1. von RCTs,
  2. von nicht randomisierten Untersuchungen
  3. beschreibende Studien
  4. Fallstudien
  5. qualitative Forschung
  6. Expertenmeinung


Die Erfahrung der Pflegewissenschaft hat gezeigt, dass diese Position so nicht haltbar ist

[Bearbeiten] Kritik an EBP

Eine reibungslose Pflegepraxis und die angemessene Beziehung zwischen Pflegenden und Patienten besteht zum großen Teil aus nicht wissenschaftlich gesicherten Erkenntnissen,

  • evidence soll die Praxis anleiten! Viele Studien (Forschungen) erklären nur Ursachen, geben aber keine Handlungsanleitungen.
  • Outcomes sind für Mediziner andere, als für Pflege (andere Merkmale)
  • Gefahr der Verallgemeinerung: "Wenn ein Fluss im Schnitt 1,50m tief ist, kann man trotzdem an der tiefsten Stelle ertrinken"
  • Vorschnelle Kausalbeziehung (vgl. Anzahl Störche und Anzahl der Neugeburten)
  • In der Pflege als Praxisdisziplin gibt es auch andere wichtige Erkenntnisquellen.
  • Nach einer These von Georges Evers sind nur etwa ca. 30% der Pflegetätigkeiten pflegewissenschaftlich erforschbar (im Sinne von Handlungsanleitung). Es besteht daher die Gefahr falsche "Handlungsanleitungen" in allgemeingültige Standards formulieren, die dann auf spezifische Situationen nicht anwendbar sind

[Bearbeiten] siehe auch

evidence, evidence based nursing, best practice, evidence informed practice

[Bearbeiten] Literatur

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