Ehrenamt

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Unter Ehrenamt wird ein unentgeltliches bürgerschaftliches Engagemment verstanden, das vor allem sozialen, kulturellen, sportlichen oder anderen gemeinnützigen Zwecken dient.

Ein Ehrenamt im formellen Sinn ist eine Aufgabe, für deren unentgeltliche Erfüllung ein Bürger von einer öffentlichen Stelle berufen wird, zum Beispiel ein ehrenamtlicher Richter (Schöffe) oder ein Wahlhelfer bei Parlamentswahlen. Ein solches Ehrenamt kann nur unter bestimmten Voraussetzungen abgelehnt werden. Auch das Amt, das ein Betriebsratsmitglied ausübt, wird als Ehrenamt bezeichnet.

Umganssprachlich wird das Wort ehrenamtlich als Synonym für jedwede unentgeltliche Tätigeit gebraucht.

Mehr als 23 Millionen Menschen engagieren sich nach Jens Schröder in Deutschland freiwillig und ohne Lohn. Eine im Jahr 2008 erstellten Studie der Prognos AG ergab, dass in ländlichen Gegenden mit einer relativ höheren Zahl von Familien als in Städten eherenamtliches Engagement überdurchschnittlich hoch ist. Mit dem Engagementatlas der Prognos AG wurde auch der volkswirtschaftlichen Nutzen der ehrenamtlichen Arbeit ermittelt. Die 16,2 Stunden, die in Deutschland monatlich und durchschnittlich geleistet werden, entsprechen rund 3,2 Millionen Vollarbeitsstellen.


Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Schüll: Motive Ehrenamtlicher. Eine soziologische Studie zum freiwilligen Engagement in ausgewählten Ehrenamtsbereichen; Berlin 2004, ISBN 3-86573-022-1
  • Gerhard Igl, Monika Jachmann, Eberhard Eichenhofer: Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement im Recht - ein Ratgeber. Leske + Budrich, Opladen 2002, ISBN 3-8100-3575-0
  • Robert D. Putnam (Herausgeber): Gesellschaft und Gemeinsinn. Sozialkapital im internationalen Vergleich. Gütersloh 2001, ISBN 3-89204-840-1
  • Rainer A. Roth: Das Ehrenamt. Freiwilliges unbezahltes Bürgerengagement in einer pluralistischen Gesellschaft. Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, München 1997

Weblinks[Bearbeiten]

Förderung von ehrenamtlichen Tätigkeiten[Bearbeiten]