Essen und Trinken

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Essen und Trinken ist für jeden Menschen lebensnotwendig. Durch die Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme werden alle Körperfunktionen aufrechterhalten. Mit der Nahrung nehmen wir wichtige Mineralstoffe, Vitamine, Eiweißstoffe, Kohlenhydrate, Fette und Wasser für den Körper auf. Die Nährstoffe liefern dem Körper Energie, die für den Stoffwechsel benötigt wird. Die Nährstoffe dienen auch als Schutz gegen Krankheiten und zum Aufbau und Erhaltung des Körpers und seinen Funktionen. Das Gegenteil davon sind Hungern als freiwilliger oder erzwungener Nahrungsverzicht (und im Extremfall das Verhungern, eine qualvolle Todesart).

Dieser Artikel befasst sich mit der ATL Essen und Trinken aus pflegerischer Sicht als Bestandteil der ATL - Aktivitäten des täglichen Lebens)


Mittagessen

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Allgemeines

[Bearbeiten] Essverhalten

Die Nahrungsaufnahme ist mit Tradition, religiösen Weltanschauungen und familiären Essgewohnheiten verbunden. Daraus entwickeln sich häufig Verhaltensfehler bei der Auswahl der Nahrung. Falsche Ernährung kann Ursache für Krankheiten sein. Das seelische Befinden hat auch sehr großen Einfluß auf unser Ernährungsverhalten. Wenn wir unzufrieden sind oder uns in Streßsituationen befinden, essen wir oft falsch und zu einseitig, denn gerne greifen wir dann zu Süßigkeiten bzw: Fast-Food. Deutsche essen mehr Fleisch als Fisch. Das gilt auch für Menschen in Meeresnähe. Fleisch lieben vor allem Männer in Bayern und in Thüringen. Dort gehört zu fast jeder Mahlzeit traditionell eine Wurst oder ein Stück Fleisch.

Das Essen und Trinken hat auch soziale Bedeutung. Eine Mahlzeit bietet die Möglichkeit, sich mit der Familie oder mit dem Kollegen zu treffen. Während des Essens kann man Gedanken aussprechen, austauschen und auch Probleme besprechen.

Für Pflegeheimbewohner kann die gemeinsame Einnahme von Mahlzeiten die Gelegenheit geben, sich mit den Mitbewohnern zu treffen. Manchmal ist das für einige Bewohner die einzige Abwechslung im Tagesablauf und besonders auch Gelegenheit zur Kommunikation. Deshalb ist die Essenzubereitung und das Anreichen des Essens von großer Bedeutung (Tisch schön decken, angenehme Atmosphäre). Die Ernährung für Senioren soll abwechslungsreich und vielseitig sein. Man muß auch auf ausreichende Trinkmengen achten. Wichtig ist es, trotz Gemeinschaftsverpflegung die individuellen Vorlieben und Abneigungen zu berücksichtigen

[Bearbeiten] Trinkverhalten

Jeder Mensch sollte für ein gewisses Maß an Flüssigkeit - über den Tag verteilt sorgen. Wieviel, richtet sich zum Einen nach der körperlichen Aktivität, zum Anderen nach dem Gewicht des Betroffenen. Quelle: DGE

Minimum 25 ml pro Kilogramm (kg) Körpergewicht (KG) Optimalzustand 30 ml pro Kilogramm (kg) Körpergewicht (KG) Sportliche Betätigung 35 ml pro Kilogramm (kg) Körpergewicht (KG)

Diese Mengen sind notwendig, um dem inneren Austrocknen vorzubeugen bzw. den Stoffwechsel in den Organen und Zellen zu ermöglichen.

[Bearbeiten] Mahlzeit, Essenszeiten

Das Essen wird in aller Regel zu gewohnten Zeiten, die regional oder familiär festgelegt sind, eingenommen.

Diese Essenszeiten werden auch gerne über das Berufsleben hinaus eingehalten und sollten von der Pflege respektiert werden. Ein Sonderfall in der Altenpflege sind evtl. Personen, die aufgrund einer Demenz eher zu vielen kleinen Imbissen angehalten werden können, als dass sie sich auf ein Mittagsmahl konzentrieren könnten. Dabei kann es sinnvoll sein, auf die Essens- und Getränkemenge jeder gepflegten Person besonders zu achten.

[Bearbeiten] Essen und Trinken in Pflegeheimen

Alte Dame im Speiseraum mit einem Glas Saft

Wenn man mit Bewohner/innen von Heimen darüber spricht, inwieweit sie sich in der Einrichtung wohl fühlen, ist man spätestens nach fünf Minuten beim Thema "Essen und Trinken". Urlauber kommentieren in aller Regel nach einer kurzen Beschreibung des Hotels und seiner Lage die Qualität des Essens. Auch die langweiligste Fortbildungsveranstaltung kann durch ein opulentes, möglichst kostenloses Buffet erheblich aufgewertet werden. Diese Beispiele zeigen schon deutlich, welch hohen Stellenwert das Essen und Trinken für das Wohlbefinden eines Menschen und die Bewertung der Umgebung hat, in der er sich aufhält.

