Drogen

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Drogen sind, nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation, alle chemischen oder pflanzlichen Substanzen, die in die Abläufe des Körpers eingreifen und die psychischen Funktionen, unter anderem das Denken, Bewusstsein, Triebe, Gedächtnis, Orientierung, Gefühle und Wahrnehmung, aber auch körperphysiologische Funktionen beeinflussen. Dieser Artikel befasst sich mit Drogen die für die Veränderung des Bewußtseins und/oder Befriedigung einer Sucht eingenommen werden.


Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Drogengeschichte und -Problematik

Fliegenpilze

Urwald wie Wüste, rund um den Erdball hatten Menschen ihre Stoffe, die narkotisieren, euphorisieren, aktivieren oder schön schlummern ließen (Mittel/Südamerika die Coca-Pflanze, Sibirien den Fliegenpilz, Jeremiten den Quatstrauch, China das Cannabis - vor über 6000 Jahren). Seit Menschen Medien für Rausch entdeckt haben, setzen sie diese auch ein - Pflanzen, Tanz und Sport, Meditationen und Spiele. Allen gemeinsam: die Ekstase, das aus sich herauskommen, „neben“ sich stehen. Ursprünglich diente dies der Kontaktaufnahme mit Geistern, Göttern und Dämonen, zur Psychohygiene. Die Exzesse unterlagen festen Ritualen, wurden also als soziale Ereignisse in funktionierenden Gemeinschaften zelebriert. Seit 16.Jh. aufwärts: Drogen erfahren Funktionswandel: Entritualisierung, von slow food zu fast food, also hochfrequent und stärker dosiert (von schweren Weinkrügen zu kurzen Schnäpsen, von Heroin kauen zu Heroin spritzen, neuerdings Rausch per Designerdrogen). Versuche, Drogen zu verbieten scheiterten alle (17.Jh: Lüneburg/Türkei Hinrichtung bei Rauchen, Rußland Exil und Folter bei Bier und Brandwein, Anfang 20. Jh. Prohibition in den USA). Der Wandel zur Leistungsgesellschaft erfordert von uns eine gleichmäßige Gefühlsamplitude im „gute Laune“-Bereich. Natürliche Schwingungen sind unerwünscht. Die Werbung suggeriert einen Hunger im positiven Gefühlsbereich, „unangenehme“ Gefühle wie Angst, Trauer, Wut werden als Verlust erlebt. Wir wollen sie wegmachen. (Indianer früher: Wenn du Schmerz aushalten und leben kannst, lernst du dich besonders intensiv kennen. Wir heute: Schmerz, Verrückte, Wahnsinn, Krankheit wird abgekapselt, eliminiert.)

[Bearbeiten] Statistik

Stand: 2004 - Unbelegt, keine Quelle vorhanden.

[Bearbeiten] Einteilung der Drogen

[Bearbeiten] legale Drogen

Alkohol gilt als Volksdroge No. 1. Ebenfalls zu den psychoaktiven Drogen zählen Nikotin und Koffein, Guarana, mancherlei Küchenkräuter und Hausmittel wie Muskat, Baldrian, Hopfen etc., außerdem viele Medikamente: Nicht nur die vielbesungenen Tranquilizer, sondern auch Hustenstiller, Herz-Kreislauf-Medikamente, sämtliche Psychopharmaka und selbst viele homöopathische Medikamente beeinflussen die Wahrnehmung, das Erleben und das Bewusstsein.

Die Aufteilung in "weiche" und "harte" Drogen ist veraltet und stellt ein Konzept aus dem letzten Jahrtausend dar. In der modernen Medizin wird von "problematischen Drogenkonsummustern" gesprochen.

[Bearbeiten] "weiche" illegalisierte Drogen

„Weiche“ Drogen sind Cannabisprodukte wie Haschisch und Marihuana, antriebssteigernde (Ephedra, Coca) oder halluzinogene Drogen (Psylocybin, Atropin) u.v.m. - sie können zur seelischen Abhängigkeit führen, nicht zu physischen. Doch macht gerade die seelische Abhängigkeit die größeren Therapieprobleme. Gerade bei pflanzlichen Drogen sind die Nebenwirkungen nicht kalkulierbar, und selbst bei kurzfristig guter Verträglichkeit kann der Gebrauch über längere Zeit schwere Gesundheitsschäden nach sich ziehen.

[Bearbeiten] "harte" Drogen

„Harte“ Drogen sind z.B. Opium, Morphium und Heroin. Sie führen zur körperlichen und seelischen Abhängigkeit. Das Kokain nimmt eine Sonderstellung ein, da es keine eigentliche körperliche Abhängigkeit hervorruft, aber mit seinem extrem hohen psychischen Abhängigkeitsgrad in den Folgen eng an die übrigen „harten“ Drogen heranreicht. Auch das Amphetamin, ein Vertreter der synthetischen Drogen, zählt wegen des hohen psychischen Abhängigkeitspotentials zu den „harten“ Drogen.

[Bearbeiten] Sonderfall Synthetik/Designerdroge

Verarbeitung/Verbindung verschiedener Grundstoffe zu neuen Stoffen, welche die Wirkung verschiedener Drogen nachahmen (z.B. Speed, Ecstasy). Bei ihrer Gewinnung wird die chemische Zusammensetzung eines Ausgangsstoffes verändert bzw. ohne natürliche Grundlage eine neue Droge entworfen. Es werden u.a. deshalb immer neue Verbindungen hergestellt, weil damit das Betäubungsmittelgesetz umgangen werden kann: Solange eine neue Designerdroge nicht in dieses Gesetz aufgenommen wird, gilt sie nicht als illegal! Es ist also immer ein Wettlauf mit der Zeit zwischen Bundeskriminalamt und Herstellern. Auswirkungen: starke psychische Abhängigkeit, z.T. auch körperlich, Nebenwirkungen nicht abschätzbar.

[Bearbeiten] Suchtursachen und Hilfsmotoren

siehe: Presse aus den Niederlanden "Wir haben es geschafft, Cannabis uninteressant zu machen"


[Bearbeiten] Aufklärung und Hilfen

Empfohlene Webseiten:

[Bearbeiten] Therapieansätze für Drogenabhängige

[Bearbeiten] Heroinfreigabe

Fragen:

[Bearbeiten] siehe auch:

[Bearbeiten] Das Zweitwichtigste zuletzt

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