Essay:Pflege neu denken?

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Feather.svg.png Dies ist ein Essay!
Der Inhalt dieses Artikels gibt einzig die Meinung des Autors wieder und ist weder ein enzyklopädischer Eintrag, noch repräsentiert er zwingend die Ansichten der Seitenbetreiber!

Die Ausgangssituation[Bearbeiten]

Pflegende leisten einen gleichwertigigen Beitrag für die Gesundheit von Menschen, wie Ärzte. [1]

Unsere Überzeugung[Bearbeiten]

  1. Moderne Medizin und Patientenversorgung folgen den Gesetzen der Arbeitsteilung unter Gleichberechtigten.
  2. Tausende von Pflegekräften üben den Beruf nach wie vor mit Begeisterung aus und sehen Entwicklungschancen.
  3. Vorranging müssen Berufsideologische Barrieren eingerissen werden! [2]
  4. Es gibt viele interessante Facetten und Karrieremöglichkeiten. [3]

Die aktuelle Situation[Bearbeiten]

Die demographische Entwicklung erhöht den Pflegebedarf bezüglich der Unterstützung und Betreuung bei Pflegebedürftigkeit, akuter und chronischer Krankheit, in der Prävention, Rehabilitation und in der Palliativversorgung. Eine aktuelle Pflegeheimstudie geht davon aus, dass bis zum Jahr 2025 in Deutschland bis zu 400.000 stationäre Pflegeheimplätze benötigt werden. [4]

Die Pflege befindet sich im Umbruch – davon reden wir schon lange und noch mehr wird darüber geschrieben. Erlebbar sind der tägliche Personalmangel, der dadurch bedingte zunehmende Arbeitsdruck, die Qualitätseinbußen und die Überlastung auch der Pflegenden. "Zu lange wurde den Pflegenden in Deutschland vermittelt, sie seien als Kostenfaktor eine Belastung und nicht, dass sie es sind, die das Gesundheits- und Pflegesystem zusammenhalten." [5]

Unsere Patienten klagen über diese Art des modernen Krankenhauses: „Man ist doch nur noch eine Nummer“, „ über den OP-Tisch gezogen, und abgezockt“, wird nicht gerade selten geurteilt.

Geredet wird nur noch vom Geld: Alles ist zu teuer, nicht mehr bezahlbar, Rationierung ist an der Tageordnung – vorwiegend im Pflegebereich. Manche Häuser stellen lieber in jeder Fachabteilung noch einen zweiten Chefarzt ein, bevor eine Schwesternplanstelle geschaffen wird. Das ist ein Symptom unserer Zeit und ein schlechtes Signal für die Pflege, zeigt aber auch, dass die Folgen dieser Handlungsweisen vom Management nicht begriffen werden.

Pflegepositionen[Bearbeiten]

  • Krankenpflege ist keine Ferienarbeit. Sie ist eine Kunst und fordert – wenn sie zur Kunst werden soll – eine ebenso ernste Vorbereitung wie das Werk eines Malers oder Bildhauers. Krankenpflege ist eine der schönsten Künste, fast hätte ich gesagt die schönste aller Künste", definierte einst Florence Nightingale die Krankenpflege. Was ist davon geblieben?
  • Die aktuelle Position der Pflege in der Marktwirtschaft beschreibt der Deutsche Pflegerat wie folgt: „Pflegefachkräfte leisten einen gesellschaftlich unverzichtbaren Beitrag für die Gesundheit, die Lebensqualität und damit den Erfolg unserer Gesellschaft. Die Gesellschaft braucht die Pflegenden." (...) "Veränderte Strukturen in der Ärzteschaft wie mangelnder Berufsnachwuchs, Feminisierung des Berufsbildes, Engpässe im Krankenhausbereich sowie im hausärztlichen Bereich werden ein Umdenken der Ärzteschaft zwingend erforderlich machen. Der Ausweg ist eine Neuverteilung der Aufgaben."
  • Würde man uns Pflegende fragen wo wir denn unter den heutigen Bedingungen arbeiten möchten, sollte es das humanistisch geprägte Umfeld sein, das nicht nur eine „feine, kleine Privatmedizin“ anbietet, sondern eine bezahlbare medizinische Spitzenversorgung für alle Menschen garantiert.