Die Beispiele zeigen auch, daß es beim Essen und Trinken nicht nur um die Befriedigung rein physiologischer Bedürfnisse geht. Ob Bewohner/innen die gebotene Ernährung subjektiv als zufriedenstellend erleben hängt ganz entscheidend davon ab, ob:


In Pflegeheimen geht es zunächst vor allem darum, die verbliebenen Kompetenzen der BewohnerInnen zur Selbstversorgung - so weit es eben geht - zu erhalten. Dies betrifft natürlich zunächst die rein technischen Voraussetzungen zur Selbstversorgung, also die Verfügbarkeit von Herd/Kochplatten. Kühlschrank sowie Stell- und Arbeitsflächen und die Utensilien zur Nahrungszubereitung. Wenn dies im Privatbereich der BewohneriInnen z.B. in der Form von Kochnischen oder Kleinküchen auch heutzutage in der Regel leider nicht möglich ist, so sollten doch zumindest auf der Ebene der Wohnbereiche entsprechende Möglichkeiten zur gemeinsamen und individuellen Nutzung durch mehrere BewohnerInnen in ausreichender Zahl gegeben sein. Grundsätzlich sollte es u.E. angestrebt werden, daß die Bewohnerinnen die Möglichkeit haben, sich zumindest kleinere Mahlzeiten, z.B. Frühstück und Abendbrot, sowie auch ab und zu ihr Lieblingsgericht selbst zuzubereiten. Darüber hinaus geht es jedoch auch um das Angebot von entsprechenden Dienst- bzw. Assistenzleistungen wie Einkaufshilfen, Einkaufsmöglichkeiten innerhalb der Einrichtung und Unterstützung bei einzelnen für die BewohnerInnen möglicherweise schwierig oder gar nicht zu bewältigenden Tätigkeiten der Nahrungszubereitung. Auch die Anregung und Begleitung von z.B. Koch- und Backgruppen auf der Ebene der Wohn- Pflegebereiche können in diesem Zusammenhang außerordentlich hilfreich sein.

Im Rahmen der Krankenbeobachtung kann es notwendig werden, die Einfuhr und die Ausfuhr zu kontrollieren. Wird beides in definierten Zeiträumen dokumentiert, nennt man das Bilanzierung, eine Bilanz erstellen.

Nach einer Meldung vom 19. Januar 2006 sieht der MDS ((MDK-Dachverband) Optimierungsbedarf bei der Ernährung pflegebedürftiger Menschen in der Altenhilfe. 41 Prozent der bei Qualitätsprüfungen untersuchten Personen weisen Mängel bei der Ernährung und Flüssigkeitsversorgung auf. Der Wortlaut des MDS-Statements hier. (pdf-Datei !)

[Bearbeiten] Vorbereitung von Mahlzeiten

In der Dokumentation sollten Informationen über Lieblingsgerichte, Besonderheiten beim Essen, aber auch über Abneigungen stehen.

Wichtig: begleitende Getränke.


[Bearbeiten] immobile (bettlägerige) BewohnerInnen

[Bearbeiten] mobile BewohnerInnen

[Bearbeiten] Nachbereitung

[Bearbeiten] immobile (bettlägerige) BewohnerInnen

[Bearbeiten] mobile BewohnerInnen

[Bearbeiten] Pflegedokumentation

Die regelmäßige Kontrolle liefert Vergleichswerte, auch für tägliche oder monatliche "normale" Schwankungstoleranz. Ohne Notizen fände die allmähliche Veränderung kaum Beachtung.

Auffällige Änderungen des Körpergewichts liefern auch Hinweise auf Erkrankungen:

[Bearbeiten] Pflegerische Arbeitsorganisation

[Bearbeiten] Querverweise

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

Was für Gesunde eine Selbstverständlichkeit ist, ist längst nicht selbstverständlich für an Demenz erkrankte Personen - Essen und Trinken mit Genuss, in einer ansprechenden Umgebung! Vor allem Menschen ohne Angehörige, können unter einer mangelnden, nicht auf sie zugeschnittenen Esskultur in den Einrichtungen der Altenhilfe leiden. Das Heft beleuchtet die Thematik aus unterschiedlichsten Blickwinkeln und gibt hilfreiche Tipps und Praxisempfehlungen.

[Bearbeiten] Weblinks

Artikel bei Wikipedia:




weitere Artikel:


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