Der Begriff: Gesundheits- und Krankenpflege / Altenpflege[Bearbeiten]

  • Wenn wir heute von der Pflege sprechen, ist die Pflegefachkraft mit der Qualifikation Gesundheits- und Krankenpfleger/in bzw. Altenpfleger/in gemeint. Die Berufsbezeichnung Krankenschwester / Krankenpfleger ist eigentlich nicht mehr nicht mehr aktuell, wird aber noch sehr häufiig gebraucht.
  • Die Ausbildung zum/ zur Gesundheits- und Kranpfleger/in dauert drei Jahre.Die Voraussetzung ist der Abschluss der 10 Klasse. Zunehmend wählen auch Abiturienten diesen Beruf.
  • Innerhalb des Berufslebens werden weitere Fort -und Weiterbildungen beispielsweise als Fachgesundheits- und Krankenpfleger/in für Anästhesie- und Intensivpflege nötig.
  • An Fachhochschulen ist die Weiterbildung für Pflegekräfte in der Lehre und im Pflegemanagement möglich, und heute die Voraussetzung für die Übernahme einer Leitungsfunktion in der Gesundheits- und Krankenpflege.

Pflege in Deutschland[Bearbeiten]

Die Krankenpflege in Deutschland hat sich schon jetzt grundlegend gewandelt:

Grund ist zum einen der durch die Einführung von Fallpauschalen (Diagnosis Related Groups) ausgelöste Kostendruck. Dieser führt (in einem gesunden Unternehmen) zu neuen Personal- und Arbeitsstrukturen. Denn der Mangel an qualifizierten Mitarbeitern sorgt schon jetzt dafür, dass die Krankenhäuser auch im Bereich Human Resources (Humankapital) die Strukturen moderner Unternehmensführung übernehmen müssen, denn nur strategisches Personalmanagement wird zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor für die Klinik der Zukunft.

  1. Nur noch ein Drittel der Tätigkeiten besteht aus der klassischen Pflege, zwei Drittel aus Organisation und Administration. Das hat „die Pflege“ geschultert.
  2. Schon immer verfügt die Gesundheits- und Krankenpflege über die Prozesskompetenz im Krankenhaus, denn Schwestern und Pfleger sind in der Praxis die Organisatoren der Arbeitsabläufe auf der Station, im OP, in der Anästhesie und nicht selten auch in den Funktionsbereichen.
  3. Professionell Pflegende haben inzwischen Fachkompetenzen, die Ärzte nicht haben können, denn das Fach Gesundheits- und Krankenpflege ist nicht Bestandteil des Medizinstudiums.
  4. Professor Christel Bienstein, Leiterin des Instituts für Pflegewissenschaft der Privat-Universität Witten/Herdecke, plädiert dafür, Ärzten Pflegekräfte zur Seite zu stellen, die wüssten, welches Pflegehilfsmittel für einen Patienten geeignet sei. „Ein Facharzt müsste täglich vier Stunden lesen, um auf den aktuellen Stand zu bleiben – wie sollte er es da schaffen, auch noch einen Überblick über Wechseldruckmatratzen, Rollstühle oder Stomahilfsmittel zu bekommen?“
  5. Erfahrene und gut ausgebildeten Gesundheits- und Krankenpflegern/innen übernehmen schon jetzt „ärztliche Tätigkeiten“, innerhalb einer „aus der Not heraus geborenen Allianz zwischen Medizin und Pflege“. Anders wären unsere Krankenhäuser nicht mehr arbeitsfähig!
  6. Den Patienten interessiert nicht, wer welche Aufgabe übernimmt und was der Einzelne macht, sondern was für ihn als Gesamtergebnis erreicht wurde.
  7. Professionelle Pflegefachkräfte haben begriffen, dass sie sich nicht länger an Tätigkeiten „festhalten“ können, die von anderen Berufsgruppen (oft besser) erledigt werden Servicedienste / Hauswirtschaftspflege).

Aber: Häufig ist die Delegation nicht durchdacht: Es wird vergessen, dass bei der Pflege andere Tätigkeiten liegen bleiben. Dieses aktuelle Problem wird verharmlost. Internationale Studien zeigen eine eindeutige statistische Korrelation zwischen Ausbrüchen nosokomialer Infektionen und der Überlastung bzw. Knappheit von Pflegepersonal und dessen Qualifikation. Arbeitgeber die das „übersehen“ schaden den Patienten und dem eigenen Image.

Probleme werden verharmlost[Bearbeiten]

  • Wir haben bestens ausgebildete Ärzte, engagiertes, motiviertes und auch gut ausgebildetes und kontinuierlich geschultes Pflegepersonal in Deutschland. Fraglich ist: wie geht man mit diesen Ressourcen um?
  • Die Arztpraxen und Krankenhäuser sind auf dem neuesten Stand der Medizin und Technik und zudem knallhart betriebswirtschaftlich organisiert. Daran sind immer auch Pflegende beteiligt.

Diese Zusatzleistungen blieben bisher ohne Anerkennung und werden inzwischen als selbstverständlich erwartet.

  • Es wächst nach Diskussionen innerhalb der Berufsverbände der Ärzte, mit Pflegeverbänden und auch in der Pflege die Einsicht in die Notwendigkeit einer effizienten Zusammenarbeit, will man den steigenden Anforderungen in Diagnostik, Therapie und der professionellen Krankenpflege gerecht werden. Dazu passt allerdings nicht, dass die Gruppe der Pflegenden keinenen Zugang zur Entscheidungsfindung hat? Das Kardinalsymptom hierfür sind entmündigte „Pflegedienstleitungen“ ohne Teilhabe.
  • Im Gegensatz zu althergebrachten Meinungen, sind heute Medizin und Pflege auf Gedeih und Verderb aufeinander angewiesen, denn es geht nicht mehr um Standesdünkel und Ressortegoismen, sondern auch um die Arbeitsleistung in Diagnostik, Therapie und Pflege im Sinne einer hohen Patientenorientierung. Die höchste Stufe der Patientenorientierung ist das gemeinsame Entscheiden (shared decision making) in verantwortlicher Partnerschaft von Arzt, Therapeut, Pflegeperson und Patient. Patientenorientierung bedeutet auch die Grenzen der Patientenautonomie, wie sie etwa durch Leiden, Schmerzen, Bewusstseinstrübung, Koma usw. bedingt sind, zu erkennen und zu berücksichtigen.
  • Die Einbeziehung pflegerischen Sachverstands auf allen Ebenen der Zusammenarbeit zwischen Medizin und Pflege, mobilisiert Rationalisierungseffekte. Diese vermehrte Nutzung gruppendynamischen Wissens kann dazu beitragen, Konflikte und Unverständnisse zwischen den Berufsgruppen zu reduzieren und kreative Potentiale fördern. Leider wird in der Praxis diese Tatsache regelrecht verdrängt.

Wer sollen die Handelnden sein?[Bearbeiten]

Warum nicht wir, die Pflegenden selbst? Denn: Um etwas zu bewirken, braucht man kein hohes Amt. Ein bisschen Zivilcourage und Menschenverstand helfen oft schon weiter.

Wir brauchen Aufbruchstimmung als Folge des Bewusstseins vom Wert der eigenen Arbeit. Die Basis hierfür war und ist: Professionalität, Freiwilligkeit, Vernunft und Kollegialität – Aspekte die wiederum eng mit Bildung verbunden sind, denn: „Bildung ist kein Besitzstand, sondern ein Wachstumsprozess, der nie endet.“(Henkel)

Unsere Überzeugung[Bearbeiten]

  • Wissen zu erwerben, ist die sicherste Investition in die Zukunft.
  • Pflege hat nur dann eine Zukunft, wenn wir diese selbst in die eigenen Hände nehmen, denn aus dem Stand gibt es nur Stillstand!
  • Wenn man weiß, wohin man will, führt auch eine Strasse dorthin. Es ist besser die Realitäten selbst zu gestalten, als dies anderen zu überlassen!“

Denn:

  • Mitarbeiter sind keine Patientensklaven“ (Riegl)
  • „Qualität braucht Kreativität. Diese entsteht, „wenn man Vorbildern nacheifert, wenn man besser sein will als andere und die letzten Reserven mobilisiert. Aus dem Stand gibt es nichts, höchstens Stillstand“(Henkel)
  • „Pflegekräfte verdienen Besseres als Schichtdienste ohne Pausen und Arbeit ohne Ende, als Dumpinglöhne und Notlagentarife, als Schuldzuweisungen für Systemmängel, die Andere zu verantworten haben“, meint der DBfK - Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. – und dem kann man nur zustimmen!
  • Ferber: „Was tun, wenn das Management die Folgeprobleme der eigenen Organisation nicht bewältigt?“ Die Antwort: Darauf hinweisen und Änderungen einfordern!

Antwortsuche / was uns behindert[Bearbeiten]

Es bleibt innerhalb der Personalzuführung weitgehend unberücksichtigt, dass die Überalterung der Gesellschaft zu einer enormen Zunahme der Pflegelast geführt hat und sich dieser Umstand weiter verschärfen wird.

Realität ist oft eine nicht optimale Arbeitsorganisationen auf der Grundlage akuter Erfordernisse in Therapie und Pflege (Notfallsituationen) und durch permanenten Personalabbau. Die Folgen : Unplanbarkeit der Arbeitsabläufe und daraus folgende Qualitätsdefizite in der Patientenbetreuung.

Die Fremdbestimmung der Pflege führt zu Demotivation mit den Folgen: Hoher Krankenstand und Überbelastung durch Personalmangel.

Der hohe Kostendruck als Folge des Profitstrebens ist ein weiteres Problem: Kosteneffizienz reicht nicht mehr! Heute stellt man eher pro Abteilung einen zweiten Chefarzt ein, als eine dringend benötigte Fachpflegekraft.

Unklare und divergierende Entscheidungen im so genannten „Therapeutischen Team“, mangelnde Führungskompetenz und Teamfähigkeit einiger Berufsgruppen im Krankenhaus, leider auch der der Pflegenden, sind weitere Erschwernisse, die die Arbeit nicht leichter machen.

Unvermeidliche Reibungsverluste durch die zahlreichen Begegnungen innerhalb des Pflegeprozesses mit Patienten, anderen Berufsgruppen, Besuchern, Angehörigen und Servicepersonal minimieren den Arbeitszeitfonds der professionell Pflegenden erheblich. Das ist allgemein bekannt, eine Lösung für dieses Problem gibt es wohl nicht.

Nach den Ergebnissen der repräsentativen Erwerbstätigenbefragung, die die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und das Bundesinstitut für berufliche Bildung gemeinsam durchführten, unterliegen Pflegeberufe, neben einer hohen psychischen Belastung auch hohen körperlichen Belastungen. Quelle: „Pflegende schleppen mehr als Bauarbeiter“(pflegen-online.de)

Eine Studie der Europäischen Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen bestätigt, dass Beschäftigte in Pflegeberufen besonders von psychischer Gewalt betroffen sind. (Quelle:pflegen-online.de).

Fehlen unserer Berufsgruppe die Fähigkeit und die Kompetenz zur Problemlösung?[Bearbeiten]

Wo sollen diese auch herkommen, wenn nur geschätzte 10 Prozent der professionell Pflegenden zu einer Mitarbeit in Berufsverbänden bereit sind, nur 15 Prozent lesen eine Fachzeitschrift, oder besuchen regelmäßige Fortbildungen.

Ein großer Teil hat den Beruf einmal vor vielen Jahren erlernt: „Wissens-Update“ ist für sie ein Fremdwort. Trotzdem verrichten sie zuverlässig und routiniert, oft auch aufopferungsvoll, ihre tägliche Arbeit, ohne viel Gerede. Manche Stationsleitung ist glücklich über diese arbeitsintensiven Mitarbeiter/innen.

Es gibt die „stille Kompetenz“ derer, die innerhalb ihrer täglichen pflegerischen Arbeit in der Gesundheits- und Krankenpflege, bzw. der Fachkrankenpflege, sich viel Erfahrung und hohe Fachkompetenz durch Fort- und Weiterbildung erworben haben. Als Insider kennen sie die aktuellen Probleme in der Pflege. Leider beteiligen sich sie sich nicht oft genug an der Lösung der berufsspezifischen „Ungereimtheiten“.

Nicht wenig professionelle Pflegekräfte qualifizieren sich „lautlos“, neben ihrer täglichen Arbeit, durch ein Fernstudium, weil Sie eine neue Aufgabe suchten? Nicht selten mit der Hoffnung etwas verändern zu können? Oft führt dieser Weg in die Administration und damit fernab von der Wirklichkeit (Fluchtakademisierung).

Und: Nicht vergessen sollten wir jene Kolleginnen, die täglich eine große Familie zu versorgen haben, ältere Familienmitglieder pflegen und einen Arbeitsplatz haben, der in unmenschlicher Art und Weise, also nur gewinnorientiert, rücksichtslos dienstlich überfordert. Wo soll da noch Engagement für berufspolitische Ziele herkommen?

Offen bleibt weiterhin die Frage: Warum kommt es in der Pflege zum kollektiven Schweigen? "In vielen Zuschriften an Fussek wird deutlich, dass Ängste die Hauptursache des "Stillhaltens" von Pflegenden sind: Angst um den Arbeitsplatz, vor Repressalien der Leitung, aber auch Angst vor den eigenen Kollegen. Zwei Drittel der Informanten von Claus Fussek sind Pflegekräfte und Auszubildende, die ihre Situation nicht mehr aushalten und nicht mehr so arbeiten möchten." [6]

Ausgangssituation[Bearbeiten]

Personalentwicklung ist ein wichtiges Instrument zur Mitarbeiterbindung. Denn die Kliniken können es sich aufgrund des zunehmenden Fachkräftemangels nicht mehr leisten, qualifiziertes Personal zu verlieren. Im Gegenteil: Sie müssen mit Hilfe einer gezielten Rekrutierung neue Mitarbeiter anwerben.

Viel zu oft wird die Pflegequalität allein mit Standards, Dokumentation und Kontrollen assoziiert. Diese sind in sinnvollem Umfang nötig, aber: den größten Einfluss auf die Qualität nimmt immer das Personal! Daher ist es nicht nur richtig, sondern lohnt es sich auch, professionelle Pflegekräfte sorgfältig auszuwählen, gut zu vergüten und zu behandeln. Arbeitgeber sind daher gut beraten, wenn sie ihre Pflegenden pflegen!

Pflege braucht Nachhaltigkeit, die nur durch eine grundlegende Reform von Alten- und Krankenpflegegesetz zu erreichen ist und dringend eine Verbesserung der Rahmenbedingungen. Dazu schreibt der Deutsche Pflegerat: "Die Investitionen in die Pflegebildung können nur Nachhaltigkeit entfalten, wenn gleichzeitig die Rahmenbedingungen der pflegerischen Arbeit verbessert werden". Dabei geht es um eine angemessene Personalausstattung, um eine Vergütung, die der Qualifikation und Verantwortung entspricht, um eine Definition von Verantwortungs- und Gestaltungsräumen für die Berufsangehörigen, die das volle Potential pflegerischer Expertise (...) ausschöpft, und um Berufsperstektiven, die Karriereoptionen eröffnen und eine Berufsausübung bis zum Eintritt in das Rentenalter möglich machen.

Für eine wichtige Botschaft hält der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) die Absicht der neuen Regierung, die Pflegeausbildungen in einem Berufsgesetz zusammenzuführen. Diese Reform habe angesichts der aktuellen Probleme höchste Priorität, so DBfK-Bundesgeschäftsführer Franz Wagner. [2]

Neue Wege geht man in Hamburg: Hier gibt es die "Berufsordnung für Gesundheits- und Krankenpflegerinnen, Gesundheits- und Krankenpfleger, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger sowie Altenpflegerinnen und Altenpfleger (Pflegefachkräfte-Berufsordnung)" erstellt. HmbGVBl. Nr. 43 Freitag, den 2. Oktober 2009 339.

Nutzen wir doch ganz einfach diese Chancen und hören endlich damit auf, uns klein zu machen und unter Niveau zu verkaufen!

Arbeitsteilung[Bearbeiten]

Siehe: Heilkundeübertragungsrichtlinie

Lesermeinung zur Fragestellung im Artikel[Bearbeiten]

Hier auf der Diskussionsseite ist die Lesermeinung zu den Fragen im Artikel gefragt u n d auch erwünscht!

Interne Links[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. http://kma-online.de/nachrichten/pflege/id__23461___view.html
  2. Deutscher Pflgerat
  3. Sabine Schipplick, Präsidentin des Verbandes der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz (DRK)
  4. [1]
  5. Deutscher Pflegerat
  6. Pflegewiki: Claus Fussek

Hinweis[Bearbeiten]

Dieser Artikel ist das Konzept einer Fortbildungsveranstaltung für den Pflegedienst. Als Vorlage für diesen Vortrag wurden vorwiegend Artikel aus PflegeWiki herangezogen (Siehe:Interne Links). Er zeigt Situationen und Erfahrungen im Arbeitsalltag auf und stellt sie zur Diskussion.